• Erich Pekar
    Teilnehmer
    Post count: 135
    #36688 |

    http://derstandard.at/2000048207468/Video-Streaming-ersetzt-zunehmend-klassisches-TV

    Jeder vierte Nutzer könnte in Zukunft auf lineares Fernsehen verzichten
    Am Frühstückstisch mit dem Tablet, nachmittags im Bus auf dem Smartphone und abends gemütlich auf dem Sofa mit Blick auf den Smart-TV – Fernsehen ist heute unabhängig von Zeit und Ort. Wer richtet sich da noch nach TV-Sendezeiten? Gegenwärtig kann sich jeder vierte Nutzer von Videostreaming (25 Prozent) in Deutschland vorstellen, in Zukunft komplett auf das lineare TV-Programm zu verzichten, sieben Prozentpunkte mehr als 2014. Das ist das Ergebnis einer Befragung von Bitkom.

    Diese “Bequemlichkeit” (und dann auch noch mit immer höheren Bild-Auflösungen) führt aber dazu, dass anderer Content ( der auch hohe Bitraten und kurze Responsezeiten benötigt ) – zufolge der gemeinsamen Nutzung immer nur beschränkt verfügbarer Funkspektren im Feiraum – behindert oder gar  unmöglich wird.

    Selbst sonst technisch eher weniger ambitioniert agierende Politiker haben dieses Problem  offenbar erkannt und verwenden es zur Begründung des Aufweichens der Netzneutralität , mit der “wichtiger Content” (was auch immer damit gemeint sein sollte) bevorzugt behandelt (übertragen) werden sollte, um dessen “Qualität” bzw. Brauchbarkeit nicht – abhängig von der sonstigen Nutzung des Internet z.B. für Unterhaltungszwecke -beinträchtigen zu lassen.

     

     

  • Werner Illsinger
    Keymaster
    Post count: 55
    #36698 |

    Ich sehe seit vermutlich ca. 5,6 Jahren überhaupt nicht mehr Fern im klassischen Sinne, und ich kenne auch sehr viele andere denen es auch so geht.

    Für mich verschwendet lineares Fernsehen (vulgo DVB-T2) Bandbreite die anders besser verwendet werden könnte.

    Mir ist aber klar, dass bei den älteren Herrschaften das vermutlich noch immer ganz anders ist.

    LG Werner

    • Erich Pekar
      Teilnehmer
      Post count: 135
      #36729 |

      @werner :

      Dass Nutzer von linearen Fernsehprogrammen noch nicht ganz ausgestorben sind, hängt wohl nur bedingt mit deren Alter zusammen – schon eher vielleicht mit persönlichen Schwerpunkten in der Lebensführung und der fehlenden “Dringlichkeit” einen bestimmten Film oder ein “besonders  wertvolles” Video unbedingt jetzt und hier ( vielleicht gar als Fußgänger auf der Straße oder als Benutzer öffentlicher Verkehrsmittel in der Straßenbahn oder im Zug)  sehen zu müssen. Diese Dinge ( “sensationelle” Bildperspektiven oder was sonst auch immer ) haben ab einem bestimmten Alter  keine große Bedeutung mehr, da man sie ohenhin schon gesehen hat, oder  deren Inhalt längst nicht so sensationell  oder bedeutend  ist, wie das manche Filmstudios über ihre neuesten Werke regelmäßig wiederkehrend “hinausposaunen”.

      Meine Argumente richten sich ja nicht gegen den Wunsch Filme/Videos dann sehen zu wollen, wenn der einzelne Interessent gerade Lust und Laune hat.
      Zufolge des  – hinsichtlich der konsumierten Datenmengen und kommender, noch höherer, Bildauflösungen –  unbeschränkten Wunsches nach mehr und “besseren” Videos,  wird aber nahezu jede Investition für höhere Bitraten in die Funk-Infrastruktur  der Kommunikationsetze nahezu wirkungslos verpuffen. Denn zufolge (nur kurz nach Abschluss der Ausbaumaßnahmen) tatsächlich nutzbarer höherer Bitraten,  wird lediglich noch mehr Video-Content in noch höherer Auflösung angeboten und konsumiert. Durch die nachteilige  Beinflussung ( z.B. stark Tageszeit-abhängige Bitraten ) anderer Nutzer  an Standorten mit besonders intensiver Nutzung von Video-Streaming werden aber   Verbesserungen (der tatsächlich nutzbaren Bitraten) nur sehr vorübergehend  bzw. nur außerhalb der “Hauptverkehrszeiten” ( der Nutzung von Video-Streaming-Angeboten ) und in eher dünn  besiedelten  Gebieten wirklich spürbar sein.

