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    • Erich Pekar
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      #27974 |

      http://derstandard.at/2000029787814/Streaming-Probleme-UPC-und-Netflix-schieben-sich-gegenseitig-Schuld-zu

      Kundenprotest über Störungen – UPC: Netflix hat umgestellt, Netflix: UPC liefert suboptimal aus


      Eine Häufung von Beschwerden durch Kunden des Providers bestätigt auch Netflix auf Screenshots aus einem Support-Chat, die ein User auf Reddit geteilt hat. Dort heißt es, die Probleme würden von Unity Media ausgehen, einem deutschen Kabelnetzbetreiber, der wie die UPC auch zum Liberty Global-Konzern gehört. Seit einer dort durchgeführten Änderung würden die Probleme auftreten.

      “Das trifft nach wie vor zu”, heißt es auf Anfrage des Webstandard. Die Streamingdaten kämen seit einiger Zeit in geringerer Qualität über den Schnittpunkt ins UPC-Netz. Einen Grund für diese Änderung wisse man nicht. “Das UPC-Netz ist offen, die Kapazität ist vorhanden. Wir finden das schade, da die Kunden ja für Netflix bezahlen”, so die Stellungnahme weiter. Der Verursacher der Misere sei eindeutig der Videodienst selber, die Übertragung habe “bis vor einiger Zeit” ja noch gut funktioniert. Aufgetauchte Kundenvorwürfe, laut denen Netflix aktiv gedrosselt würde, weist man zurück: “Es gibt keine Drosselung.” – derstandard.at/2000029787814/Streaming-Probleme-UPC-und-Netflix-schieben-sich-gegenseitig-Schuld-zu

      Falls tatsächlich von UPC die Bitraten für Netflix-Inhalte nicht bewusst gedrosselt  – und damit die Netzneutralität verletzt – wurden, dann wären die im Artikel beschriebenen Probleme eher ein Hinweis, dafür dass mit massivem “Fluten” des Internet mit Unterhaltungsangboten ( naturgemäß hoher Bitrate )  jedes Netz “in die Knie” gezwungen werden kann – vermutlich auch dann,  wenn alle Netzteile in  Glasfaser betrieben werden würden .
      Netzbetreiber sind – wie jedes andere Unternehen auch –  verpflichtet, wirschaftlich zu handeln  und jede verlegte Leitung ( bzw. logischer Kanal ) der/die nicht genutzt wird –  auch tatsächlich  Kontent ausliefert-,  ist eine unötige Investition und es wird daher eine Mindestauslastung aller Leitungen ( vor allem auch im “Backbone” )  angestrebt, die nicht unterschritten  werden soll. Reservekapazitäten  ( für zusätzlichen Verkehr ) sind daher nur in einem Mindestumfang für Ersatzwege im Störungsfall vorhanden, um die vorgeschriebene bzw. versprochene Netzverfügbarkeit nicht zu unterschreiten.
      Wenn nun ein – üblicherweise iternationaler, großer  – Content-Anbieter beschließt, mit Angeboten hoher Bitrate die Kunden – in den Netzen verschiedener Betreiber ( UPC, A1, ….  ) – zu “versorgen”, so kommt es dann – wegen nicht vorhandener Netzreserven ( die aber zur Auslieferung dieses zusätzlichen Contents benötigt werden würden)  –  zu den im Artikel beschrieben Problemen.
      Und vermutlich sind beide Vorwürfe zutreffend :
      Es wird sowohl Netflix die Qualität (Bild-Auflösung ) seines Angebotes reduzieren müssen, um-  in bekanntermaßen immer zu knapp bemessenenen Netzen – überhaupt ein Angebot ausliefern zu können und es wird tasächlich auch  dann noch Störungen ( Aussetzer)  geben , weil selbst diese Reduktion der Qualität des Netflix-Contents die “wenig performanten” Netze überfordert.
      Ein Nebeneffekt der Netzneutralität führt zu den Stoßzeiten ( bzw. Hauptverkehrszeiten)  dann dazu,  dass auch anderer Content nicht mit den sonst gewohnten Bitraten ausgeliefert werden kann. Solange davon keine “wichtigen” Angebote/Dienste/ Services betroffen sind, wird das glücklicherweise aber vermutlich kaum irgendwer wirklich merken.
      Sosehr  man den ( bzw. manchen) Netzbetreibern sonst unzureichenden Netzausbau (vor allem für flächendeckends “wirkliches” Breitband)  vorwerfen kann ,  in diesem Fall kan ich mich den Vorwürfen gegen Netzbetreiber  nicht anschließen.

      Die Netzbetreiber ( UPC, A1 )befinden sich  in der (aus finanzieller Sicht glücklichen ? ) Situation eine Kaufmannes, dessen Ware wegen übergroßer, “plötzlicher”  Nachfrage  nun offenbar ausverkauft ist. Jeder Kaufmann wird sich  – schon aus Eigeninteresse  – sicher bemühen, möglichst bald wieder Ware anbieten zu können, da er sonst Kunden an seine  Konkurrenz verliert.

