• Fritz Stockhammer
    Teilnehmer
    Post count: 155
    #33184 |

    Was sagen die hier mit diskutierenden „echten Microsofties“ dazu?

    http://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article155499927/So-verabschiedet-sich-Microsoft-vom-Verbraucher.html

    Fast zwei Jahrzehnte hat Microsoft das Bild von Computern geprägt wie kein anderes Unternehmen davor oder danach. Der Konzern und sein Windows -Betriebssystem waren für Privatnutzer rund um die Welt fast gleichbedeutend mit Computern an sich. Computer, das bedeutete nach der Ära der Heimcomputer PCs – und auf denen lief fast immer Windows.
    Der ehemalige Quasi-Monopolist hatte viele Fans und noch viel mehr Gegner. Aber bis auf wenige Apple- und Linux-Jünger, die sich aus Prinzip keinem Windows-Monopol beugen wollten, kam an Microsoft fast 20 Jahre kein Computernutzer vorbei.
    Das Ende dieser Ära ist schon lange in Sicht. Doch nun hat Microsoft einen weiteren großen Schritt in diese Richtung gemacht. Der Konzern hat sich von den Resten der einst teuer erkauften Nokia-Handysparte getrennt und sie für 350 Millionen Dollar an Foxconn verkauft. Microsoft hatte zuletzt nur noch einfache Handys im Angebot – echte Smartphones mit Windows-Betriebssystem werden nur noch wenige gebaut und dann von anderen Herstellern wie Acer, Alcatel und HP.

    Leises Ende der Lumia-Reihe?
    Aus Microsofts Verkaufsankündigung kann sogar eine endgültige Beerdigung der Lumia-Reihe – Smartphones und Tablets von Microsoft mit Windows-Betriebssystem – herausgelesen werden. Das Unternehmen kündigt zwar an, die mobilen Windows-Geräte weiter zu pflegen, es verliert aber kein Wort über neue Tablets oder Smartphones unter dem Markennamen.
    Damit setzt sich ein schon lange sichtbarer Trend fort: Microsofts langer Abschied vom Konsumenten. Einst machte Microsoft vor allem mit den Produkten Windows und Office Geld. Zwar bleibt Windows auch heute noch das mit Abstand verbreitetste Betriebssystem für PCs – doch als Umsatzbringer hat es stark an Bedeutung abgenommen.
    Windows 10 soll das letzte Windows aller Zeiten sein, danach folgen nur noch Gratis-Updates. Auch schon das Upgrade auf Windows 10 ist für fast alle PC-Nutzer kostenlos. Windows ist nur noch die Infrastruktur für Dienste und Produkte – nicht mehr das Produkt selbst.

    Die Nokia-Übernahme war für Microsoft ein teures Desaster und der letzte gescheiterte Versuch, den Kontakt zu den Konsumenten im Mobilbereich nicht völlig zu verlieren. Mit der wachsenden Bedeutung mobiler Geräte, bei denen Windows keine Rolle spielt, wird die Relevanz von Microsoft für den Computer-Alltag weiter schwinden.
    Die Ära Microsoft, die mit Windows 95 ihren Höhepunkt erreichte, endete für Privatnutzer irgendwann nach der Einführung des iPhones 2007 und der darauffolgenden von Android-Handys angeführten mobilen Computerrevolution.

    Das letzte Windows aller Zeiten
    http://www.welt.de/print/welt_kompakt/webwelt/article144471368/Das-letzte-Windows-aller-Zeiten.html

    Nokia kehrt auf den Handy-Markt zurück Nokia-Comeback: Die neugegründete finnische Firma HMD erwarb die Namensrechte und darf unter der Marke Nokia Handys, Smartphones und Tablets auf den Markt bringen.
    http://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article155463399/Nokia-kehrt-auf-den-Handy-Markt-zurueck.html

    Microsoft trennt sich demnach auch vom Rest seines Feature-Phone-Geschäfts. Produktion, Verkauf und Vertrieb gehe an die Foxconn-Tochter FIH, die auch die Produktionsstätte des Unternehmens in Hanoi in Vietnam übernimmt.
    Insgesamt hat die Transaktion einen Wert von 350 Millionen Dollar. Der Software-Konzern will sich künftig auf die Entwicklung von Windows 10 Mobile konzentrieren, aber auch Lumia-Telefone und Geräte von Hardwarepartnern unterstützen.

