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    • Erich Pekar
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      #30848 |

      http://derstandard.at/2000030814527/3D-Fernseher-vor-dem-Aus

      Wirklich in Schwung kam der Markt nie – Philips bringt keine neuen Modelle auf den Markt


      Die verfügbaren Inhalte für den Fernseher daheim hielten sich aber immer in Grenzen. Und auch das Tragen von Spezialbrillen ist für viele Nutzer eher lästig als ein Verkaufsargument. So ist die Nachfrage bei den Kunden wieder gesunken. Seit geraumer Zeit findet man 3D-Unterstützung hauptsächlich bei teureren Geräten.

      Wie das Magazin “c’t” berichtet, überlegen nun einige TV-Hersteller, 3D-Geräte komplett aus dem Sortiment zu nehmen. Philips etwa bietet bei den nächsten Modellen keine 3D-Funktionen mehr an. Laut “International Business Times” fahren auch LG und Samsung die Produktion zurück.

      Das Problem sind aber nicht nur 3D-Fernsehgeräte, sondern Fernsehgeräte überhaupt – und nicht nur wegen geänderter Sehgewohnheiten der Jungen ( Abkehr von linearer Programmierung , verstärkte individuelle Auswahl einzelner Sendungen/Filme – gerade auch aus dem weltweiten Internetangebot). Zufolge der sich geradezu “überschlagenden” Entwicklungen im Bereich der Empfangstechnik ( alter bereits abgeschalter Analog-Empfang, gerade laufend abzuschaltende Empfangsbereiche mit DVB-T- Empfang, derzeit aktueller DVB-T2 Empfang, Satellitenempfang, Kabelempfang ), ist die physische Einheit von Bildschirm und Empfangseinheit (innerhalb eines gemeinsamen Gerätegehäuses) nicht weiter aufrecht zu erhalten. Nahezu jede Empfangstechnik wird innerhalb weniger Jahre wegen technischer Neuentwicklungen überholt und deswegen sogar unbrauchbar. Im Bereich des Displays gibt es aber derartig umwälzende Entwicklungen – mit zwangsweiser Verschrottung der veralteten Technik – derzeit nicht.
      Es ist daher absehbar, dass der mittlerweile selbst schon “veraltete” Stand-PC bzw. Desktop als modularer Nachfolger der (Smart-) TV-Geräte wieder in die Haushalte einziehen wird und das bewährte modulare Konzept der “Einschubkarten” – vielleicht in “modernisierter” Form – und auch im Sinne der Nachhaltigkeit – wieder aufleben wird. Denn warum soll ich ein komplettes – oft sündteures – Gerät verschrotten, wenn nur der Empfangsteil erneuert werden muss ?

      Es ist auch zu erwarten, dass übergroße Bildschirme mit höchsten Auflösungen im privaten Wohnzimmer demnächst ein ähnliches Schicksal ereilen wird.
      Denn es gibt auch für die großen Bildschirme mit den hohen Auflösungen kaum neuen Content, der diese Eigenschaften auch voll ausschöpfen würde. Für die Produzenten wird durch die entsprechende aufwendigere Aufahmetechnik jede Produktion nur teurer – ohne darum auch neuartigen (interssanteren, unterhaltsameren, anderen) Content produzieren zu können. Und das Geld, das für aufwendigere Aufnahmetechnik ausgegeben werden muss, fehlt dann letzlich für die Bezahlung neuen Contents – z.B. für Lizenzgebühren bzw. Drehbücher und Darsteller.

    • Fritz Stockhammer
      Teilnehmer
      Post count: 155
      #30859 |

      Dass das 3D Angebot an Flat TV in letzter Zeit deutlich geschrumpft ist und es kaum mehr beworben wird, ist mir bei diversen Besuchen in den „Media“ Märkten schon aufgefallen.

    • Fritz Stockhammer
      Teilnehmer
      Post count: 155
      #30866 |

      In Vergangenheit gab es immer wieder Ansätze selbst in der Photographie und natürlich auch im analogen TV (in SW als auch Farbe), im Kino 3D einzuführen. Meines Wissens gab es auch speziell dafür eingerichtete 3D Kinos. Nach kurzem Hype verschwanden all Diese wieder von der Spielfläche.