      Dass von den aktuellen Problemen  nicht alle Netzbetreiber  gleichartig betroffen sind, hängt vermutlich von der Anzahl der Netflix-User in diesen Netzen und der Ausbauphilosohie  (z.B. Umfang der Netzreserven ) der jeweiligen Betreiber ab.

      Nachdem bei großen Netzbetreibern entsprechend lange Vorlaufzeiten ( 1-2 Jahre ) erforderlich sind, um sich dem (offenbar unerwartet ) geänderten Bedarf anzupassen , wird’s wohl noch einige Zeit dauern, bis diese Engpässe (so es überhaupt welche sind) auch behoben sein werden.

      Letzlich wird es vermutlich erforderlich werden, die verfügbaren Netzkapazitäten – und die damit erreichbaren bzw. erforderlichen Bitraten – auf geeignete Weise zu “bewirtschaften”, auch wenn diese Bezeichnung  vielleicht für  Viele  “ideologisch angehaucht”  sein wird. Eine Form  der Bewirtschaftung könnte die rechtzeitige Anmeldung und Planung großer Datenströme hoher Bitraten sein und die Ablehnung des Weitertransportes von Datenströmen durch die jeweiligen Netzbetreiber, falls diese Anmeldung nicht rechtzeitig erfolgt sein sollte.
      Falls es in Zukunft nicht entsprechende Mechanismen zur Planung  von großen beabsichtigten Datenströmen (mit hohen erforderlichen Bitraten)   kommen sollte, könnten letztlich irgendwann auch gegen Netzinfrastrukturen DoS (Denial of service) – Angriffe gestartet werden, die durch relativ plötzlich auftretende neue Datenströme großen Volumens und hoher Bitrate auch alle anderen bereits lange vereinbarten und genutzten Datenströme dann behindern/stören könnten.

       

       

       

       

       

       

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    • Werner Illsinger
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      Post count: 55
      #27983 |

      Lieber Erich!

      Das was Du immer wieder schreibst, könnte Sinn machen, wenn alle Videodienste bei allen Providern Probleme hätten. Das ist aber nicht der Fall. NetFlix und die ORF TVThek funktionieren bei allen Providern. Nur zwei Provider werden immer wieder in den Medien genannt – dass sie Probleme mit Ihrem Netz haben: A1 und UPC.

      Komischerweise sind genau diese zwei Provider in Österreich auch die beiden die am meisten Förderungen aus Öffentlicher Hand erhalten (Breitbandmilliarde).

      Warum also Deiner Theorie folgend können die kleinen Provider besseres Service anbieten als die Großen –  ohne dafür vergleichbare Förderungen zu erhalten?

      Es ist daher klar erkennbar, dass es keine Netzwerkbandbreiten Verknappung gibt. Sonst müssten alle (vor allem kleine, finanzschwächere Provider) die größeren Probleme haben. Haben sie aber nicht. Das zeigt der Netflix Bandbreiten Test ganz klar.

      Zudem ist in Deinem oben beschriebenen Fall nicht einmal UPC schuld. Wie aus dem Text hervorgeht, gibt es irgendwo an anderer Stelle ein Netzwerk oder Übergabeproblem.

      Es mangelt also garantiert nicht an Bandbreiten. Seit den Konkursen von großen Telekom Providern und der .COM Blase sind gerade im Backbone so viele Dark Fiber Kabel im Boden vergraben die nur darauf warten genutzt zu werden.

      Was aber ein Problem ist – ist dass die öffentliche Hand bestimmte Provider fördert eine alte Technologie aufzumotzen (Kupfer). Und damit verhindert dass in die richtige Technologie investiert werden kann (vor allem bei der “last mile”).

      Hier würde nur helfen das Netzwerk wie bei allen anderen Diensten (Strom, Gas, Kanal, Straßen, Bahn, …) von einem Betreiber aufbauen zu lassen – und alle anderen diese Dienste zu gleichen Bedingungen zu nutzen. Dieser Netzbetreiber könnte dann auch ohne Wettbewerbsverzerrung vom Staat oder Land gefördert werden.

      Solche Meldungen dienen oft dazu dem Otto Normalverbraucher einzureden, dass der böse Nachbar schuld daran ist, dass entweder sein Internet so teuer ist, oder dass der böse Nachbar daran schuld ist, dass er nicht surfen kann. Und manche spielen bei dem Spiel auch wirklich mit.

      Liebe Grüße
      Werner

    • Erich Pekar
      Teilnehmer
      Post count: 135
      #27995 |

      Das was Du immer wieder schreibst, könnte Sinn machen, wenn alle Videodienste bei allen Providern Probleme hätten. Das ist aber nicht der Fall. NetFlix und die ORF TVThek funktionieren bei allen Providern. Nur zwei Provider werden immer wieder in den Medien genannt – dass sie Probleme mit Ihrem Netz haben: A1 und UPC.

      Es ist hier immer die saubere Unterscheidung zwischen der Provider-Rolle ( verantwortlicher “Lieferant” für Dienste / Services / Content – nicht aber für Planung, Bau und Betrieb  für den Transport erforderlichen Netze ) und Netzwerkbetreibern (verantwortlich für Planung, Bau und Betrieb  des – bzw. eines Teil- – Netzes – nicht aber verantwortlich für im Netz – unter Beachtung der Netzneutralität – transportierte Dienste / Services / Content ) erforderlich.