  • Werner Illsinger
    Keymaster
    Post count: 55
    #33202 |

    Also ich kann dazu als “echter Microsoftie” ja nichts mehr sagen, aber die Strategie ist klar.

    Das Feature Phone Geschäft hat nie zu Microsoft gepasst. Auf den Geräten lief kein Windows und das Zeug hat man mit Nokie mitgeerbt – ohne es wirklich haben zu wollen. Also dass man sich davon trennt ist klar.

    Microsoft’s einziges Ziel auf das man sich konzentriert ist Windows 10 zu einem Erfolg zu machen und den Desktop/Notebook Markt nicht zu verlieren. Daher hört man nichts von den Lumia’s.

    So wie es aussieht wird man nach dem Ende der gratis Updates für Windows 10 – dann im nächsten Jahr wieder neue Hardware auf den Markt bringen – Der Name der dafür immer wieder durch die Medien Geistert ist “Surface Phone”. Daher spricht auch die Presse immer wieder vom Ende der Lumia’s. Die Idee dahinter ist, dass wenn die Leute wieder begeistert von Windows 10 sind, dass sie die vorhandenen Windows 10 Apps dann gerne auch auf ihrem Phone verwenden würden. Windows 10 soll also das Dilema mit den nicht vorhandenen Apps lösen (Windows 10 Apps laufen unverändert auch auf Widnwos 10 am Handy).

    Also abwarten und Tee trinken.

    LG Werner

  • Fritz Stockhammer
    Teilnehmer
    Post count: 155
    #33206 |

    Vielleicht sollte Microsoft bei Windows 10 nicht so viele Lizenzen Hürden einbauen.
    Schon bei einer von VMware Fusion nach Virtualbox migrierten Installation funktioniert die Lizenzierung nicht mehr. Es hat sich ja am installierten Windows 10 selbst nichts verändert, bloß die „Hardware“ darunter. Da sollte MS mal ersthaft darüber nachdenken!

  • Erich Pekar
    Teilnehmer
    Post count: 135
    #33211 |

    Einer der immer weniger werdenden  – immer noch – Windows Nutzer :