    • Werner Illsinger
      Keymaster
      Post count: 55
      #30873 |

      Die Kinos können (fast) alle 3D und dort werden auch regelmäßig Kinofilme in 3D gespielt. In den Kinos ist 3D also (noch) am Leben. Privat hat sich das Thema aber kaum durchsetzen können.

      LG Werner

    • Erich Pekar
      Teilnehmer
      Post count: 135
      #34621 |

      Zu erwarten ist aber das 3D  (als “4D”)  in Zusammenhang mit Virtual Reality und den verschiedenen Brillensystemen (die allerdings nun die reale Umwelt komplett ausblenden) auferstehen wird bzw. dies schon tut.
      Mit “Fernsehen” im bisherigen Sinn  hat das aber nichts mehr zu tun, da ja der reale Körper des Betrachters mit den dargestellten Objekten der virtuellen Welt interagieren kann, und daher in der realen  Welt einen geschützen Raum (“Gummizelle”) benötigt, um sich  bei abrupten, weitausgreifenden, Aktionen (mehr als nur Kopfbewegungen und/oder Handbewegung)   nicht zu verletzen.
      Nachdem schon jetzt verschiedene Suchtpotentiale ( z.B. Spielsucht gerade auch bei Spielen über/im Internet, oder auch ganz allgemein “Internetsucht” ) beobachtet werden, eröffnet sich  mit diesen Brillen und einem dadurch möglichen “Leben in Virtuellen Welten” ein ganz neue und vor allem auch besonders “zwingende”  Möglichkeit zur Entwicklung neuer Süchte.

      Und natürlich werden mit Virtual Reality für viele Berufszweige (nicht nur für die Entwickler/Designer dieser Welten)  neue Möglickeiten eröffnet ( bzw. werden diese teilweise sogar schon länger genutzt ) – ich denke da  an Produktdesigner, Architekten, aber auch Mediziner ( z.B. Chiurgie ).

      3D bei Fernsehgeräten war ursprünglich ja – wegen fehlender  anderer  Innovationen – als Innovation beworben  worden, um den stagnierenden  Geräteabsatz anzukurbeln.
      Was derzeit an “Innovationen” am Fernsehgerätesektor übrig bleibt,  ist aus Benutzersicht eigentlich nicht wirklich “vom Hocker reissend” :
      Größere – manchmal gewölbte – Bildschirmflächen,
      größere Anzahl von Bildpunkten je Bild,
      Integration von Internetkonnektivität,  die bei Home-Computern schon seit Jahrzehnten Stand der Technik ist und den Fernsehgeräten nun den Namenszusatz “smart” gebracht hat,
      Integrierte Speichermedien (bzw. Anschlüsse für derartige Geräte)  und eine zumeist eher mühsame Bedienung  dieser neuen  Featurs – vielleicht auch noch über berührungsempfindliche Großbildschirme ( Touchscreens im Quadratmeter-Format).

      Dass viele dieser Features für Privathaushalte vollkommen sinnlos sind – Touchbildschirme, die zufolge des übergroßen Bildschirmes und der deraus resultierenden bzw. möglichen Entfernung zum Betrachter sich nicht mehr in Reichweite der Finger befinden,
      Intertnetkonnektivität, die mangels brauchbarer  Eingabegeräte ( oder nicht vorhandenem Internetanschluss ) gar nicht genutzt werden kann,
      3D – Funktionen die nur aus bestimmten Blickpositionen oder nur mit Brille ( zusätzlich zur vielleicht benötigten optischen Brille)  genutzt werden können, …
      ist den Geräteherstellern offenbar entgangen.

      Innovativ wäre aber, endlich das Empfangsteil modular vom Bildschirmdisplay zu trennen und bei  sich ändernder Empfangstechnologie (  analog, digital- terrestrisch/ Kabel/Satellit/Internet … ) entsprechende (Hersteller-übergreifend ) standardisierte Empfangsmodule anzubieten, die vom Benutzer ohne technische Ausbildung ( und ohne das Gehäuse des “Fernsehgerätes” dazu erst öffen zu müssen)  auch selbst am Fernsehgerät ausgetauscht werden könnten und trotzdem in das Gehäuse des Fernsehgerätes integriert sind  – und nicht als externe “Box” irgendwo neben dem Fernsehgerät  dann in einem  entsprechenden “Kabelknäuel” herumstehen.