      Reine Netzbetreiber – ohne gleichzeitig auch eigenen Content – anzubieten gibt es in Österreich nicht. Wenn also “fremder Content” ( wie z.B.Netflix ) in eigenen Netz (wie z.B. UPC) dem eigenen Content Konkurrenz machen sollte, so wird dies  die Absätze des eigenen Contents nicht unbedingt fördern. Die Versuchung liegt daher nahe, fremden Content nicht gerade  auf “Autobahnen” durch das eigene Netz  zu transportieren, selbst wenn dann dem eigenen Content noch genug Spuren der Autobahn zur Verfügung stehen sollten.
      Um nun zu verhindern das  fremder ( “gefährlicher”) Content  nur auf der 1.Spur mit 60 “dahinschleichen” darf, der eigene ( ohnehin stets “absolut ungefährliche”) Content aber auch die restlichen Spuren ohne Geschwindigkeitsbeschränkung benutzen darf, wurde die Netzneutralität  gefordert, die leider nur in den USA  uneingeschränkt  gelten soll. In Europa wird die Netzneutralität nur bedingt eingeführt, sodaß nun – wieder entsprechend dem Bild der Daten-Autobahn von oben – die dritte Spur der Daten-Autobahn mit “unbeschränkter Geschwindigkeit” den Rettungsdiensten ( “besonders wichtigem” Content ) vorbehalten bleiben sollen und auf den verbleibenden Spuren – aus Sicherheitsgründen – um den Verkehr auf der 3.Spur nicht zu gefährden – eine allgemeine Geschwindigkeitsbeschränkung engeführt wird, da sonst ( bei fehlender  Geschwindigkeitsbeschränkung ) alle (Daten-)Autobahnen massiv ausgebaut werden müssten.

      Allerdings ist aus dem  Bereich der realen  Autobahnen ( mit Auto und LKW-Verkehr ) schon lange bekannt, dass noch mehr Autobahnen noch mehr Verkehr anziehen und Probleme mit Verkehrstaus ohne andere, begleitende, Maßnahmen damit innerhalb kürzester Zeit wieder auftreten – siehe auch die nun dringend erforderliche “Entlastung” der Südosttangente in Wien , die ursprünglich selbst die Aufgabe der Entlastung anderer Straßenzüge in Wien hatte.

      Auch ist es für Außenstehende (z.B.  einzelne Kunden ) nicht überprüfbar, ob nun Probleme mit z.B. ruckeligen Videos nur auf “allgemeine technische Probleme”  im Netz ( oder vielleicht  sogar im eigenen Gerät ) zurückzuführen sind , oder auf bewusste Behinderung  bestimmten Contents bestimmter Provider durch Netzbetreiber in der gleichzeitigen Rolle  als konkurrierender Provider. Wir wollen den Netzbetreibern hier gar nicht Unwahrheiten vorwerfen, können ihren Versicherungen anderen Content nicht technisch aktiv “auszubremsen”  halt nur glauben.

      Ob überhaupt und in in welchem Ausmaß bei Netzbetreibern  mit hohen Datenmengen bei gleichzeitig Bitraten beim Konsumenten dersjeweiligen Contents Probleme auftreten, ist von der jeweiligen “Netz-Philosophie” des Netzbetreibers und der Anzahl der  gleichzeitigen User bestimmten Contents  in dessen Netz abhängig.  So werden sicher Privatkunden  in einem überwiegend von Geschäftskunden genutzten Netz sicher abends beste Netzbedingungen vorfinden – zumindest solange Privatkunden in diesem Netz in der Minderzahl bleiben.
      Auch glaube ich nicht,  dass sich rein private User – zumindest derzeit –  Tarife leisten können, mit denen sie bei  garantieren  50  MBit/s ( oder höher ) unbeschränkte Datenmengen konsumieren können. Ein privater “Normal-User” kann von solchen Werten wohl nur träumen. Es gibt allerdings auch angenehmen “Ausnahmesituation” in sonst eher als “unterversorgt” bekannten Gebieten : dann wenn z.B. die benachbarte Feststation des Mobilnetzes gerade für höhere Bitraten  aufgerüstet wurde, diese aber  – z.B. zufolge der “dünnen” Besiedelung – noch nicht an ihre Auslastungsgrenzen stößt. Dann kann durchaus der Fall auftreten, dass auch “normale” Mobil-User tatsächlich die Bitraten konsumieren können,  die ihnen auch verkauft wurden. Für Normaluser ( nicht LTE ) wird diese aber derzeit vermutlich  bei  ca. 10 MBit liegen.
      Dass A1  und UPC  immer wieder Netz-Probleme haben, liegt vielleicht auch daran, dass diese beiden Netzbetreiber – primär aus historischen Gründen – über ihr Netz die meisten Kunden (verglichen mit anderen östereichischen Netzbetreibern) versorgen und aus  – vielleicht falsch “verstandener” Sparsamkeit aber auch aus regulatorischen Gründen keine Investitionen in vorausschauenden Netzausbau ( “strategische Netz-Reserven” ) getätigt  haben.