    Die wankelmütig – vieleicht falsch – jedenfalls aber (für Mobil-Nutzer) zu spät gesetzte  Micosoft-Strategie auch auf dem Mobilmarkt mit Hardware und Software merkbar präsent sein zu wollen, ist lediglich ein Aspekt des Abschieds  vom Verbraucher.
    Das Produkt Windows  und die damit einhergehenden grundsätzlichen Änderungen am “Pseudstandard” für Benutzeroberflächen  ist der noch wichtigere Aspekt.
    Hinzu kommt dann noch die gravierende Fehlentscheidung, keine Windows – Versionen mehr anzubieten, sondern nur mehr ein Windows (Windows 10) mit laufenden, aber verpflichtenden,  Gratis-Updates.
    Da heisst, der Kunde hat keine Möglichkeit mehr, seine Softwareaustattung mit einer bestimmten Version einzufrieren (und trotzdem aber noch Sicherheitsupdates zu erhalten)  und nicht mehr auf die folgenden Versionsprünge aktualiseren zu müssen.
    Wenn ich das richtig sehe, zerstört sich Microsoft mit den Gratisupdates auch das eigenen Geschäft mit Betriebssystemen – denn nachdem sich alle noch verbliebenen Interessenten mit Windows-Lizenzen eingedeckt haben, werden keine neuen Lizenzen mehr verkauft weden können – einfach, weil es keine neuen Windows-Versionen mehr gibt.
    Falls sich Windows 10 doch noch länger am Markt halten sollte, muss auch davon ausgegangen werden, das manche Updates bestehende Hardwareplattform bzw. einzelne Komponenten dieser Hardwareplattformen nicht mehr untersützen werden. Da aber – zumindest unter Windows 10 Home der Updatezeitpunkt auschließlich durch Microsoft  festgelegt wird, innerhalb von Windows 10 – zumindest meinen vielleicht mangelhaften Informationen zufolge – aber keinerlei Informationskanal existiert, in dem ein demnächst von Microsoft beabsichtigtes Update zunächst  dem Anwender lediglich angekündigt wird und gleichzeitig die neuen Hardwarevorausetzungen bekannt gegeben werden bzw. rechtzeitig Hardwarekompatibilitätstests vor jedem Update durchgeführt werden, muss damit gerechnet werden, dass mit zunehmendem Alter der Hardwareplattform des Benutzers , die Wahrscheinlichkeit von Blue Screens bzw. Ausfällen einzelner Hardwarekomponenten unter Windows 10 immer wahrscheinlicher werden wird. Offenbar ist das sogar jetzt schon  (bei Update nach  bzw. Erstinstallation  von Windows 10) bereits ein Propblem, da bei veralteteten (nicht Windows 10 kompatiblen)  Gerätetreibern der automatische Update  derzeit schon nicht mehr funktioniert und  mit Windows 10  (Build  xxxx – entsprechend einem bestimmten Update)  kompatible  Gerätertreiber – sofern vom Gerätehesteller für den aktuellen Build überhaupt bereitgestellt – vom Benutzer dann manuell installiert werden müssen.  Damit ist also auch das Konzept der automatischen  Updates von Windows 10 eigentlich schon gescheitert , weil bei alterender Hardware irgendwann jedenfalls das automatische Update blockiert werden wird.
    Als Ergebnis werden dann die bis dahin noch bei Windows verbliebenen Benutzer endgültig vertrieben; Denn wer will schon mit einem Betriebssystem arbeiten, das zwingend  und ohne Vorankündiung – und selbstverständlich im  “unpassendsten” Augenblick – abstürzt  oder dann keine sicherheitsrelevanten Updates mehr erhält ?

    Meiner Meinung nach liegt das Hauptproblem im “Mobilkonzept”, in dem das Betriebsystem fest an eine bestimmte Hardware gebunden ist (bzw. war ). Wenn ein Softwareupdate erforderlich wäre, wird gleich das ganze Gerät getauscht. Bis vor Kurzem war das offenbar auch so üblich, denn  die Klagen , dass z.B. das Betriebssystem von Android-Geräten nicht upgedatet wird , sind noch nicht so alt. Mittlerweile gibt es offenbar auch Mobilgeräte-User, die ihre  Hardware länger nutzen wollen, als die Lebensdauer einer Betriebssystem-Release ist bzw.  ist das  Problem der Schadsofteware bzw.  Malwarebekämpfung auch bei Mobilgeräten bereits angekommen.
    Bei Laptops und Desktops bzw Workstations wurde die Hardware und das Betriebssystem aber immer schon auch unabhängig voneinender gekauft bzw. aktualisiert.

    Wenn nun das Mobilkonzept der Bindung der Hardware an ein bestimmtes Betriebsystem – und damit auch der problemloseren Duchführbarkeit automatischer Updates – nun mit Windows 10 auch auf Laptops und Desktops ( jedoch mit unterschiedlicher Nutzungsdauer von Hardware und Betriebsystemen ) übertragen werden soll, dann kann  das eigentlich nur schief gehen.

    Nicht nur die Benutzeroberfläche sondern auch die Benutzerführung ( “kindische” Meldungen an den Benutzer wie z.B.  im Browser “Wohin soll’s jetzt gehen ?”, oder bei Installationsvorgängen   “Wir sind gleich fertig !” … )  erwecken in mir den Eindruck, dass der Benutzer  von Microsoft nicht mehr ernst genommen wird, denn warum  sollte hier “verheimlicht” werden, welche Prozesse bzw. Aktionen auf meinen Gerät gerade durchgeführt werden ?

    Und zu meiner Überraschung scheint unter Windows 10 Pro das Touch-Design  – entgegen meinen Erwartungen – sogar noch ausgeprägter, als unter Windows Home  umgesetzt worden zu sein. Und von einer Anpassung der Bedienoberfläche an die Gerätefeatures ( Maus/ Tastataur –  oder Touch-Bedienung ) ist weiterhin nichts zu bemerken.

