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    • Erich Pekar
      Teilnehmer
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      #25163 |

      http://derstandard.at/2000029476950/Neo-21-Jaehriger-Student-will-den-Desktop-radikal-neu-erfinden

      Neues User-Interface-Konzept mit Schwerpunkt auf produktivem Arbeiten vorgestellt

      All dem technischen Fortschritt zum Trotz: In den letzten Jahrzehnten hat sich an der grundlegenden Interaktion mit einem Desktop-Computer recht wenig geändert. Im Kern steht noch immer dasselbe Fensterkonzept, das Xerox in den 1970er-Jahren des letzten Jahrhunderts ersonnen hat. Selbst der Aufstieg von Smartphones und Tablets hat sich auf den Desktop bisher nur wenig ausgewirkt. Ganz im Gegenteil ist etwa Microsoft nach diversen Experimenten bei Windows 8 mittlerweile wieder zu klassischen Konzepten zurückgekehrt.
      Ein 21-jähriger deutscher Student will sich damit aber nicht zufriedengeben: Unter dem Namen Neo hat Lennart Ziburski nun den Entwurf für ein neues Desktop-Interface vorgestellt, das mit altbekannten Konzepten radikal brechen soll. Seine Überlegung dabei ist eine simple: Für einfache Aufgaben greifen die Nutzer immer öfter zum Smartphone. Diese Realität mache den Weg frei, um den Desktop mit einem Fokus auf produktivem Arbeiten neu zu erfinden.
      …..

      Was allerdings an diesem Konzept wirklich so revolutionär neu sein soll, muss mir erst noch jemand erklären.

      Richtig dürfte allerdings die Ansicht sein, das die derzeit aktuellen “modernen” – primär für die doch kleinen Displays  mobiler Gerät gedachten – Bildschirme  ein produktives Arbeiten ( mit aus ergonomischer Sicht  guter Körperhaltung )  wohl nicht wirklich zulassen. Aus gleichem Grund sind Touch-Displays sinvoll nur unter bestimmten Umgebungsbedingunen ( z.B. bei  erhöhten Anforderungen aus Hygienevorschriften ) professionell einsetzbar – nicht aber im “normalen” Büroalltag, an dem ein Mitarbeiter nahezu dauernd mit Bildschirminhalten zu interagieren hat.

      Wenig sinnvoll erachte ich auch die Abschaffung des Verzeichniskonzeptes , da zumindest bisher  ein bestimmtes Verzeichnis zumeist gekoppelt war an eine bestimmte Hardware  ( z.B. Diskdrive bzw. Drivesystem  bestimmter Technologie, Performance  und Kosten ). Dem Benutzer ( bzw.Entwickler) die Kontrolle darüber entziehen zu wollen, an welchem Ort ( auf welchem DiskDrive ) Daten gespeichert werden, hat wenig mit professionellen Speicherkonfigurationen zu tun, da dort fast immer nicht nur eine Platte ( bzw. SD-Karte, wie in Smartphones ) verwendet wird, sondern zumeist eine ganze “Galerie” von Hardwarespeichern  unterschiedlichster Technologie, Performance und Kosten – und die Abspeicherung “in der Cloud”  sicher ausgeschlossen werden muss bzw. nur für einzelne bestimmte Files ( bzw. Filegruppen)   – je nach Berechtigung  – überhaupt zulässig sein darf.

      Warum also  einen Hammer  immer neu erfinden ? Ein Hammer  bleibt ein Hammer  und wenn er kein Hammer mehr ist, dann ist er nicht mehr brauchbar – obwohl der Hammer – angepasst den jeweiligen Arbeitserfordernissen – unterschiedlich groß und schwer sein und aus unterschiedlichen Materialien bestehen kann.
      “Universalhämmer” für grobe und feine Arbeiten gibt es nicht.
      Große Metallnägel  werden aber immer mit (eher) großen  und nicht leichten Hämmern aus Metall eingeschlagen; Daran konnten bis heute auch die “fortschrittlichsten” Designer nichts ändern.

       

       

       

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