      Komischerweise sind genau diese zwei Provider in Österreich auch die beiden die am meisten Förderungen aus Öffentlicher Hand erhalten (Breitbandmilliarde).

      Dass diese den größen Anteil erhalten,  ist eigentlich sogar logisch, da die Breitbandmilliarde  primär in die “letzte Meile” zu investieren ist, und zufolge der Anzahl der  dort zu erreichenden  Konsumenten die Wirksankeit dort wohl am höchsten sein dürfte – auch wenn natürlich auch  parallellaufende Verstärkungen im Backbone erforderlich sind.

      Warum also Deiner Theorie folgend können die kleinen Provider besseres Service anbieten als die großen –  ohne dafür vergleichbare Förderungen zu erhalten?

      Die ( Bitraten-abhängige) Qualität dieser Dienste wird weniger durch die Provider, als durch die Netzbetreiber sichergestellt – und das weil diese vielleicht bessere, sich gegenseitig – hinsichtlich der Verkehrsbelastung des Netzes – ergänzende Kundenstrukturen aufweisen , bzw die Anzahl der Kunden für diese sensitiven Video on Demand  – Dienste  in Relation zu sonstigen Kunden vermutlich eher klein sein dürfte.

      Und dass auch andere Netzbetreiber ( außerhalb von Österreich ) mit den hohen Bitraten von Unterhaltungsangeboten Probleme haben, ist vielleicht nur ein Hinweis darauf, dass die Ursache dieser Probleme nicht nur die “Unfähigen” innerhalb  österreichischer Netzbetreiber sein könnten.

       

    • Erich Pekar
      Teilnehmer
      Post count: 135
      #31627 |

      http://derstandard.at/2000032038913/UPC-Nutzer-klagen-ueber-laufende-Internet-Probleme

      Gerade zu Spitzenzeiten sei Netz teils unbenutzbar – UPC sieht kein Problem

      Mit dem Boom von Videostreamingservices wie Netflix oder Amazon Prime sind auch die Anforderungen an Internetanbieter deutlich gewachsen. Doch längst nicht jeder Provider scheint diesen auch gewachsen zu sein. So mehren sich in den letzten Wochen die Beschwerden über Kabelinternetanbieter UPC. Gerade zu Spitzenzeiten zeigt sich bei den betroffenen Usern eine massive Reduktion der Performance.

      Da auch mehrere WebStandard-Redakteure von den Problemen betroffen sind, haben wir bei einem der betroffenen Accounts (innere Bezirke in Wien) nachgemessen. Dabei zeigt sich bei einem Top-Fit-Anschluss von UPC (beworben mit 250/25 Mbit/s) im Optimalfall ein Downstream von 140 Mbit/s. Ein durchaus zu erwartender Wert für derartige “bis zu”-Bandbreitenversprechen. Allerdings wird dieses Performance-Niveau praktisch nur mehr am frühen Morgen erreicht. Sonntagsabend sieht die Situation dann ganz anders aus: Hier bricht die Bandbreite auf – nicht stabile – 1,9 MBit/s ein, und auch die Reaktionszeiten verzögern sich drastisch.

      So wirft der Streaming-Anbieter dem Provider vor, suboptimale Wege für die Übertragung zu nutzen. UPC wiederum behauptet, Netflix würde schlicht zu wenige Daten an die eigenen Kunden liefern. im Netflix-Speed-Index führt dies dazu, dass UPC in den letzten Monaten von durchschnittlichen 4,15 Mbit/s auf 2,78 Mbit/s abgestürzt ist.

      Das UPC in diesen Vorwürfen (noch) kein Problem sieht ist durchaus nachvollziehbar :
      1. Gibt es keine garantiert zugesagte Bitrate – lediglich eine unter besten Bedingungen maximal erreichbare ( im Klein-Gedruckten ohnehin immer angemerkt) – daher kann UPC von Niemandem Vetragsverletzung wegen zu geringer Bitraten vorgeworfen werden.
      2. Hat UPC offenbar auch noch keine Absatzprobleme bzw. Kundenverlust zu beobachten – denn erst dann würden diese Vorwürfe ein wirkliches Problem werden, falls vieleicht nicht ohnehin der Anteil der – vermutlich eher “unrentablen” – Privatkunden am Gesamtkundenmix abgebaut werden sollte.