    Microsoft scheint zu glauben, dass es überhaupt keine Desktop/Laptop-User (ohne Touch – Schirme) mehr gibt.  Aus ergonomischer Sicht erscheint mir – zumindest für Personen in Berufen, die den ganzen Tag vor ihrem Schirm sitzen und damit wirklich arbeiten müssen – die gesamte Touch-Bedienungs-Philosophie jedenfalls eine “Katastrophe” zu sein.

    Das  Konzept “information at your fingertips” war inhaltlich goldrichtig – nur  hat man sich bei Microsoft – sobald dieses Konzept so formuliert war – immer mehr davon entfernt.
    Mein Eindruck ist , dass man sich mit dem Konzept der Touch-Oberfläche in Windows 10 hinsichtlich dessen Bedeutung auf Geräten ohne Touch-Schirm allmählich wieder auf die Ebene begibt,  die Windows 3.1 einmal hatte – ein ungeliebtes Addin zum Betriebssystem, mit der Bedeutung eines Spielzeuges.

     

     

     

     

     

     

     

  • Werner Illsinger
    Keymaster
    Post count: 55
    #33220 |

    Lieber Erich!

    Die Retail Versionen (im Geschäft gekauft) von Windows machen nur einen ganz geringen Umsatzanteil aus.

    Microsoft verdient auch mit herschenken noch immer genug mit dem Betriebssystem. Warum? Weil die meisten Lizenzen als OEM Lizenzen – also mit der Hardware mitgekauft werden. Außerdem bin ich mir sicher, dass sich viele den Kopf darüber zerbrochen haben, wie man auch in Zukunft mit Windows Geld machen kann.

    Wichtig für Microsoft ist, dass sie eine große Anzahl an Rechnern im Feld haben, auf denen alle Windows 10 läuft, und das schaffen sie eindeutig damit dass das Betriebssystem hergeschenkt wird.

    Warum ist das so wichtig? Weil die Anwendungsentwickler nur dann Apps für eine Plattform schreiben, wenn sie die Apps auch verkaufen können (Es eine Menge Rechner im Feld gibt wo das Betriebssystem läuft).

    Windows 10 hat derzeit mehr Devices im Markt als iOS und Android. (siehe http://de.statista.com/statistik/daten/studie/157902/umfrage/marktanteil-der-genutzten-betriebssysteme-weltweit-seit-2009/) Damit ist Windows 10 als Plattform interessant für Software Entwikcler. Ziel ist es sicher bis um Ende der Upgrade Frist mehr Windows 10 Rechner im Fled zu haben, als Windows 7 Rechner.

    Die Benutzeroberfläche wurde mit vielen Personen ausgetestet (s.g. User Acceptance Labs). Du darfst nicht von Dir auf andere schließen. Den Leute gefällt es, wenn das Betriebssystem locker im Umgang ist, und Lustig ist. (Mir gefällt es übrigens auch *g*).

    LG Werner

  • Fritz Stockhammer
    Teilnehmer
    Post count: 155
    #33224 |

    http://de.statista.com/statistik/daten/studie/157902/umfrage/marktanteil-der-genutzten-betriebssysteme-weltweit-seit-2009/
    leider nur im kostenpflichtigen Premiumaccount sichtbar

    Ich bezweifle, dass Windows, wenn man alle mobilen Geräte (Smartphones, Tabletts, etc.) mit einbezieht noch immer das häufigste OS wäre.

    Bei den Servern über Alles gesehen ist vermutlich Linux am meisten anzutreffen, oder?

