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    • Erich Pekar
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      #38174 |

      http://derstandard.at/2000051792403/Microsoft-soll-an-Cloud-Version-von-Windows-arbeiten

      Mehrere Hinweise aufgetaucht – Abgespeckte Version des Betriebssystems könnte ohne Installation auf Endgerät laufen
      Der IT-Riese Microsoft sieht seine Zukunft in der Cloud. Vom einfachen Onedrive-Speicher über Office bis hin zu umfangreichen Enterpriselösungen bietet man mittlerweile zahlreiche Dienste über die eigene “Serverwolke” an. Und glaubt man Berichten der Website Petri.com, könnte künftig auch das Betriebssystem Windows selbst aus der Ferne laufen.

      Wenn ich mein Betriebssystem beim Booten jedesmal erst aus der Cloud laden muss, dann ist Microsoft mit all seinen Produkten auf meinen Geräten endgültig Geschichte.

      Netzwerk-Boot war immer schon möglich. Selbst mit bis vor kurzem noch gebräuchlichen Bitraten in lokalen 100 MBit-LANs können aber nicht ausreichend hohe Bitraten geliefert werden, um ein halbwegs vernünftiges Arbeiten mit solchen Geräten gerade auch bei/nach mehrfachen täglichen Bootvorgängen – wie sie gerade im mobilen Einsatz von Laptops (innerhalb eines Büros) durchaus vorkommen können – zu ermöglichen. Um 10 GBit zu laden, werden bei 100MBit/s ca. 20 Minuten benötigt. Selbst um irgendwelche Treiberdateien mit einer Größe von z.B.100 MByte nachzuladen, müsste man dann jedesmal ca. 10 Sekunden warten.
      Und wo liegt dann der Mehrwert für den User, wenn moderne Laptops innerhalb von 10 Sekunden mit dem Coldboot (bis zum Anmeldeschirm für das Logon) fertig sind und Vollinstallationen von Windows 10 – mit benötigten Anwendungen – ca.100 GByte Speicherplatz benötigen; Die dann bei jedem Bootvorgang erst aus der Cloud geladen werden müssten ?
      Somit reichen selbst die im österreichischen Breitbandausbau angestrebten Bitraten nach Abschluss der Ausbaumaßnahmen bei Weitem nicht aus, um in einem solchen Betriebssystem, dessen Teile zur Gänze (zumindest nach jedem Boot-Vorgang) erst aus der Cloud geladen werden müssen, überhaupt sinnvoll (ohne buchstäblich stundenlange Wartezeiten) arbeiten zu könnnen.
      Denkbar wäre aber, dass wesentliche Teile des Betriebssystems als Firmware fest im Gerät gespeichert werden könnten – und Softwareupdates dann bei diesen Geräten nur mehr mit Komplettausch der Hardware möglich sein könnten.
      Mit Green-IKT oder nachhaltigem Resourcenmanagement – z.B. sparsamem Umgang auch mit den stets zu geringen Bitraten in Kommunikationsnetzen – hätte das dann aber absolut nichts mehr zu tun und Microsoft hätte sich dann damit – vermutlich endgültig – selbst aus dem Geschäft geworfen.

      In  anderen  Quellen wird aber die Meinung vertreten, dass Windows 10 Cloud gar nichts mit Cloud zu tun haben könnte :

      http://www.zdnet.com/article/microsofts-coming-windows-10-cloud-release-may-have-nothing-to-do-with-the-cloud/

      Wenn allerdings die aktuelle Windows 10 Version derart grundsätzlich geändert werden sollte – vermutet wird eine “abgespeckte” Version – dann wird das vor allem hinsichtlich der Kompatilität zu bestehenden Produkten von Drittherstellern vermutlich nicht gernge Probleme machen und wäre dann möglicherweise ein weitere Grund Windows 10 Nutzer – vor allem im Bereich von Unternehmen – aktiv nach Alternativen zu Microsoft suchen zu lassen.

      Sicher dürfte derzeit lediglich eins sein : Dass bisher noch kaum zuverlässige Informationen über neue Version von Windows 10 vorliegen dürften.

    • Fritz Stockhammer
      Teilnehmer
      Post count: 155
      #38202 |

      OS aus der Cloud sind für mich ein NoGo – notfalls (falls Apple ähnlich Gedanken hegt) läuft dann Linux oder FreeBSD auf den Rechner.
      Wo’s gar nicht anders ginge macOS und/oder Windows in einer VM.

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