      Die Beobachtungen der Redakteure des WebStandard deuten darauf hin, dass die Engpässe der Bitrate auch Verträge mit hohen Bitraten betreffen und die Vermutung naheliegt, dass diese Art von Engpässen nicht primär das Backbone – die Leitungene zur/in die/der Internet-Wolke betreffen, sondern die “letzte Meile” zum Kunden. Denn die Backbone-Leitungen könnten zmeist relativ schnell verstärkt werden, die Leitungen zu Kunden haben aber physisch begrenzte Übertragungskapazitäten (schon allein auch wegen der nicht “beliebig” erweiterbaren Übertragungskanäle), sind oft auch von der Art der Nutzung der benachbarten Leitungen im gleichen Kabel (zumeist anderer Betreiber abhängig) – und können zumeist nicht ohne größerem Bauaufwand – und damit auch entsprechendem finanziellem Aufwand – ausgetauscht werden.
      Netzbetreiber mit einem – in Relation zur Anzahl der Business-Kunden – geringen Anteil von (Streamingdienste nutzenden) Privatkunden in einer bestimmten Region, haben dort auch weniger Beschwerden wegen zu geringer Bit-Raten.
      UPC und A1 haben waren aus historischen Gründen immer schon jene Netzbetreiber, die viele (bzw. ursprünglich sogar alle) Privatkunden mit Telekommunikationsdienstleistungen bzw. Fernsehen über Kabel versorgt haben. Ihr schlechtes Abschneiden hinsichtlich der durchschnittlich ereichbaren Bitraten in deren Netzen ist daher weniger auf einen zu schwachen Netzausbau zurückzuführen, sondern eher auf deren große Anzahl von Privatkunden mit zeitlich gleichem Nutzungsverhalten (z.B.: Video-Streaming außerhalb der Bürozeiten) – das seit ca. 1 Jahr massiv zugenommen hat.
      Aus wirtschaftlichen Gründen war es bisher (und ist es auch weiterhin) nicht vertretbar, Netze für vorher nicht kalkulierbare, lediglich vermutete – Spitzenauslastungen auszulegen. Wie ein bestimmter Streamingdienst in vielleicht 2 Jahren angenommen werden wird, kann aus heutiger Sicht nicht wirklich erkannt werden – insbesonders dann, wenn Diensteplaner (z.B. irgendein Provider im Ausland) und Netzbetreiber sich nicht schon jahrelang vorher dazu absprechen – und ihre “Geschäftsgeheimnisse” dazu gegenseitig offen legen.
      Schon zu Zeiten des Analog-Telefons war es bei Netzüberlastung durchaus üblich, gezielt Teile des Netzes außer Betrieb zu nehmen, um die wichtigsten Grundfunktionen des damaligen Telefon-Netzes weiterhin in Betrieb halten zu können.
      Bei Kenntnis dieses Umstandes sind die gegenseitigen Vorwürfe von UPC (Netflix liefert “heruntergerechnete” Auflösungen der Streams) bzw. von Netflix (UPC verwendet suboptimales Routing der Netflix-Angebote) beide vermutlich zutreffend :
      UPC muss – Netzneutralität hin oder her – sein Netz vor einem “Totalzusammenbruch”, schützen indem es die Spitzen des Verkehrs mit höchsten Bitraten kappt (nicht mehr alle Verbindungen kommen zustande, Verbindungen brechen ab, Streams “ruckeln”) und Netflix reduziert “freiwillig” die Auflösung und damit die Bitrate seiner Streams, weil sonst kaum einer seiner Kunden bei UPC überhaupt noch das Netflix-Angebot konsumieren könnte – besser “schlecht” als gar nicht.
      Tatsache bleibt aber:
      Jedes Netz ( die letzte Meile, aber auch das Backbone) ist unabhängig von seiner aktuellen Bewertung nur für bestimmte – stets begrenzte – Bitraten (bei einem angenommen durchschnittlichen Verhalten aller Benutzer des Netzes ) ausgelegt. Dieses Verhalten der Nutzer kann sich in Abhängigkeit von den angebotenen Diensten ( z.B. hochauflösende Videostreams ) und der für Kunden angebotenen Endgeräte ( z.B hoch- und höchst-auflösende Bildschirme) “schlagartig” ändern. Jedenfalls ist aber das Einschalten eines neuen Dienstes bei einem Provider (der nicht selbst auch Netzbetreiber ist) und die Aufstellung neuer privater Endgeräte bei interessierten Kunden mit weniger Aufwand verbunden, als das Netz für die erforderlichen höhere Bitraten und das geänderte zeitliche (und mengenmäßige) Nutzerverhalten entsprechend “fit” zu machen.
      Hinzu kommt das Problem der großen “marktbeherrschenden” Netzbetreiber, denen durch die Regulierungsbehörde der vorsorgliche Netzausbau wirtschaftlich untersagt wird, da Netzbetreiber diese Reserven dann oft “zu billig” der Komkurrenz überlassen müssen, und diese Leitungsreserven daher zumeist nicht für eigene langfristige Planungen verwendet werden können.
      Abhilfe könnte hier nur eine einheitliche österreichweit agierende TELEKOM-Infrastrukturgesellschaft unter staatlicher Aufsicht bringen, in die alle in österreich agierenden Telekom-Betriebe ihre eigenen Netze ( bzw. ihre Netzbereiberfunktion) einzubringen hätten.

    • Fritz Stockhammer
      Teilnehmer
      Post count: 155
      #31641 |

      Ist von UPC nun eher die Internetversorgung über das TV Coax Kabelnetz gemeint?

      Oder jene Versorgung über das Telefonnetz mit ADSL/XDSL/VDSL(VDSL2+)?

      Da es vorrangig Wien betrifft, tippe ich da auf das Coax Kabelnetz, bei dem sich alle Nutzer, welche da auch einen Strang „sitzen“, die Bandbreite teilen.