  • Erich Pekar
    Teilnehmer
    Post count: 135
    #33229 |

    @werner :

    Es ist nicht der Retail-Verkauf des Betriebsystems  das Thema, sondern  der Umstand, dass Mobilnutzer nicht primär ein bestimmtes Betriebsystem auswählen, sondern ein bestimmtes Gerät – auf dem dann halt üblicherweise  nur ein bestimmtes  Betriebsystem installiert ist und auf dem Gerät dann eher als Firmware ( nicht änderbar durch den Benutzer)  anzusehen ist.
    Dass ich auf einer PC-Plattform  verschiedene  Betriebsysteme ( nur abhängig von der CPU-Architektur)  nutzen kann, ist für technisch halbwegs Versierte “ganz normal”.
    Dass ich mir ein Mobilgerät aussuche und dann ein Betriebssystem meiner Wahl drauf  installiere   (bzw. installieren lasse) , davon habe ich noch nicht gehört.
    Üblicherweise sind Mobilgerätewelten – zumindest so wie ich sie bisher sehe –   sogar ganz bewusst in sich geschlossene Universen ( siehe  z.B. Apple).
    Wenn ich die letzten Meldungen richtig verstanden habe, hat Microsoft seine Nokia-Linie LUMIA  gerade verkauft – und ich wollte mir gerade ein derartiges Gerät kaufen; Wenn das nicht auch zur Kunden-Vertreibung beiträgt, dann weiß ich nicht, wodurch man überhaupt Kunden vertreiben könnte.
    Gleichzeitig ist der Microsoft  Mobil-Nachfolger ( “Surface-Phone” ? ) angeblich noch in weiter Ferne  (Ende 2017 ?? ).  Also hat Microsoft zumindest (in Europa) in den mächsten 1,5 Jahren kaum Gelegenheit, überhaupt noch neue Kunden (die nicht schon ältere Windows Versionen genutzt haben)  für sein Betriebssystem zu gewinnen – wenn man davon ausgeht, dass der PC-Verkauf eher stagniert und echte Neukunden derzeit, wegen anhaltender Kritik an der Benutzeroberfläche und teilweise auch echten technischen Problemen  (z.B. Updatefehler)  und weiterhin fehlender Mobilgerätelinie (wenn man von Lumia nun zufolge des Verkaufs absieht),  wohl eher kaum zu Windows wechseln werden.
    Die auch auf neuer Hardware auftretenden Updatefehler von Windows 10 sind vor allem auch ein Hindernis für technisch nicht versierte Benutzer, die spätestens dann ein noch in Garantie befindliches Gerät  vermutlich dem Händler zurückgeben werden.

    Auch habe ich mit den automatischen Windows 10 Updates ein schweres “Verständnisproblem” :
    Kannst Du mir vielleicht erklären, wie sich ein einwandfreies Windows 10 Update verhalten soll (bzw. sich vielleicht auch tatsächlich verhält), wenn auf der Hardwareplattform, auf der  dieses automatische Update durchgeführt wird,  ein  nicht (mehr) kompatibler Gerätetreiber  oder ein nicht mehr unterstütztes Gerät vorgefunden wird oder eine durch ein Update vorausgesetzte (zwingend erforderliche) Hardwarekomponente nicht vorhanden ist ?

    Da kann ja fast zwangsweise nur zu  Update-Error-Meldungen mit (derzeit stets “kryptischen”) Error-Codes  oder gar zu Blue-Screens  – zwar mit Textmeldungen, aber für  technische Laien um nichts weniger “kryptisch” – führen !

    Für mich scheint dieser automatische Windows-Upate den Köpfen  von Mobilgeräte-Strategen entsprungen zu sein, die davon ausgehen, dass nur solche Geräte von automatischen Updates  berührt werden, deren Hardwarekonfiguration  Microsoft ganz genau bekannt ist und von denen es nur wenige Varianten (Geräte-Modelle) in Betrieb gibt und deren Hardwarekonfiguration jedenfalls nicht durch den Benutzer geändert werden kann. Allerdings altern auch die Hardwareplattformen von Mobilgeräten und könnten so auch irgendwann aus den vielleicht nur bei Microsoft selbst existierenden  Hardwarekompatibilitätslisten herausfallen.
    Verlangt dann Microsoft per Mail von seinen Kunden, sich bis zu einem bestimmten  Datum  ein neues Gerät zu kaufen  ?  Wenn das wirklich so eintreten sollte : Auch nicht gerade eine Einladung,  Microsoft -Produkten treu zu bleiben.

