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    • Erich Pekar
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      #41046 |

      http://derstandard.at/2000056879946/Angriff-auf-Google-Microsoft-Windows-10S-Surface-Laptop

      Ab sofort in Österreich verfügbar – “Mixed Reality”-Features von Windows 10 werden nachgerüstet

      IT-Riese Microsoft hat heute auf einem Event in New York eine frische Windows-Version für den Bildungsbereich und auch einen neuen Rechner der Surface-Reihe vorgestellt. Windows 10S soll als Konkurrenz zu Googles Chrome OS an Schulen und anderen Bildungsinstitutionen antreten.
      Windows 10S, vorgestellt von Entwicklungschef Terry Myerson, soll eine Reduktion auf die “Seele von Windows” sein. Man wolle Sicherheit, Einfachheit und gute Performance bieten. Das System soll flüssig laufen, egal ob auf einem Highend-Computer oder einem günstigen Einsteiger-Notebook.
      Eine Maßnahme, die Microsoft gesetzt hat (und wie in Leaks schon vorab bekannt wurde), ist, Windows 10S fix an den Windows Store anzubieten. Programme aus anderen Quellen sollen sich nicht installieren lassen.

      Das System soll nach dem Einschalten des Rechners binnen 15 Sekunden verwendungsbereit sein.

      Lange hat also Microsoft die eigene Marketing Strategie des “einen Windows” – ohne neue Windows-Versionen – nicht durchgehalten.
      Nach den ersten Meldungen zu dieser “Strategie” ( “ein Windows ohne neue Windows-Versionen”, lediglich mit erzwungenen, regelmäßigen Updates und dem Risiko für Endbenutzer, dass dann bestimmte Softwareprodukte von Drittherstellern oder auch verwendete Hardware nicht mehr verwendet werden könnten) konnten Techniker ja ohenhin nur den Kopf schütteln.
      Nicht nur, dass es trotz der Aussage “ein Windows” schon zu Beginn dieser Produktlinie – wie schon bisher auch – “Home” und “Pro” Versionen gegeben hat und auch die Windows 10 mobile Ausgabe – außer dem Oberflächendesign-  nicht viel mit dem Windows 10 für Desktops gemein hatte, wurde nun damit auch offiziell eine neue Version (Windows 10S) – und nicht ein großes Update – vorgestellt.
      Um sich selbst nicht untreu zu werden, wurde halt der Namensteil “Windows 10” im Produktnamen beibehalten. Offenbar hat Microsoft spät – aber doch noch – erkannt, dass sich diese Strategie der regelmäßigen Updates – statt Einführung neuer Betriebssystem-Versionen – nicht eignet, ein wirtschaftliches Downsizing des Betriebsystems durchführen zu können, um z.B. auch auf billigeren /leistungschwächeren Geräten der Konkurrenz paroli bieten zu können, ohne gleichzeitig massive Kundenproteste bestehender Kunden erwarten zu müssen.
      Ab sofort dürfen wir daher wieder – wie vormals ohnehin gewohnt – mit selbstständigen neuen Windows-Betriebssystemen rechnen. Sie werden dann als letzte Erinnerung an die fehlgeschlagene Marketing-Strategie des “einen Windows” immer auch den Namen Windows 10 enthalten und vermutlich in weiterer Folge – nach Windows 10S vielleicht Windows 10R, Windows 10T, ….heissen.
      Ziel dieses Downsizings ist dann möglicherweise ein Windows 10x für Raspberry-Plattformen bzw. ähnliche Hardwarekonfigurationen.

      Wennn Microsoft nun zusätzlich mit ihrem Geräte, bzw. Software-Universum noch massiver, als bisher ohnehin schon, in den Bildungsbereich vorstößt, so heißt das sicherlich nichts Gutes für die IKT-Ausbildung der in den Genuss dieses “Fortschrittes” gelangten Kinder bzw. Jugendlichen.
      Deren Kenntnis von IKT bzw Informatik dürfte dann in etwa vergleichbar sein mit der Naturkenntnis von Jugendlichen, denen von einer Schokoladefirma in deren Werbespots immer violette Kühe auf einer Alm gezeigt werden.
      Ohne gerade im Ausbildungsbereich ganz Massiv das Konzept “Open Source” zu leben, werden Schul- bzw. Ausbildungs-Budgets durch die laufenden Kosten für die zumeist proprietären Systeme (Hard- und Software- “Wartung”, Dritthersteller werden ja “by Design” ausgeschlossen) in absehbarer Zeit erdrückt werden und die derzeit akuten Schul-Probleme (geeigentes und motiviertes Personal in erfordertlicher Anzahl) weiterhin ungelöst bleiben bzw. sich zufolge noch weniger verfügbarer Budgetmittel sogar verschärfen.
      Und die Unternehmen werden in Zukunft noch weniger geeignetes Personal finden – vor allem dann, wenn sie sich in ihrer IKT- bzw. Softwareausstattung nicht der Monopolmacht eines Weltkonzerns auf “Gedeih und Verderb” ausliefern lassen wollen.

      Und was uns nun für Windows 10S an Leistungsfähigkeit versprochen wird, sollte doch eigentlich schon mit Windows 10 ausgeliefert worden sein ?
      So startet mein Laptopp unter Window 10 bereits in gestoppten 15 Sekunden, braucht aber dafür beim Herunterfahren wesentlich länger – wie wenn er in einen Hybernate-Zustand schalten würde, ohne aber zum Wieder-Einschaltezeitpunkt dann auch die zuletzt benutzten Programm wieder automatisch zu starten.

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