      Das lineares (“vorprogrammiertes”) Fernsehen in Zukunft  und auch derzeit schon gerade von jüngeren Konsumenten kaum mehr genützt wird und diese ihren Unterhaltungsbedarf daher kaum noch über derzeit übliche Fernsehgeräte abdecken, ist dann noch ein weiteres von Herstellern “herkömmlicher Fernsehgeräte” zu berücksichtigendes Problem. Warum sollten diese dann für Empfangseinheiten in Fernsehgeräten zahlen, die sie nicht verwende können oder ohnehin nicht brauchen, da  ein guter  und großer /hochauflösender “Computer-Monitor” für die stationäre Nutzung von Video-Content über mobile Geräte auch genügt – und oft auch noch billiger in der Anschaffung ist.

       

       

       

       

       

       

       

       

       

       

       

    • Erich Pekar
      Teilnehmer
      Post count: 135
      #37929 |

      Hersteller tragen die 3D-Fernseher zu Grabe

      <p>”>http://derstandard.at/2000051296415/Hersteller-tragen-die-3D-Fernseher-zu-Grabe
       

      Letzte Firmen streichen Unterstützung für Zusatzfunktion – Technologie konnte sich in den Wohnzimmern nie durchsetzen
      Sie war eine der am stärksten von der Industrie gehyptesten Technologien ihrer Zeit. Und mit “Avatar” hatte Hollywood sogar einen Kino-Blockbuster geliefert, der ihre Stärken demonstrieren sollte. “3D” war Ende des vergangenen Jahrzehnts in aller Munde. Die für jedes Auge leicht versetzte Anzeige des Bildes einer Aufnahme lässt Filminhalte auf den Zuseher plastischer wirken. Auch in den eigenen vier Wänden sollte dieses Feature die Cineasten begeistern. Bald hatten alle TV-Hersteller von Rang und Namen neue Modelle im Angebot, die das neue Format unterstützten. Doch während in den Kinos bis heute viele Filme auch in einer 3D-Fassung gezeigt werden, geht das Zeitalter der 3D-Fernseher nun endgültig zu Ende.

      Die Industrie fokussiert nun auf neue, vielversprechendere Technologien. Schon länger pusht man Fernseher mit 4K-Bildschirmen, die dank HDR bessere Farben und Kontraste versprechen. Dazu werden TV-Geräte auch zunehmend vernetzt und mit allerlei “smarten” Funktionen ausgestattet.

      Aber auch diese Technologien werden sich im Bereich der Privatanwender vermutlich noch als “Rohrkrepierer” erweisen, wenn bei weiterhin sinkender Kaufkraft der Kunden kein deutlicher Nutzen erkennbar ist. Dynamischer Kontrast ist nicht primär abhängig von höherer Bildauflösung – auch wenn die aktuellen Standardisierungsansätze HDR mit UHD ( ultrahochaflösenden Bildern bzw. Videos) verknüpfen.
      Übersehen wird von der Geräteindustrie dabei, dass die Form der aktuellen Nutzung von Video-Angeboten (z.B. oft als 24 Stunden- “Berieselung” – zumeist ohne besondere Aufmerksankeit der Nutzer bei normaler – nicht abgedunkelter – Raumbeleuchtung) und die Art der Inhalte (oft “Action” mit sehr schnellen Bildfolgen) kaum erwarten lässt, dass der durchaus vorhandene Mehrwert von “schönen” HDR-Videos (oder Bildern) überhaupt entsprechend honoriert bzw. bezahlt werden wird – und zudem auch über Streaming-Angebote im Internet über die dafür üblichen Geräte verfügbar sein wird.
      Und wenn es keinen entsprechenden Content zum wirkungsvollen Ausspielen der Vorteile dieser Technologie gibt, dann wird sich auch kein breiteres Interesse für diese Technologien entwickeln können – also wieder das übliche “Henne-Ei” Dilemma. Und nur bereits bekannten Content hoch- bzw. umzurechnen, um höhere Auflösung oder besseren Kontrast zu simulieren, wird sicher nicht genügen.

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