Unser Newsletter MyMail (aktueller Name Mailster) hilft uns sehr, Kontakt mit unseren Mitgliedern zu halten. Wir berichten Euch hier, aufgrund der Anfrage eines Gastes bei unserem letzten Clubabend, wie eigentlich so ein Newsletter in WordPress integriert ist.

Man könnte meinen, dass der Versand eines Newsletter ein eigenständiges Programm sein sollte. Bedenkt man aber, wie es dazu kommt, dass sich neue Interessenten in diesen Listen eintragen, wie die Information eigentlich entsteht, und vor allem, dass es bereits von voll funktionsfähiges Administrationsinterface gibt, das man nur mitbenutzen muss, dann ist die Verbindung mit einer Webseite sehr sinnvoll.

Es ist im Gegenteil so, dass wenn jemand den Bedarf nach “nur einem Newsletter” hat, bekommt er eine Webseite, die völlig leer sein kann und die nur dazu dient, diesen Newsletter zu administrieren. Der Hersteller bietet gar keine eigenständige Version dieses Programms an. Aber das Programm ist nicht einfach nur eines von vielen anderen PlugIns. Es ist ein komplettes Programm-System, professionell programmiert.

Eine Webseite mit einem speziellen Wissensgebiet ist nicht statisch. Sie wächst. Aber nur wenige haben die Zeit, selbst nach Änderungen zu suchen. Das zum Beispiel ist ein wichtiger Grund, solche Neuigkeiten über einen Newsletter an alle Interessenten weiterzugeben. Wir, bei Clubcomputer tun das auch. Wir verfassen Artikel auf unserem Webserver. Diese Artikel werden gleich zu Beginn auf der Startseite angezeigt. Jeder dieser Artikel wird automatisch in Facebook gepostet, weil diese Plattform es uns erlaubt, mit neuen Interessentenschichten in Verbindung zu treten.

Wenn einige Artikel beisammen sind, fassen wir diese in einem Newsletter zusammen und senden diesen an alle Teilnehmer der Liste aus. Diese Newsletter enthalten nur eine kurze Einführung in das Thema, einen “Teaser”, meist mit einem Bild, dazu einen Link zum vollständigen Artikel auf der Homepage.

Alle diese Dinge spielen sich an einem Ort ab: im Dashboard von WordPress. Dort sind die Artikel, dort sind die User, dort sind die Programme, die Artikel automatisch ins Facebook bringen usw. Eigentlich ist das Dashboard von WordPress viel mehr als nur eine Verwaltungszentrale für ein Web, denn sie dient – wie man sieht – auch zur Kommunikation mit dem Rest des Internet.

Der Newsletter auf der Homepage

Genaugenommen muss die Homepage selbst überhaupt keinen Hinweis auf den Newsletter enthalten. Das Editieren, die Einstellungen und der Versand werden alle über das Dashboard von WordPress abgewickelt. Aber da es normalerweise wünschenswert ist, dass die Leser über die Möglichkeit eines Newsletters hingewiesen werden, kann man den Newsletter mit folgenden Elementen auf der Homepage bekannt machen:

Das Newsletter-Programm bietet nach der Installation drei Widgets für die Verwendung in den Widgetbereichen den jeweiligen Menus an:

Für folgende Kommunikationssituationen werden vom Newsletterprogramm eigene Seiten generiert:

Das Interessanteste ist natürlich die Anmeldemöglichkeit. In meinem Fall, einem Rapid-Blog gibt es eine fast 100%ige Synchronität zwischen Newsletter und Beitrag. Jeder Beitrag wird also zum Newsletter. Bei ClubComputer ist das nicht so. Dort fassen wir mehrere Beiträge zu einem Newsletter zusammen.

Wenn ein Benutzer auf der Webseite angemeldet ist, erscheint sein Name automatisch im Anmeldefeld und er kann auf “Anmelden” klicken. Wenn er schon im Newsletter eingetragen ist, bekommt er eine entsprechende Meldung. Wenn der Leser auf der Seite nicht angemeldet ist, steht in den Feldern “Vorname”, “Zuname” und “E-Mail”.

