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    • Erich Pekar
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      #17933 |

      http://derstandard.at/2000027955633/Digitales-Antennenfernsehen-wird-ab-Herbst-2016-umgeruestet

      Die Medienbehörde KommAustria erteilt neue Betriebszulassung für älteste DVB-T-Frequenzen

      Digitales Antennenfernsehen wird ab Herbst 2016 auf den technisch höheren Standard DVB-T2 umgerüstet – der STANDARD berichtete bereits darüber. Dies ermöglicht ein höheres Programmangebot bei gleichzeitig besserer Bildqualität, wie die Medienbehörde KommAustria am Dienstag in einer Aussendung mitteilte. Bis spätestens Februar 2019, nach derzeitigen Planungen sogar schon im dritten Quartal 2017, werde demnach die Übertragung der ORF-Fernsehprogramme auch auf den ältesten, nationalen Frequenzen des digitalen Antennenfernsehens vollständig von DVB-T auf die modernere und leistungsfähigere Technik DVB-T2 umgestellt und für 98 Prozent der Bevölkerung zu empfangen sein. Für alle weiteren nationalen privaten Programme des digitalen Antennenfernsehens sei die Umstellung bis spätestens August 2019 abzuschließen, so die KommAustria.

      “Die Medienbehörde KommAustria erteilt neue Betriebszulassung für älteste DVB-T” : So kann man geplante Obsolenz auch umschreiben – denn die alten Empfänger für den DVB-T – Standard sind für DVBT-2 nicht verwendbar.
      Diese Umstellung der Empfangstechnologien im Rhythmus von ca. 5 Jahren ist der technische Grund, warum die Geräteklasse “Fernseher” keine Zukunft hat. Im Prinzip besteht jedes Fernsehgerät aus einer Display-Einheit, einem Empfangsteil und allenfalls weiteren Funktionseinheiten ( z.B. zum Abspielen von DVDs, zum Anschluß an das Internet .. ). Mit Ausnahme der Empfangseinheit – unterscheiden sich diese Fernseher nicht von reinen Computerbildschirmen bzw, üblicher PC-Peripherie – auch wenn die Bildschirmdiagonalen oft erheblich größer sind als bei reinen Computer-Bildschirmen. Die fest eingebaute Empfangseinheit von Ferbsehgeräten kann zudem nicht durch den Endbenutzer gegen eine Empfangseinheit mit aktuellster Empfangstechnologie ausgetauscht werden.
      Warum daher nicht gleich einen für Fernsehempfang optimierten Stand-PC mit entsperchend großem Bildschirm kaufen ? Der Empfangsteil sollte sich in einer Stand-Computer -Konfiguration jedenfalls leichter tauschen lassen, ohne gleich wieder eine separate Empfangsbox außerhalb des Gehäuses des ursprünglich gekauften Gerätes mit den unschönen zuätzlichen Verkabelungen zu benötigen.

      Hinsichtlich der Empfangsqualität von DVB-T2 ist auch nicht Alles für “bare Münze” zu nehmen, was da immer wieder so versprochen wird (“Überall-TV”) :
      Richtig ist – wie auch schon bei DVB-T – dass, falls Empfang überhaupt möpglich ist, dieser sehr gut ist.
      Es gibt aber auch in dicht verbauten (städtischen) Gebieten und daher in eigentlich gut mit DVB-T2 versorgten Bereichen (laut Karte Empfang mit Zimmerantenne möglich) Empfangsbedingungen, die den Empfang bestimmter Frequenzkanäle (und damit der auf diesen Frequenzen ausgesendeten Programme ) unmöglich machen können : “stehende Wellen”.
      Dieser Effekt der “stehenden Wellen” führt dazu, dass ortsabhängig – im räumlichen Abstand eines Viertels der Wellenlänge (im Abstand von ca. 5 cm zwischen 2 Standorten der Empfangsantenne) – starke Schwankungen der Feldstärke auftreten können, was dann dazu führt, dass an einer Antennenposition guter Empfang möglich ist, aber nach Veränderung der Position der Antenne – ohne deren Ausrichtung zu ändern – um 5cm, überhaupt kein Empfang mehr möglich ist. In diesem Fall nutzt dann auch kein neuerlicher Sendersuchlauf mehr. Von 5 Frequenzkanälen stehen dann – bei dem von mir beobachteten Fall – nur mehr 3 Kanäle zur Verfügung. HD-Programme werden aber in in den ausgefallenen Kanälen übertragen und können dann nicht mehr empfangen werden. Eine diesbezügliche Anfrage an die ORS (den Senderbetreiber des ORF unter ‘kontakt@simpliTV.at’) ist seit Mitte Oktober unbeantwortet.

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