Office-Zwischenablage

Wer mit Microsoft Office arbeitet, kennt die dort implementierte Zwischenablage, die sich dadurch auszeichnet, dass sie sich alle Kopiervorgänge merkt und man nicht nur auf das jeweils zuletzt gespeicherte Objekt zugreifen kann, sondern auf ziemlich viele. Das folgende Bild zeigt die Office-Zwischenablage des Microsoft Publishers (Word und Excel schauen ähnlich aus) in Aktion:

Man schaltet die Zwischenablage in Office.Anwendungen mit Start -> Zwischenablage ein. Danach erscheint diese Spalte mit allen Objekten, die in der Zwischenablage gespeichert sind.

Der Screenshot zeigt den Microsoft Publisher, geöffnet ist die Ausgabe PCNEWS-160. Links sieht man die fortlaufenden Seiten, danach die Spalte mit der Zwischenablage, danach die gerade bearbeitete rot umrandete Seite, eingebettet in zahlreiche Bilder un Texte, die noch einzubauen sind. Über ein kleines Symbol links neben jedem gespeicherten Objekt erfährt man, aus welcher Anwendung das Objekt stammt. Man kann alle oder einzelne Objekte löschen oder einfügen.

Dieses Konzept eines vielstufigen Objektspeichers für die Zwischenablage wurde nunmehr in der aktuellen Windows-Version ebenfalls implementiert.

Windows 10 Zwischenablageverlauf

Der neue Name ist Zwischenablageverlauf.

Der Zwischenablageverlauf wird mit der Tastenkombination Windows-V sichtbar.

Benutzung

Wenn man weiterhin mit Strg-C etwas kopiert und mit Strg-V einfügt, ändert sich gar nichts am Verhalten der Zwischenablage.

Will man ältere Inhalte einfügen, klickt man auf Windows-V und unmittelbar an der Stelle, wo man den früheren Inhalt einfügen will, erscheint das Fenster des Zwischenablageverlaufs. Man sucht den Inhalt, klickt drauf. Der Inhalt wird eingefügt und das Fenster verschwindet wieder. Klickt man Windows-V ohne besonderen Kontext, erscheint das Fenster des Zwischenablageverlaufs oft in der rechten unteren Bildschirmecke.

Das Fenster des Zwischenablageverlaufs ist weder in der Größe noch in der Position am Bildschirm veränderbar.

Dieses Bild ist etwas matt. Mit dem bisherigen Ausschneidewerkzeug für Fenster, dem “Snipping Tool” kann man auch mit der Verzögerung dieses Fenster nicht erhaschen. Mit dem Nachfolger des Snipping Tool “Ausschneiden und skizzieren” zwar schon, aber das Bild wir unerklärlicherweise etwas abgedunkelt.

Man kann ein Objekt in der Zwischenablage über das kleine Symbol rechts (rot markiert) anpinnen. Damit erreicht man, dass das Objekt gespeichert bleibt, auch wenn der PC neu gestartet wird.

Anders als bei der Office-Zwischenablage erfährt man hier die Speicherzeit, dafür weiß man nicht, aus welcher Anwendung das Objekt stammt. Es fehlt auch der Befehl, alle gespeicherten Objekte auf einmal eingeben zu können.

Einstellungen

Die Zwischenablage hat eine eigene Einstellseite bekommen:

Windows I (oder Windows -> Einstellungen) -> System -> Zwischenablage

Die Einstellseite bietet drei Optionen an:

  • Zwischenablageverlauf ausschalten, dann steht – wie bisher – immer nur das zuletzt kopierte Objekt zur Verfügung. Schaltet man den Zwischenablageverlauf aus und dann wieder ein, werden dadurch alle darin befindlichen Objekte gelöscht.
  • Auf allen Geräten synchronisieren: Damit stehen die Inhalte der Zwischenablage auf allen anderen Geräten zur Verfügung, die über die Cloud synchronisiert werden. Achtung: die Daten wandern in die Microsoft-Cloud und von dort zu den anderen Geräten. Diese Option ist defaultmäßig abgeschaltet.
  • Zwischenablagedaten löschen

Die neue Zwischenablage ist sicher eine Bereicherung für Windows.

Kleines Problem

Bei meinen Experimenten mit der neuen Zwischenablage war diese auf einmal verschwunden. In den Einstellungen war sie aktiviert, aber ein Windows-V zeigte den Zwischenablageverlauf nicht mehr an. Die Abhilfe war einfach. Es hat genügt das Programm einfach noch einmal aufzurufen und zwar mit Windows R -> rdpclip.exe -> OK

Hintergrundinformationen

Franz Fiala

Präsident Clubcomputer / Herausgeber PCNEWS bei ClubComputer.at
Franz ist pensionierter HTL Lehrer (TGM), Präsident von ClubComputer, Herausgeber der Clubzeitung PCNEWS und betreut unser Clubtelefon und Internet Support. Er ist leidenschaftlicher Rapid Wien Fan.

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