Was diese Newsletter – fast unbemerkt – automatisch tun, ist die Erstellung eines Archivs. Jeder Newsletter wird auch automatisch in Form einer einfachen Webseite publiziert. die man als eine Chronik neuen Interessenten anbieten kann. Das Newsletter-Archiv von ClubComputer kannst Du Dir auf zwei Arten anschauen:

Newsletter Template

Ein Newsletter ist zwar einfach ein Text aber es ist ein wohlformatierter Text. Damit alle Newsletter aus einer Hand auch immer dieselbe Form haben, gibt es eine so genannte Template, eine Schablone, in die man seinen eigenen Text erst einbettet. Das Newsletterprogramm bietet eine einzige Vorlage an, die man aber modifizieren kann.

Wenn man diese Template verwendet, bietet sie zahlreiche Anordnungen für Titel, Bild und Link-Button an, die man für die einzelnen Beitragsankündigungen verwenden kann.

Verzeichnis aller bisherigen Newsletter (am Beispiel des Rapid-Newsletters):

Die Newsletter präsentieren sich fast so wie Seiten oder Beträge. In jeder Zeile sieht man auch dir Öffnungsrate, in diesem Fall 37% und in den Klicks die Anzahl der Interaktionen, also wie oft ein Leser auch tatsächlich zum eigentlichen Artikel gewechselt hat. Man sieht auch die Anzahl der Abmeldungen und der unzustellbaren Adressen.

Bearbeitet man nun den ersten Newsletter in dieser Liste, also “Forza Curry”, kann man die Klicks mehr detailliert verfolgen und sieht, dass zum Beispiel 33% das erste Bild angeklickt haben.

Wie legt man einen neuen Newsletter an?

Im Newsletter-Jargon heißt ein neuer Newsletter “Kampagne”, weil “Newsletter” ja das Ganze ist. Um also eine Neue “Kampagne” anzulegen, gibt es einen eigenen Menüpunkt “Neue Kampagne”.

Ein Titel ist wichtig, ebenso ein Betreff ganz unten (ist bei mir immer derselbe Text). Man wählt eine von mehreren möglichen Template-Versionen, hier “ewkil”. Das bestimmt hier nur das eingeblendete Logo, alles andere ist bei allen diesen Templates gleich. Unterhalb der Templates-Auswahl sieht man stilisierte Textbausteine, jeweile mit einem Symbolbild “M”. Aus diesen Textbausteinen setzt sich der Newsletter zusammen. Man kann die Textbausteine beliebig untereinander anordnen und auch bequem verschieben. Rechts wählt man die Liste, an die man sendet, hier “Ewkil” und außerdem kann man vor den endgültigen Absenden eine Testversendung an eine beliebige Adresse ausführen. Die letzte Aktion ist dann “Speichern”. Ist alles gespeichert erscheint links von der Schaltfläche “Speichern” die jetzt unsichtbare Schaltfläche “Jetzt senden” und  dann geht’s los: im Abstand von 10 ms werden die Mails zur angegeben Mailbox geschickt, die dann den Versand ausführt.

Die Abonnenten

Bei der Einrichtung des Newsletters ist natürlich die Abonnentenliste leer. Man kann Abonnenten händisch einfügen, was man aber nur im Einzelfall tun wird. Meist wird man die Abonnenten aus bestehenden Systemen übernehmen in Form von Textlisten, CSV-Daten. Für den Import (und Export) gibt es eine eigene Seite:

Man zieht die vorbereitete Datei in das markierte Feld und das war auch schon der gesamte Import.

Die Abonnentenliste selbst schaut so aus:

Man sieht den Status und die Anzahl der Mails, die an diesen Abonnenten versendet worden sind.

Schließlich kann man für jeden Abonnenten auch dessen Verhalten analysieren. Weiter sieht man auch, welchen Client er verwendet, im Bild ist es ein Android-Handy. In einer Liste ist angegeben, wann ein Newsletter gesendet, wann geöffnet wurde und auf welchen Link geklickt wurde. Sollte ein Versand misslungen sein, kann man jeden Versand individuell wiederholen.

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Franz Fiala

Präsident Clubcomputer / Herausgeber PCNEWS bei ClubComputer.at
Franz ist pensionierter HTL Lehrer (TGM), Präsident von ClubComputer, Herausgeber der Clubzeitung PCNEWS und betreut unser Clubtelefon und Internet Support. Er ist leidenschaftlicher Rapid Wien Fan.

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