    Da kommt man sich ja als “Selber-Schrauber”,  der seine PC-Hardwarekonfiguration vielleicht auch zwischen 2 Updates ändern könnte, fast schon als “Aussätziger” vor.

     

     

     

     

     

     

     

     

  • Erich Pekar
    Teilnehmer
    Post count: 135
    #33263 |

    Großes Update für Windows 10: Ablaufdatum für Billig-Rechner

    http://derstandard.at/2000037744810/Grosses-Update-fuer-Windows-10-Ablaufdatum-fuer-Billig-Rechner

    Hardware-Anforderungen steigen mit “Anniversary Update”, einige Tablets und Convertibles halten nicht mehr mit

    In diesem Sommer soll mit dem “Anniversary Update” die erste umfangreiche Aktualisierung für Windows 10 erscheinen. Einige Änderungen und neue Funktionen sollen in Microsofts aktuellstes Betriebssystem Einzug halten. Damit werden allerdings auch die offiziellen Hardwareanforderungen steigen. Das könnte zum Problem für billigere Windows-Devices, die in den vergangenen Monaten erschienen sind. Denn einige dieser Geräte erfüllen diese Vorgaben nicht.

    Die erwähnten billigen Geräte sind aber meist so gebaut, dass ein RAM-Upgrade gar nicht erst möglich ist. Üblicherweise ist der Arbeitsspeicher hier direkt mit dem Motherboard verlötet. Erschienen sind sie vorwiegend in der zweiten Jahreshälfte 2015. Viele auch schon davor, sie ließen sich allerdings mittels Gratis-Upgrade von Windows 8.1 auf Windows 10 aktualisieren.

    Die nächste Krux: Die aktuellen Richtlinien sehen vor, dass zumindest Windows 10 Home auch keine Sicherheitsupdates mehr bekommt, wenn es nicht bei den Feature-Upgrades am aktuellen Stand ist, berichtet Heise. Nutzer würden somit nicht nur um neue Funktionen umfallen, sondern könnten auch ein Sicherheitsproblem bekommen. Nutzer, die ältere Geräte nicht von Windows 8.1 hochgezogen haben, kriegen laut Lifecycle-Tabelle noch bis Januar 2018 normale Aktualisierungen und bis Januar 2023 Sicherheitspatches.
    Dementsprechend rät Heise Besitzern von solchen Rechnern derweil vom Windows 10-Update ab. Zumindest bis Microsoft sein eigenes Richtlinien-Dilemma beseitigt hat.

    Also bin ich mit meinem Unverständnis der Update-Politik von Microsoft doch nicht ganz alleine.
    Da lockt Microsoft seine Kunden, möglichst rasch auf Windows 10 umzustellen, führt dann zwangsweise laufende Updates ein, deren Zeitpunkt und Umfang durch die Windows-Benutzer nicht mehr wählbar ist – um eben Sicherheitslücken durch sonst zu spät aber wahlfrei durch den Windows-Benutzer durchgeführte Updates zu vermeiden, und liefert nach erfolgter Umstellung dann selbst keine Sicherheitsupdates mehr aus, wenn die Hardwarekonfiguration beim Benutzer nicht dem von Microsoft vorgegebenen Letztstand entspricht.
    Gerüchten zufolge, soll mit dem heurigen “Anniversary-Update” der TPM (Trusted Processing Modul) zwingend vorgeschrieben werden. Selbst bei soeben (2 Monate vor dem Update) neu gekauften Motherboards, ist dieser Modul noch nicht enthalten und bestenfalls nur ein Stecker für den Anschluss eines derartigen Moduls vorhanden.

    Offensichtlich hat Microsoft mit den automatischen Windows-Updates nun endlich einen wirksamen Mechanismus gefunden, doch endlich die ohnehin nur lästigen bzw. nörgelnden und stets unzufriedenene Endkunden zu vertreiben. Dass aber dann in Unternehmen unter den Mitarbeitern bald kaum mehr Sympathisanten von Microsoft-Produkten zu finden sein werden und damit in absehbarer Zeit auch in Unternehmen immer öfter auf Produkte von Microsoft verzichtet werden wird, das wurde von den Marketing-Strategen bei Microsoft offenbar zu wenig bedacht.

