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    • Erich Pekar
      Teilnehmer
      Post count: 135
      #17590 |

      http://derstandard.at/2000023522476/Microsoft-kuebelt-die-Systemsteuerung-bei-Windows-10
      Die Systemsteuerung  wird durch die “Einstellungen-App” ersetzt – Manager erklären Gründe auf Twitter

      Aul fügte schließlich noch hinzu, dass man bereits eine Vielzahl an Feedback erhalten hätte, der Einstellungen-App sämtliche Funktionen der Systemsteuerung hinzuzufügen.

      Unverständlich, warum die MS-Leute schon wieder Funktionen entfernen wollen  und erst auf Rückmeldungen der User warten, um dann “gnädigerweise”  doch wieder bisher “immer schon” vorhandenen Funktionen wieder verfügbar zu machen.

      Es dürften die MS-Leute das Konzept der Entkoppelung von Funktion ( bzw. Inhalt) und Bedienung ( bzw Darstellung) in ihrem Betriebsystem selbst immer noch nicht umgesetzt haben – dazu noch ein Kommentar aus dem Forum im “derstandard” :

      Ich versteh ja nicht, warum keiner der OS-Hersteller auf den Gedanken kommt, wie im Web längst üblich Funktionalität/Inhalt und Darstellung konsequent zu trennen.
      Ein g’scheites Backend (z.b. hier für alle Einstellungen), und drüber eine einfach zu schreibende und ggf. vielfach vorhandene Oberflächenrepräsentation (mit XML/HTML+CSS/XUL, whatever)
      Dann eine Version für Touch, eine für Maus, eine für Desktopboxenfernsteuerungen, in Farbe oder S/W für meinetwegen eReader, was auch immer.

      Nein, da programmieren sie wieder von Hand, diesmal nur für Touch, so wie früher nur für Maus, und nehmen auch nicht alles mit, und wieder ist eine Hälfte der Userbasis verstimmt…

      Nachdem gemäß MS-Konzept nun keine weiteren MS-Betriebsystemversionen sondern nur mehr laufend Updates erscheinen sollen, wird dies – wie hier bei den Änderungen in Zusammenhang  Einstellungs-App/Systemsteuerung  – vor allem bei professionellen Usern ( Unternehmen/Betrieben ) zu unvorhersehbarem Schulungsbedarf  für die PC/Tablett-Benutzer führen , der nicht – wie bisher üblich – über ein zentrales Unternehmens-Rollout einer neuen Betriebsystem-Version hinsichtlich des Zeitpunktes  dieser Änderung der Benutzeroberflächen  gesteuert werden kann.
      Also nicht gerade eine Empfehlung für Unternehmen/Betriebe Windows 10 in deren IT -Landschaft einzusetzen.

       

    • Werner Illsinger
      Keymaster
      Post count: 55
      #17595 |

      Lieber Erich!

      Dass die Systemsteuerung verschwinden wird ist ein alter Hut. Im Windows 10 ist die Systemsteuerung schon fast vollständig in das neue Finger + Mausbedienbare Format umgesetzt worden. Und ein großer Teil der Funktionen sind bereits im neuen UI gelandet.

      Es war klar, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis das alte – nur Mausbedienbare UI verschwindet.

      Die Information ist daher weder neu, noch verwunderich.

      Die neue Umsetzung des Userinterfaces ist aus meiner Sicht zudem auch viel aufgeräumter als die alte über Jahrzehnte gewachsene Struktur im Control Panel – die man nur  noch mit der Suchfunktion wirklich bedienen konnte – weil man die Einstellungen sonst eh nicht mehr gefunden hat.

      LG Werner

    • Erich Pekar
      Teilnehmer
      Post count: 135
      #17790 |

      Meine Kritik richtet sich nicht gegen den Umstand, dass Microsoft das Systemmenü  für die Touchoberfläche ändert, sondern

      1.

      dass offenbar in der Touchoberfläche nicht gleich auch alle Einstellungen aus der allein mit der Maus zu bedienenenden Oberfläche  zugänglich sind  und erst auf Protest/Meldungen der User  gewartet wird, um (weitestgehend) alle Einstellungen der bisherigen (alten) Maus-GUI auch in der Touch-GUI zur Verfügung zu stellen.

      2.

      gegen den Umstand, dass unter Windows 10  der Zeitpunkt von Änderungen/Updates des Betriebsystems (da nicht mehr “optional”) nicht mehr durch den User,  sondern nur mehr durch Microsoft bestimmt wird und  durch derartige Aktionen der “unvollständigen” Verfügbarkeit von bisher über die Maus-GUI zugänglichen Features  in der Touch-GUI bei ( möglicherweise) nicht mehr verfügbarer Maus-GUI gerade in produktiven Desk-Top Umgebungen von Unternehmen, die Nutzbarkeit des Betriebssystems  in “besonderen Konstellatioen” unter Umständen ( auch wegen erforderlicher  Unterweisung der Endbenutzer)  sehr erschwert werden könnte.

      Hinzu kommt, dass dies auch eine Erinnerung an den Umstand ist, das Touch-Devices primär für mobile – jedenfalls nicht stundenlang andauernde – Bedienung  – bzw. vornehmlich zur  Unterhaltung  bzw. “Kurz” -Information/-Kommunikation  –  mit/über   diese  Geräte gedacht war bzw. ist und daher – auch aus ergonomischer Sicht – gar nicht für stundenlanges konzentriertes Arbeiten mit/an diesen Geräten konzipiert ist.

      Jedenfalls ist die verstärkte Verfolgung der mobilen Geräteunterstützung und damit auch die Forcierung von Touch-GUIs  und entsprechender Designs und Layouts – nun auch durch Microsoft – nicht gleichzeitig damit verbunden, dass die Erfordernisse der konzentrierten stundelangen Arbeit mit komplexen Client-Oberflächen bzw. Programmen ( z.B. zur ad-hoc Analyse von Datenbeständen, Eingabe/Korektur/Prüfung von Datenbeständen, Erstellung von Reports , großen Präsentationen und Textdokumenten .. und natürlich auch sämtliche Entwicklungsprozesse zu deren Erstellung  ) sich numehr  – durch  Verwendung zahlreicher mobiler Devices – erübrigen würde.

      Unverständlich bleibt auch, warum Kompromisse der GUI ( um unter der Touch-Doktrin auch die Bedienung mit der Maus oder anderen Zeiger-Geräten und die Verwendung  separater, physicher, Tastaturen zu ermöglichen ) zu besserer Benutzerfahrung führen sollten , als ausschließlich für die jeweilige Eingabetechnik (und Bildschirmgröße)  optimierte GUIs (und Designs/Layouts) einzusetzen.
      Das würde dann in logischer Weiterführung des Gedankens ja bedeuten, dass jede Optimierung  und Anpassung für Erfordernisse von Geräten bzw. an Wünsche von Usern ja geradezu “fortschrittsfeindlich” wäre, weil andere Ideen für GUIs , bzw. neues Design/Layout   dann vorgeblich keine Chance mehr hätten.
      Das gilt aber vermutlich nur für Firmen, die nicht mehr über entsprechendes wirtschaftliches Potential und ausreichend Manpower/Knowhow verfügen, um solch (allenfalls Erfolg versprechendes) technologisches Neuland betreten und dort auch weitergehen zu wollen bzw. zu können. Ich hoffe aber doch nicht, dass diese Einschätzung auch schon auf Microsoft zutreffend sein könnte.

       

       

       

       

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