    • Erich Pekar
      Teilnehmer
      Post count: 135
      #31650 |

      Ich war bisher der Meinung das UPC seine Dienste stets über ihre KOAX-Infrastruktur anbietet.

      Das Problem der “geteilten Bandbreite”  in der letzten Meile besteht grundsätzlich bei allen Anschlusstechniken ( Funk und -auch Koax- Kabel ) – ausgenommen Glasfaser (FTTH – fibre to the home).

      Das “Vectoring” bei VDSL2 ( https://de.wikipedia.org/wiki/VDSL2-Vectoring ) , mit dem die gegenseitige Beinflussung von Kupfer-Adernpaaren in einem Kabel reduziert werden soll, setzt voraus, dass der Netzbetreiber der in einem Kabel Vectoring einsetzen will, über alle Adernpaare in diesem Kabel auch die Kontrolle hat – nur seine Kunden über dieses Kabel versorgt werden und nicht einzelne Adernpaare der Konkurrenz überlassen werden mussten.  Diese Technik ist daher nur in jenen Regionen anwendbar, wo sich nicht 2 Netzbetreiber hart konkurrenzieren – in alten Bereichen von Ballungsräumen kann daher diese Technologie (Vectoring ) üblicherweise nicht verwendet werden.

      Die einzige Maßnahme, die Bitrate in Ballungsräumen tatsächlich wirksam zu erhöhen, ist auch dort daher der Austausch der Kupferleitungen gegen Glasfaser – und das kostet und dauert jedenfalls mehr bzw. länger, als die Einschaltung neuer Streamingdienste. Solange wir auch in den Ballungsgebieten nicht alle Haushalte mit Glasfaser  versorgt erhalten, werden wir den Flaschenhals für Bitraten-Steigerungen immer in der Letzten Meile behalten.
      Denn selbst in umittelbarer Umgebung des Stadtzentrums in Wien kann für viele Adressen noch nicht einmal ein voraussichtlicher Termin genannt werden, wann dort ein Glasfaseranschluss zur Verfügung stehen wird.

       

       

    • Fritz Stockhammer
      Teilnehmer
      Post count: 155
      #31666 |

      Ich hänge über A1 an einem relativ nahen ARU:
      Downstream Bandbreite: 16760 Kbps
      Upstream Bandbreite: 3136 Kbps

      Max: Upstream rate = 24471 Kbps, Downstream rate = 65954 Kbps
      Bearer: 0, Upstream rate = 3136 Kbps, Downstream rate = 16760 Kbps
      Vectoring state: 3

      https://de.wikipedia.org/wiki/Digital_Subscriber_Line_Access_Multiplexer

    • Richard Drechsler
      Teilnehmer
      Post count: 13
      #31706 |

      @Erich:

      UPC hat irgenwann Inode übernommen, welche damals DSL-Verbindungen über das (entbündelte) Telekom-Netz angeboten hat. Daher kommt es, dass UPC auch DSL-Verbindungen anbietet.

    • Erich Pekar
      Teilnehmer
      Post count: 135
      #31725 |

      http://derstandard.at/2000032165791/Kampfansage-an-A1-UPC-bringt-2017-Internet-mit-5-GBits
      Neue TV-Box vorgestellt – Kunden klagen weiterhin über maues Internet

      Am Mittwochabend hat UPC seine Mitarbeiter und Journalisten in das Wiener Museumsquartier geladen. Geboten wurde ein Ausblick in die Zukunft des Unternehmens. Dieses hat sich zum Ziel gesteckt, die Konkurrenz auf Abstand zu halten und “der schnellste Internetanbieter” Österreichs zu bleiben, wie Manager des Kabelanbieters betonten. Eine Kampfansage, die man 2017 zementieren will. Dann sollen erste Kunden Internet mit bis zu 5 GBit/s nutzen können – aktuell sind es bis zu 250 MBit/s. Dieses 20-mal schnellere Internet liefert der Kabel-Datenübertragungsstandard Docsis 3.1 (Data Over Cable Service Interface Specification), der derzeit Einzug in das Netz von UPC hält.

      Wenn nicht auch in die Leitungen des Netzes – statt nur in die Geräte – investiert wird, wird eine Bitrate von (ohenhin stets nur “bis zu” 5 GBit/s) für die Mehrheit der UPC-Nutzer weiterhin in ferner Zukunft liegen. Und für Demo-User konnte bisher noch jeder Netzbetreiber die Erreichbarkeit höchster Bitraten vorführen.
      Technisch machbar werden derartig hohe Bitraten ohnehin nur über Glasfaser sein ( zumindest mit “Fibre To The Building” https://en.wikipedia.org/wiki/Fiber_to_the_x ). Dann sind aber die Kosten für die letzen 50 Meter Glasfaser bis zum Endgerät des jeweiligen Haushalts auch nicht mehr relevant und der neue “Kabel-Datenübertragungstandard” Docsis 3.1. ( https://en.wikipedia.org/wiki/DOCSIS -gedacht für hybrid fiber coaxial – Netze https://en.wikipedia.org/wiki/Hybrid_fiber-coaxial )  könnte dann auch gleich wieder eingespart werden.
      Gedacht ist Docsis also für TV-Kabelnetzbetreiber, die ohne wesentliche Änderung ihrer Kabelnetze darüber nun auch IP-TV  mit hohen Bitraten anbieten wollen. Fakt bleibt aber weiterhin, dass alle User auf diesem Kabel sich die maximal verfügbare Bitrate – wie schon bisher – teilen müssen.
      UPC-User an entbündelten Leitungen ( an herkömmliche Telefonleitungen) werden jedenfalls diese höheren Bitraten nicht nutzen können.

