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    • Erich Pekar
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      #17581 |

      http://derstandard.at/2000023451526/Trotz-Windows-10-PC-Absaetze-gehen-weiter-stark-zurueck

      Der Start des neuen Microsoft-Betriebssystems Windows 10 hat das Schrumpfen des PC-Marktes nicht stoppen können. Die Verkäufe im dritten Quartal sanken im Jahresvergleich um 7,7 Prozent auf 73,7 Millionen Notebooks und Desktop-Rechner, errechnete der IT-Marktforscher Gartner.

      Der PC-Absatz ist schon seit einigen Jahren rückgängig, weil Verbraucher und Unternehmen eher zu Smartphones und zum Teil auch Tablets greifen. Auch eine Besserung der Verkäufe nach dem Ende der Unterstützung des betagten Systems Windows XP entpuppte sich im vergangenen Jahr als Strohfeuer.

      Im Gegensatz zu Smartphones gibt es beim PC auf dem heimatlichen Schreibtisch keinen Pestige-Gewinn, für den in immer kürzeren Zeitabständen immer wieder die neuesten Geräte angeschafft werden müssen – einfach um nur “in ” zu bleiben  und nicht als “rückständig” zu gelten.
      Erfreulicherweise – und ganz im Sinne des leider oft missbrauchten Begriffes der “Nachhaltigkeit” – genügt es im Falle vom Defekten am PC, nur das defekte Modul auszutauschen und ist aus diesem Grund  kein Neukauf eines kompletten PC’s erforderlich. Auch kann durch Austausch einzelner Module  der PC oft auf neuere Technologien ( z.B. SSD )  aufgerüstet werden. Der technologische Fortschritt ist derzeit auch nicht mehr so rasant, sodass ein zum Zeitpunkt des Kaufes technologisch aktuelles PC-System durchaus auch 5-10 Jahre brauchbar eingesetzt werden kann und nicht schon nach 2-3 Jahren komplett ersetzt werden muss .

      Eigentlich könnte dieses Konzept der kompatiblen (PC-) Module von verschiedenenen Herstellern auch für viele andere – zumeist hinsichtlich der technischen Komplexität sogar einfacheren – Geräte im Privatbereich übertragen werden. Im Sinne der schonenden Nutzung der Ressourcen unseres Planeten wäre es sogar zu fordern,  dass alle Geräte leicht reparierbar sein sollten  und nur weil eine Teilfunktion gestört ist nicht gleich das gesamte Gerät entsorgt werden muß.
      Die damit einhergehenden wirtschaftlichen Folgen – zufolge geringeren Geräteabsatzes – für Hersteller und Händler sollten in geeigneter Form abgefedert werden. Das Problem des geringeren Absatzes wird zufolge der immer schwächeren “wirtschaftlichen Entwicklung” ( Nullwachstum bzw. sogar Schrumpfung )  und der begrenzten Ressourcen (Rohstoffe) in Zukunft alle produzierenden Branchen treffen. Die IKT Branche könnte in der Bewältigung dieser Probleme  (am Beispiel PC-Markt) vielleicht sogar eine Vorreiterrolle übernehmen.
      Jedenfalls sollten wir uns zufolge dieser (Absatz-) Probleme nicht das Prinzip der Modularität und einfachen Reparierbarkeit unserer PCs  zerstören lassen. Leider ist dieses Prinzip im Bereich der Laptops, Tablets  und  Smartphones  vom Beginn dieser Geräte-Technologien an ohnehin schon fast nicht mehr zu finden.

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