• Erich Pekar
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    #33006 |

    Man glaubt es kaum, aber die Hersteller – selbst teurer Laptops – kommen auf immer neue Ideen,  mögliche Kunden möglichst frühzeitig zu vertreiben – und dies nicht wegen der überwältigende Konkurrenz von Smartphones oder “Billig” – Geräten, die für alleinige Nutzer von Facebook bzw. Twitter auch ausreichend sind !
    Ich bin gerade auf der Suche nach einem Nachfolgegerät für meinen in die Jahre gekommenen – zum Beschaffungszeitpunkt auch eher schon schwach bzw.
    billig  ausgestatteten – Laptop und falle beim genaueren Studium der Detailausstattung selbst eher hochpreisiger Laptops  ( in der Preislage zwischen 1500. bis 2000.- Euro ) fast aus allen Wolken :
    War es vormals selbstverständlich, dass die aufladbaren Batterien durch den Endbenutzer relativ einfach (durch werkzeugloses Lösen zweier Verriegelungen)
    aus dem Gerät entfernbar bzw. selbst durch passende Ersatz-Akkus austauschbar waren, ist dies mittlerweile offenbar eher ein Ausnahmefall und  dürften die meisten Akkus mittlerweile in den Geräten fest verbaut sein  – obwohl in den Handbüchern immer noch darauf hingewiesen wird, das bei längere Nichtbenutzung eines Laptops der Akku entfernt werden sollte – einfach weil auch bei ausgeschaltetem Gerät – z.B. für die Wakeup-Funktion – offenbar bestimmte Teile des Motherboards doch noch Strom aus dem Akku ziehen, sodass ein ausgebauter Akku nach viel längerer Lagerzeit ohne Nachladen noch im Gerät wieder verwendet werden kann, als ein fest im Gerät eingebauter Akku.
    Und wie ein mechanisch beschädigter -aber fest eingebauter- Akku überhaupt rechtzeitig (vor Folgeschäden für das Gerät selbst) entdeckt werden soll, muss mir erst noch erklärt werden.
    Meinen  Erfahrungen zufolge “hält” – selbst bei einem regelmäßig genutzten Laptop, bei dem daher auch der Akku im Netzbetrieb (mit Stromversorgung des Laptops über das Netzgerät) immer wieder geladen wird, ein neuer Akku nur ca. 2 Jahre – bei manchen Geräten (z.B. HP Probook )  kommen dann bereits Batteriefehlermeldungen bei jedem Bootvorgang.
    Für einen Normalverbraucher ohne halbwegs fundierte Do-It-Yourself Kenntnisse bzw. ohne Freunde oder Bekannte mit einschlägigen Kenntnissen, bedeutet dies dann zumeist  auch gleich die Anschaffung eines Ersatzgerätes für diesen Laptop, das dann vermutlich kein Laptop – da für diese “kurze” Betriebszeit zu teuer – sein wird.

    Hinzu kommt, dass selbst bei genauerem Studium der Gerätedokumentation zumeist vollkommen verschwiegen wird, dass es innerhalb jedes Gerätes noch die (nicht aufladbare ) C-MOS Batterie gibt, die die Stromversorgung der Real-Time-Clock und des Konfigurationsspeichers zur Identifizierung bzw. Erkennung der Bootmedien liefert.
    Ungefähr 3-4 Jahre nach Einsetzen dieser Batterie  befindet sich die Spannung dieser  in einem Bereich um ca 2,8 Volt, wo dann oft erste Probleme mit verstellter Uhrzeit beim Start bzw. auch andere Störungen beim Booten auftreten können.
    Also wird ein technisch nicht versierter Laptop-User sein Gerät nach ca. 2-4 Jahren ziemlich sicher verschrotten werden müssen, wenn er nicht zumindest ca. 200 € Serviceausgaben für den Einbau eines neuen Akkus bzw. einer neuen C-Mos Batterie ausgeben will, und zusätzlich sein Gerät mit vielleicht sensiblen Daten mehrere Wochen in fremde Hände geben muss.
    Für versierte Endbenutzer wären diese Probleme um weniger als 100 Euro und etwas Arbeitszeit zu erledigen – ohne das Gerät irgendwo abgeben zu müssen.