    • Fritz Stockhammer
      Teilnehmer
      Post count: 155
      #31762 |

      Das Problem für FTTB, noch besser FTTD, stellen die letzten Meter dar. Nicht das Glasfaserkabel an sich stellen den größten Kostenfaktor dar, sondern die, zum Teil hohen, Verlegungskosten.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Glasfasernetz#Fibre_To_The_Desk

    • Erich Pekar
      Teilnehmer
      Post count: 135
      #31771 |

      Grundsätzlich gebe ich Dir schon recht – nur bei dem von Dir erwähnten FTTD ( fiber to the desk ) gibt’s gar keine “letzen Meter”,  weil die Glasfaser dort ohnehin schon bis zur Steckdose beim einzelnen Schreibtisch läuft – das gibt’s aber ohnehin nur in Bürohäusern und Netflix bietet wohl kaum Content der aus beruflichen Gründen im Büro konsumiert wird.

      Und bei FTTB  ( fiber to the building) bei hybrid fiber coaxial – Netzen  sind nur die letzen Meter mit Koaxial-Kabel ( Kupfer) ausgeführt und dort üblicherweise bereits – auch in altem Baubestand – in Verrohrungen  geführt. Für den Austausch dieser letzen Meter Koaxial-Kabel sollten daher eigentlich keine Bau- ( Stemm- ) Arbeiten mehr erforderlich sein. Die Glasfaser-Leitungen könnten dort in bereits bestehenden ( und hoffentlich auch intakten)  Rohranlagen eingezogen – vielleicht sogar eingeblasen – werden.

    • Werner Illsinger
      Keymaster
      Post count: 55
      #31781 |

      Während wir in Österreich halt diskutieren wie schwierig und teuer FTTH ist, machen es die anderen halt inzwischen.

      broadbandIn Japan und Korea sind ca. 70% aller Breitbandanschlüsse Glas. In Österreich ca. 3%. Wenn wir Österreich die Nummer 1 in der digitalen Welt und als Wirtschaftsstandort machen wollen – dann müssen wir das ändern – und nicht die Breitbandmilliarde dahingehend investieren, dass wir aus den Kupferadern noch 1 MBit mehr rausquetschen und uns freuen.

      Quelle: OECD Bradband Report.

      LG Werner

    • Fritz Stockhammer
      Teilnehmer
      Post count: 155
      #31790 |

      Wenn man sieht welche Länder da so vor Österreich rangieren, ist das echt eine Schande für den Hightech Standort Österreich! Und die Deutschen (Exportweltmeister) sind noch eine Spur schlechter.
      Das wird sich eines Tages bitter rächen!

    • Richard Drechsler
      Teilnehmer
      Post count: 13
      #31875 |

      Das Problem scheint immer das gleiche:

      Niemand möchte für das, was er konsumiert ein entsprechendes Entgelt bezahlen, alles soll möglichst gratis sein und dann wundern wir uns, wenn wir nur Schrott bekommen. Der Internetanschluss soll schnell sein, aber nichts kosten. Das Video-Angebot soll umfangreich sein, nach Lust und Laune on demand verfügbar sein und ebenfalls möglichst billig. Somit ist der Internetanschluss nur “bis zu” xx Mbit/s schnell und der Content-Anbieter schert sich nicht darum, wie seine Daten schlussendlich zum Endverbraucher kommen. Es gibt also keine durchgängige Verantwortlichkeit.

      Dummer Weise muss für eine qualitativ hochwertige Leistung schlussendlich immer irgendjemand bezahlen. Bei Open Source Software die Programmierer zumindest mit ihrer Freizeit, für den Netzausbau in Österreich die Allgemeinheit mit der Breitbandmilliarde usw.

      Oft zahlt derjenige, der daran verdient, wenig bis gar nichts – ich kann mir nicht vorstellen, dass Netflix einen Teil seines Gewinns in den Ausbau der Netze der Provider reinvestiert, aber ich kann mich auch irren.

      Für mich stellt sich hier eine grundsätzliche Sinnfrage: Wieviel Bandbreite braucht der Mensch tatsächlich zum Leben? Muss in einem Haushalt jedes Mitglied zu jeder Zeit etwas Unterschiedliches in HD in Echtzeit direkt aus dem Netz anschauen können? (In den meisten Fällen ist es zumindest bei mir daheim aus meiner Sicht ohenhin völlig egal, ob ein Film in HD oder in analoger Qualität läuft, weil ohnehin jeder nebenbei am Handy spielt oder “interagiert” und in dieser Hinsicht bin ich offenbar ein untypischer Nutzer, weil ich mir vorher überlege was ich mir ansehen werde und es dann im Cache,sprich Festplattenrecorder ablege, damit ich es dann bei Gelegenheit lokal abrufen kann).

