• Erich Pekar
    Teilnehmer
    Post count: 135
    #37225 |

    http://derstandard.at/2000049060017/Android-Chef-Die-Update-Situation-ist-aeusserst-frustrierend

    Hiroshi Lockheimer betont eigene Unzufrieden mit Status Quo und stellt Besserung in Aussicht
    Mit schöner Regelmäßigkeit veröffentlicht Google Monat für Monat neue Zahlen zur Verbreitung einzelner Androidversionen. Weniger schön ist, was es dort zu sehen gibt: Neue Ausgaben des Betriebssystems verbreiten sich geradezu in Schneckengeschwindigkeit, bis diese ihren Weg auf eine Mehrheit alle Android-Geräte schaffen, vergehen oft Jahre.

    In einem aktuellen Interview mit “All about Android” findet der aktuelle Android-Boss Hiroshi Lockheimer nun aber deutliche Worte.
    Der Status Quo seit “äußerst frustrierend”, betont Lockheimer dabei gleich mehrfach. Klar könne man bei einem solch diversen System wie Android mit all seinen unterschiedlichen Herstellern und einer installierten Basis von mehr als 1,4 Milliarden Smartphones und Tablets nicht erwarten, dass jedes Gerät umgehend ein Update bekommt. Aber so lange wie derzeit dürfe die Verbreitung neuer Versionen einfach nicht brauchen.

    Zuletzt gab es aber Hinweise darauf, dass Google im Rahmen der “Android Extensions” künftig einzelne Teile des Kern-Betriebssystems über den Google Play Store aktualisierbar machen will.

    Interessant ist auch der Blick auf Brillo, Googles Betriebssystem für das Internet der Dinge, das zu Teilen auf Android basiert. Dort soll nämlich künftig für alle Geräte eine gemeinsame Version des Linux-Kernels genutzt werden, um die Entwicklung und Wartung des Kernels selbst sowie darauf basierender Treiber zu vereinfachen.

    Offen bleibt bei all dem aber natürlich, wann die entsprechenden Änderungen auch tatsächlich in Android landen. Bis es soweit ist gilt jedenfalls weiterhin der Ratschlag, dass potentielle Käufer schon vorab genau überlegen sollten, von welchem Hersteller sie ein Gerät kaufen wollen, um auch langfristigen Support zu erhalten.

    Google  und seine Partner  befinden sich da offenbar in einem schweren Dilemma :

    Google will angeblich raschere Updates und damit verbunden längere Nutzungsdauer der Geräte

    Google-Partner wollen mehr Geräte verkaufen und daher keine lange Nutzugsdauer durch lange und rasch ausgelieferte Software-Updates .

    Bleibt daher abzuwarten, wann endlich modulare Smartphones (mit einzeln tauschbaren Hardwarekomponenten) am Markt erscheinen, welche “Lebensdauer” von derartigen Geräten erwartet werden darf – und/oder ab wann  Regulierungsbestimmungen gegen “Wegwerf-Elektronik” eingeführt werden.

     

You must be logged in to reply to this topic.