Als Handy-Telefonierer brauche ich eher keine Verbindung zwischen Handy und Fernseher. Wenn man aber Filme vom Handy auch am größeren Fernsehdisplay sehen will, braucht man eine geeignete Verbindungstechnologie.

Heute hat es mich auch erwischt; ich möchte ein Fußballspiel am Fernseher sehen, welches man ausschließlich am Handy empfangen kann. Wie das? Rapid ist derzeit auf Trainingslager in Spanien. Dort werden auch zwei Freundschaftsspiele absolviert, das erste am Mittwoch gegen Ferencváros (derzeit Vierter in der ungarischen Liga).

Für Nicht-Rapid-Insider muss man ergänzen, dass Rapid gegen Ferencváros bie 1930 7 Spiele bestritten hat, davon zwei gewonnen und fünf verloren. Die beiden Partien 1928 waren das Finale im Mitropacup, das Ferencváros mit einem Gesamtscore von 10:6 für sich entscheiden konnte und damit Mitropacup-Sieger wurde. Dafür hatte aber Rapid 1930, ebenfalls im Mitropa-Cup mit insgesamt 3:1 Toren die Nase vorn und in dieser Saison wurde umgekehrt Rapid Mitropacup-Sieger. So ein gemeinsames Schicksal verbindet. Und es ist daher kein Wunder, wenn gerade zwischen den Anhängern dieser beiden Teams eine besondere Beziehung besteht, die mehr als 100 Jahre zurückreicht.

Um Rapid Mobil, das Mobilfunknetz von Rapid zu promoten, überträgt Rapid Mobil besondere Spiele exklusiv an seine Kunden. Aber dazu muss man eine SIM-Karte von Rapid Mobil haben, und dazu muss man den Provider wechseln. So ein Providerwechsel ist für viele ein abschreckendes Abenteuer. Aber das aktuelle Angebot von Rapid Mobil (dieses Angebot ist nicht mehr verfügbar. 20.4.2019), dass man das Spiel gegen Ferencváros und später auch viele weitere Rapid-Spiele mit der Rapid Mobil SIM-Karte wird exklusiv sehen können, ist schon ein sehr starkes Motiv, den Wechsel zu wagen. *)

So ein Handy ist für das Betrachten eines Fußballspiels eher ein Behelf; speziell für jemanden in meiner Altersstufe, der in jeder Jackentasche ein Brille mit sich herumträgt. Ich will daher das

Rapid-Ferencváros am Fernseher

sehen!

Und das ist überhaupt kein Problem! Na ja, ein bisschen Technik braucht man dazu und dann ist man dabei. Ich zeige Euch meine Lösung, die ich manchmal beim Beamen des Handy-Displays benutze, die sich aber für den Fernseher genau so gut eignet.

Wie verbindet man also Handy und Fernseher?

Man braucht kein Kabel, das geht heute über WLAN und mit einem Adapter, der an den Fernseher angeschlossen wird. Der Adapter erzeugt eine WLAN-Wolke, zu der sich das Handy verbindet und zu der es dann das eigene Bildschirmdisplay überträgt. Die Technologie heißt Miracast und es gibt zahlreiche Implementierungen dieses Verfahrens.

Vorgangsweise

Ich kaufte mir einen Microsoft Wireless Display Adapter um etwa 50,- Euro. Es gibt den Adapter bereits als Version 2.  (Meiner ist noch die Version 1.)**)

Das Ding ist völlig frei von irgendwelchen Einstellungen. Es hat einen USB-Stecker und einen HDMI-Stecker. Beide müssen am Fernseher angeschlossen sein. Der USB-Stecker ist lediglich die Spannungsversorgung. 

Man steckt also beide Stecker an

und schaltet am Fernseher die Quelle des Fernsehers auf den gewählten HDMI-Eingang und sieht dort folgendes Bild:

Jetzt gehen wir zum Handy. Ich habe einen Android-Typ Version 6.1 (ältere Versionen vielleicht nur über die Einstellungen, siehe weiter hinten) und da geht das so:

Man geht in die Schnelleinstellungen (Von oben nach unten wischen) und wählt dort das Symbol “Übertragen”:

Je nachdem, ob man sich in der Nähe des Fernsehers befindet oder etwas weiter weg, sieht man entweder “Keine Geräte verfügbar” oder “MicrosoftDisplayAdapter C0”. Klickt man das an, kommt “Verbindung wird hergestellt” und “Verbunden”. Schließt man dieses Fenster, sieht man in den Schnelleinstellungen, dass die Verbindung als aktiv gemeldet wird.***)

Am Fernseher ist bereits das Handy-Display zu sehen. Man dreht am Handy auf Breitbild und wählt irgendeine Seite, zum Beispiel jene, bei der auf der Rapid-Homepage das Spiel gegen Ferencváros angekündigt wird und man ist schon dabei in Full-HD.

Die Adresse, auf der die Übertragung zu sehen sein wird ist:

http://skrapid.at/live

Wer es also bis Mittwoch schaffen will, das Spiel am eigenen Fernseher mitzuverfolgen, kann sich (Links weiter hinten) noch einen Miracast-Adapter besorgen und natürlich eine Rapid Mobil SIM-Karte.

Alle Rapid Mobil User erhalten vor dem Spiel eine Erinnerungs-SMS mit einem Code, mit dem man den Live-Stream abrufen kann.

Noch bis Dienstag 15:00 kann man eine SIM-Karte kaufen, mit der man nach der Aktivierung am Mittwoch den Stream abrufen kann. Natürlich hat man damit zunächst eine neue Rufnummer aber es ist überhaupt kein Problem, die alte Nummer zu Rapid Mobil zu portieren.


*) Ich selbst bin seit mehr als 20 Jahren bei A1, habe aber den Umstieg in keiner Weise bereut. In ein-zwei Tagen ist die Sache erledigt und das Handy meldet sich mit “RAPID” und Andy Marek führt durchs Programm! Und die Nummer kann gleich bleiben. Wer sich über den Umstieg auf Rapid Mobil informieren möchte, dem kann ich gerne über unsere Erfahrungen bei einem Bier berichten. Mail am franz[at}fiala.cc.

**) Bezugsquellen

Hinweis: Man sieht, dass sowohl der HDMI-Stecker als auch der USB-Stecker in einem Gehäuse untergebracht ist, das in manchen Situation störend sein kann. Ich habe mir daher eine kurze HDMI-Verlängerung besorgt, die schlank genug ist, um auch in beengten Verhältnissen angesteckt werden zu können. Man sieht diese Verlängerung auch in dem Bild mit dem am Fernseher angesteckten Adapter.

***) Konfiguration über “Einstellungen”
Ohne die Schnelleinstellungen geht man in die Einstellungen->Display->Übertragen (ganz unten) und kann diese Schritte ebenso durchführen. Mein Netz “Mustafa_2.4GHz” ist eigentlich ein Tarnname, damit man aufgrund des Namens keinen Zusammenhang zur Wohnung herstellen kann. Wir wohnen in einer Gasse mit hohem Ausländeranteil und ein “Mustafa” fällt hier weniger auf als ein “Franz”.

Franz Fiala

Präsident Clubcomputer / Herausgeber PCNEWS bei ClubComputer.at
Franz ist pensionierter HTL Lehrer (TGM), Präsident von ClubComputer, Herausgeber der Clubzeitung PCNEWS und betreut unser Clubtelefon und Internet Support. Er ist leidenschaftlicher Rapid Wien Fan.

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