      Wieder einmal wurde der Allgemeinheit etwas unfertig durchgedacht und unreguliert zur Verfügung gestellt, das dafür ursprünglich nicht vorgesehen war. So wie wir heute im Internet überwiegend noch email per ASCII, SMTP und POP3 ohne sicheren Kanal und ohne Senderauthentifizierung verwenden und die meisten Benutzer gar nicht um Funktion und Gefahren Bescheid wissen (und nicht zuletzt dadurch sich Malware so einfach verbreiten kann), so müllen wir uns unkontrolliert die Netze mit allem Möglichen u.a. Video-Streaming zu – weil es der 0815 User nicht besser weiß und er auch nicht genötigt wird, darüber nachzudenken.

      In Benutzerforen gibt es wenigstens die Netiquette und wer dagegen verstößt, fliegt raus (aber der bezahlt ja in den meisten Fällen auch nicht).

      Und weil wir das Netz sinnvoller Weise weiterhin neutral haben wollen, müssen wir eben auch in Kauf nehmen, dass in manchen Fällen alle Daten gleichberechtigt schlecht durchkommen.

      Mein UPC-Koax-Anschluss hat beim derzeitigen Tarifmodell nominell 75Mbit/s Downloadrate und üblicher Weise schaffe ich zwischen 65 und 70 Mbit/s, und das in einer Wohnhausanlage mit in Summe 3200 Wohneinheiten – anzunehmender Weise zumindest zum Teil ein “shared medium”, vielleicht auch nur ein paar Stockwerke pro Stiege gemeinsam.

      Wann immer irgend etwas zu langsam wird, überprüfe ich die Verbindung mit diversen Speedtests und in den meisten Fällen liegt das Problem nicht an der “letzten Meile”.

      Im Prinzip ist es zwar schön, wenn ein Linux-ISO-Image in ein paar Minuten geladen ist, ich hatte aber auch kein Problem damit, als es 1 Stunde dauerte – wie oft kommt das schon vor. – Und die Clubcomputer-Webseite lädt auch nicht schneller, ob ich nun 6 Mbit/s  oder 60 Mbit/s Downstream habe ;-). Den wesentlichen Inhalt einer Nachricht bekomme ich auch bei niedriger Videoqualität mit. Bei Youtube kann ich auf Pause klicken und warten, bis das Video in den Cache geladen ist.

      Ich bin dafür, dass jedem Österreicher ein angemessen schneller Internet-Zugang zur Verfügung stehen sollte, damit er Anteil am freien Informationsaustausch und Zugriff auf aktuelle Technik (z.B. Download von großen Softwarepaketen) hat.

      Daraus folgt für mich aber weder, dass es “geschenkt” sein, noch dass es FTTH sein muss, es sollte für den Einzelnen jedenfalls leistbar sein.

      Zur Grafik: Hier geht es um Anteil von FTTH an den Breitbandzugängen. Es würde mich interessieren, wie hoch im Vergleich dazu der Anteil der Breitbandanschlüsse an der Gesamtheit der Internetzugänge im jeweiligen Land ist. Wenn ich meine Breitbandstruktur neu aufbaue, und das aktuell mit FTTH, dann ist der Anteil von FTTH an den Breitbandzugängen naturgemäß sehr hoch.

      Und soweit ich im Südwesten von Wien (23. Bezirk, Breitenfurt) mitbekommen habe, wird hier von A1 fleißig “Fiber to the Cabinet” aufgebaut, wo nur mehr die letzten paar Meter ins Haus in Kupfer bleiben.

      Ich sehe darüberhinaus auch nichts Verwerfliches dabei anzudenken, dass man für exzessives Video-Streaming gegen entsprechende Bezahlung einen dedizierten Übertragungskanal, abgekoppelt vom übrigen “Internet” anmieten kann. Als Firma kann ich mir ja auch Standleitungen zwischen den einzelnen Niederlassungen mit garantierter Bandbreite anmieten, die mit dem restlichen Internet nichts zu tun haben.

      Falls obiges zum Widerspruch anregt – soll es auch 😉

    • Erich Pekar
      Teilnehmer
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      #32270 |

      http://derstandard.at/2000033691875/Netflix-gesteht-Drosselung-mobiler-Streams-ein

      Netflix gesteht Drosselung mobiler Streams ein


      Aus Rücksicht auf das begrenzte Datenvolumen mobiler Nutzer hat Netflix offenbar in der Vergangenheit die Datenrate der Streams selber gedrosselt.

      Hiermit sollte sichergestellt werden, dass nicht etliche Zusatzgebühren anfallen, falls ein Netflix-Nutzer das Datenlimit seines Vertrags überschreitet.

      Bisher wurden die mobilen Streams mit einer Qualität von 600 kbit/s übertragen. Mittels der “Data-Saver”-Funktion kann dies nun beibehalten oder deaktiviert werden, wodurch Streams in HD möglich sind. Hierbei gilt es allerdings zu beachten, dass ein zwei Stunden langer Film in HD-Qualität laut dem Wall Street Journal etwa sechs Gigabyte verbraucht.

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