    Hinsichtlich der Zugänglichkeit (und technischen Ausstattung) war für mich bis vor Kurzem die Geräteserie HP Probook ideal, die gab’s  Intel 4 Core CPUs mit RAM-Speicheraufrüstmöglichkeit bis 32 GByte, der Akku war über 2 Verriegelungen zu entfernen, mit genau diesen 2 Riegeln war auch der gesamte Boden des Laptops zu entfernen und bot damit Zugang zu RAM-Erweiterungen, zur CMOs-Batterie und zum Austausch der Platte – ohne eine einzige Schraube lockern zu müssen. Interessanterweise gibt’s die HP-Probook – Reihe nicht mehr in der gleichen Power-Ausstattung
    (mit Intel Core i7/4 Core und bis zu 32 GByte RAM)- auch auf Geizhals gibt’s kein einziges Angebot  HP-Probook mit  Intel i7 4-Core CPU.
    Ähnliche Ausstattungen (und mit diesem geradezu “genialen” Servicedeckel)  sind bei HP nur mehr in der HP Z-Book Reihen zu finden allerdings in wesentlich höheren Preislagen
    (ca. 500 bis 1000 Euro teurer), beginnend bei ca 1700 €.
    Eine andere Alternative wäre hinsichtlich der Ausstattungskategorie (CPU, Speicheraufrüstungsmöglichkeit, Preis) die ASUS ROG Reihe gewesen, da dort auch eine leicht zugängliche Serviceklappe erwähnt wurde  – nur : Der Akku ist dort fest eingebaut und dies selbst bei Preislagen zwischen 1500 und 2000 Euro !

    Und dann wundern sich die Laptop-Hersteller wenn sie keine Laptops mehr absetzen können, wenn sie selbst Lap-Top “Freaks” mit solcher Preisgestaltung und technischer Ausführung ihrer Geräte (zufolge mangelnder bzw. offenbar extra erschwerter Servicierbarkeit ) eher abschrecken.

    Bei anderen Herstellern scheint es gleich gar keine Serviceklappen mehr zu geben, trotz oft ähnlich hohen Preisniveaus. Dort müssen dann in jedem Fall erst so um die 10-15 Schrauben entfernt (und nachher auch an der richtigen Stelle wieder eingeschraubt) werden, um im Laptop Komponenten (z.B. Platte, Speicher, Akku, Batterie) austauschen oder erweitern zu können.

    Oder habt ihr  Tips  zu Laptops mit eher gehobener technischer Ausstattung aber mit gleichzeitig auch guter Zugänglichkeit aller Komponenten ( z.B. auch zum Entstauben des Ventilators ) ?

     

     

  • Fritz Stockhammer
    Teilnehmer
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    #33027 |

    Ich habe mein MacBookPro 2009 gekauft und es läuft noch immer zufriedenstellend.

    Bloß der Akku ist der Zweite.

    Ein zweites MacBook, ebenfalls 2009 gekauft weist noch der Original Akku auf.

  • Erich Pekar
    Teilnehmer
    Post count: 135
    #33040 |

    Ich  habe nun doch noch ein Gerät mit wechselbarem  Akku und Serviceklappe – auch von HP aber kein ZBook, daher auch nicht ganz so teuer – gefunden.
    Geradezu “erschreckend” ist aber,
    wie schwer  (verlässliche) Detailinformationen  ( z.B. zur Anzahl der Speicherslots und der tatsächlichen Speicher-Bestückung)  eines bestimmten Geräte-Modells zu finden sind und dass sogar Hersteller falsche Informationen zur maximalen Speicherausstattung ihrer Geräte in “Anleitungen zur Speichererweiterung” liefern, in denen offenbar die maximal mögliche Größe des “Systemspeichers” eines Gerätes (nämlich zufolge des Hardwarelayouts bzw. der verwendeten CPU ) mit dem maximal vom Betriebssystem  adressierbaren  RAM-Speicher verwechselt wird.

    Genauso gibt es Händler, die zu ihren Geräten alle möglichen Detailinformationen liefern, die aber mit dem angebotenen Gerät so gut wie Nichts zu tun haben,  da z.B. lediglich alle Features der verbauten CPU  aufgezählt werden, die aber mit den Gerätefeatures fast Nicht zu tun haben können, wenn das Hardwarelayout des im Gerät verbauten Motherboards die Nutzung aller dieser CPU-Features ( z.B. aller Anschlussmöglichkeiten des integrierten Grafik-Moduls ) gar nicht unterstützt.

    Bin schon gespannt, welche Überraschungen mich da noch erwarten werden !

     

     

     

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