  • Fritz Stockhammer
    Teilnehmer
    Post count: 155
    #33270 |

    Will Microsoft nun mit Gewalt die Privatkunden vertreiben?
    Damit sind dann wohl die Microsoft Handys weg vom Fenster!?

    Ich sagte es ja schon, entweder zu Linux, BSD oder Mac OS X wechseln!
    Auch wenn das nun nach Microsoft Bashing klingt!

  • Gottfried Wimmer
    Teilnehmer
    Post count: 1
    #33288 |

    Ich habe mir schon vor ca. 15 Monaten so ein Schmarrnfon (lumia 630 Dual Sim) zugelegt – weil das alte den Geist aufgegeben hat und das Lumia günstig war.

    Außerdem schreckt mich die Datenkrake Google ab – denn dort (wie auch beim Gesichtsbuch) ist gar nichts gratis – man bezahlt mit seiner Identität und die geb ich halt nicht her! Und wenn schon einer meinen Rechner verwenden will, dann soll er sich an dessen Kosten beteiligen!

    Das mit dem Windows 10 kann ich nicht wirklich einschätzen – was werden wohl die Softwarehersteller sagen, wenn keiner mehr ihre Windowsversionen kaufen wird? Vermutlich wird der Otto.Normalverbraucher den ganzen Werbeschmarrn auch unter Windows mitmachen und sich über ihre gehackten Geräte und augespähten Bankdaten wundern.  Ein paar ewig Gestrige werden ihre Bankgeschäfte eben in den Filialen abwickeln und auf den zweifelhaften “Online-Komfort” der Banken verzichten solange die nicht die Haftung uneingeschränkt übernehmen.

    Was ich mir wünsche ist das Recht des österr. Staatsbürgers auf mindestens eine falsche  Identität im Inderned und das recht auf “KeinKonto”. Und harte Strafen für diejenigen, die NICHTS zur Sicherheit beitragen (Paypal, Postbank, Raiffeisen, …) und Hinweise auf PishingeMails in ihrem Namen mit penetrater Regelmäßigkeit “net amoi ignorieren”.

    Von Mikrosoft wünsche ich mir eine klare Antwort, ob Konsumenten als Kunden (noch) erwünscht sind oder eben nicht.

  • Erich Pekar
    Teilnehmer
    Post count: 135
    #33301 |

    Allerdings :
    Je weniger verbreitete ein Betriebssystem ist, bzw. je weniger Anwendungen/Apps  dafür neu geschrieben werden, desto “uninteressanter” werden die damit ausgestatteten Geräte auch  für Angreifer – weil eben  der Aufwand eines Hacks für die wenigen dann noch bei diesem Betriebsystem verbliebenen User sich einfach nicht mehr lohnt und die Chance mit einem deratigen Hack auch einen “großen Fisch” an Land zu ziehen,  immer geringer wird.

    Vermutlich wird sich Microsoft,   da aber trotzdem noch stark “anstrengen” müssen, um in den Rang eines derartig “marginalisierten” Betriebssystems zu rutschen.

    Vor Kurzem habe ich mir  – einfach aus ganz naivem Interesse heraus – einmal das Windows-Insider-Programm  ( https://insider.windows.com/ )  etwas näher angeschaut – vor allem auch hinsichtlich der Teilnahmebedingungen ( https://insider.windows.com/Home/TermsOfUse ). Ich konnte aber keinen einzigen Punkt finden, der mir als möglicherweise (noch) Windows -“Infiziertem”  eine Teilnahme an diesem Programm erstrebenswert erscheinen lassen würde.
    Vielleicht ist daher genau dieses Insider-Programm  auch eine Ursache der – vielleicht nur aus “falscher” User-Sicht beobachteten – Probleme der aktuellen Windows  Entwicklung : Microsoft hat – wie auch andere Firmen – zumindest einen Teil seiner Entwicklung ( bzw. der Usability-Tests) in “die Crowd” ausgelagert.

     

     

     

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