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    • Erich Pekar
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      #38092 |

      http://derstandard.at/2000051117157/Akkuprobleme-Apple-und-Co-muessen-endlich-umdenken

      Beschwerden nehmen stetig zu – Einfach tauschbare Akkus als kurzfristige Abhilfe
      Heftiger Kritik sieht sich derzeit iPhone-Hersteller Apple ausgesetzt: Immer mehr Nutzer berichten von massiven Problemen mit den Akkus ihrer Smartphones. Vor allem ältere Geräte würden sich plötzlich ausschalten, obwohl der Akkustand gerade noch bei 30 Prozent oder sogar mehr war. Alle Versuche von Apple, dieses Problem mittels Software-Updates zu bereinigen, scheinen bisher nichts gefruchtet zu haben, ganz im Gegenteil berichten manche User sogar über eine Verschärfung der Situation.

      So gab es in den letzten Monaten etwa Berichte über Probleme mit dem Akku von Googles Nexus 6P, deren Ausformung frappant an die Schwierigkeiten der Apple-Nutzer erinnert. Auch hier schalten sich die betroffenen Geräte nämlich einfach verfrüht ab.
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      Im Kern manifestiert sich hier nämlich ein Problem, über das die Hersteller allesamt lieber schweigen: Aktuelle Akkutechnologien sind nun einmal mit grundlegenden Problemen behaftet. Bei praktisch allen Geräten mit Lithium-Ionen-Akkus gibt es einen gewissen, meist minimalen, Anteil, der überhitzt. Je nach baulichen Gegebenheit kann dies zu einem Brand führen, oft werden solche Vorfälle auch durch leichte Beschädigungen in der Produktion noch begünstigt.

      Dazu kommen noch andere Faktoren: So weisen etwa fast alle aktuellen Smartphones Schnellladetechnologien auf. Das ist fraglos nützlich, lässt sich so doch das Gerät mit wenigen Minuten Ladung wieder für ein paar Stunden einsetzen, stellt aber natürlich eine zusätzliche Belastung für den Akku dar, da hierbei nicht zuletzt die Hitzeentwicklung größer ist.

      Die Probleme mit Smartphone-Akkus werden nicht so schnell verschwinden. Immerhin ist derzeit kein unmittelbarer Wechsel bei den genutzten Technologien in Sicht. Ganz im Gegenteil dürfte sich die Situation in den kommenden Jahren sogar noch weiter verschärfen, so denn nicht ein Umdenken bei Herstellern oder Konsumenten einsetzt. Ein Teil des Problems ist nämlich auch, dass es bei kaum einem aktuellen Smartphone mehr möglich ist, einfach so den Akku auszutauschen.

      Und diese Detailprobleme in Zusammenhang mit Smart-Phone Designs und Akkuproblemen, sind auch mit ein Grund, warum wir die angepeilten Klimaziele nicht erreichen werden.

      Wenn schon die EU – angeblich nur im Interesse der Erreichung von Klimazielen – Glühlampen relativ zügig vom Markt “verschwinden” hat lassen und mittlerweile in Form der LED-Leuchtmittel sehr brauchbare Nachfolgetechnologien den Markt erobern konnten und die EU nun auch für Haushaltsgeräte (z.B. Staubsauger) Leistungsbeschränkungen vorschreibt, so dringlich wären auch Vorgaben im Bereich von IKT-Endgeräten für Verbraucher vorzuschreiben, um den ökologischen Fußabdruck (gerade auch bei “Wegwerfhandies”) und den Energieverbrauch (z.B. in Zusammenhang mit der Neuproduktion kurzlebiger Wegwerf-Elektronik) drastisch zu beschränken – z.B. durch Einführung von Umwelt-/Import-Abgaben bei propblematischen Geräten – zu denen z.B. gleich auch alle jene Geräte zu zählen wären, für die keine leistbaren Ersatzteile vorgesehen sind und deren Akkus nicht durch die Benutzer dieser Geräte einfach selbst ausgetauscht werden können.

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