      Das World Wide Web ist ein bidirektionales Medium, der überwiegende Anteil der Unterhaltungsangebote  ist aber unidirektional. Der größte Teil der Unterhaltungsangebote  im Internet benötigt nur eine Transportrichtung – vom Content-Anbieter zum Konsumenten – und unterscheidet sich vom ehemaligen Rundfunk nur durch die Anzahl der Konsumenten je “Aussendung” .
      In den alten Rundfunkzeiten hatte eine gute Aussendung ( Fersehfilm, Musikprogramm im Radio ) einige hunderttausend – allerdings geschätzt bzw. hochgerechnet und schon gar nicht individell identifizierbare –  Konsumenten. Im Internet hat jede Aussendung ( jeder Stream ) prinzipiell nur einen – dafür aber eindeutig identifizierbaren – Konsumenten.
      In “früheren Zeiten” wäre  eine Aussendung mit nur einem Konsumenten als “unwirtschaftlich” sofort eingestellt worden.
      So ändern sich also die Zeiten : Wenn Konsumenten (bzw. ihre Vorlieben) eindeutig identifiert werden können,  dann sind (technische) Wirtschaftlichkeitsüberlegungen kein Thema mehr.
      Andere Konsumenten  im selben Frequenzspektrum  bzw. am selben Kupferkabel merken durch die stark schwankenden Bitraten aber sehr wohl, dass diese technische Infrastruktur – trotz aller Ausbaumaßnahmen – immer beschränkt bleiben wird – selbst wenn nur die “letzte Meile”des Netzes  unmittelbar zum Konsumenten betrachtet wird. Und mit beschränkten Ressourcen sollte immer sorgsam umgegangen werden – sie sollten jedenfalls nicht “verschwendet” werden.

      Im Zeitalter der optischen Kommunikationsnetze sind Internetanschlüsse über Kupferkabel  oder Funk die “würdigen” Nachfolger der vormaligen “Viertel-Anschlüssse” des Zeitalters der elektromechanischen Vermittlungseinrichtungen.
      Auch bei “Viertel-Anschlüssen” konnte ein Vielsprecher den anderen 3 Fernsprechteilnehmern an der selben Kupferader das damalige Telefonieren  nahezu unmöglich machen. Die “Aufgabe” des Vielsprechers von damals übernehmen heute die Konsumenten von höchstauflösenden Video-Streams.

       

       

       

       

  • Fritz Stockhammer
    Teilnehmer
    Post count: 155
    #36707 |

    Wozu sollte diese Bandbreite denn sonst genutzt werden?

    Für mich wären Informationskanäle abseits und unabhängig von Internet ein Muss!

    Das Internet ist nicht unangreifbar! Und im Krisenfall könnte es leicht zusammenbrechen, auch wenn das so Manchem als unmöglich erscheint!

    Hände weg von terrestrischen Informationskanälen!

  • Werner Illsinger
    Keymaster
    Post count: 55
    #36719 |

    Ich hätte nicht einmal mehr einen Empfänger mit dem ich DVB-T2 empfangen könnte …
    DVB-T2 ist auch verschlüsselt soviel ich verstanden habe, also für Notfallsendungen auch eher wertlos.

    Und ich vermute, dass ich nicht der einzige bin, der DVB-T2 nicht empfangen kann.

    Einzig DVB-S2 Empfänger habe ich noch.

    LG Werner

    • Erich Pekar
      Teilnehmer
      Post count: 135
      #36842 |

      Werner :

      Im Notfall/Katastrohenfall ist vor allem Größe und Gewicht tragbarer Geräte und die Laufzeit der Batterien  bzw. Akkus das primäre Problem. Geräte für Fernsehempfang waren und sind auch aus diesem Grund  gar nicht als Kommunikationsmittel im Notfall geeignet.
      Probleme der Sende/ Empfangstechnik  für (Broadcast-) Notfallkommunikation (Radio alias Hörfunk ) sehe ich weniger in der Verschlüsselung ( die auch nur mit digitaler Übertragungstechnik zu realisieren ist ) , sondern eher in der digitalen Sende-/Empfangstechnik an sich, die dazu führt, dass an Orten wo  mit analoger Sendetechnik (frequenzmoduliert auf UKW oder vormals auch amplitudenmoduliert auf Mittelwelle ) noch verrauschter,  aber durchaus noch verständlicher Hörfunkempfang möglich war , bei Digitaler Aussendung  unter Umständen gar kein Empfang mehr möglich ist, oder zur Sicherstellung der Empfangsmöglichkeit – auch an “schwierigen” Empfangsorten – eine höhere Senderdichte,  als bei analoger Sendertechnik erforderlich ist.

      Gleichzeitig gibt’s die Vermutung, dass die Laufzeit einer Batterieladung bei digitalen Empfängern – auch zufolge des Energieaufwandes für die Entschlüsselung des Empfangssignales – doch um einiges kürzer sein dürfte, als bei rein analoger Empfangstechnik.   So gab es vor einigen Jahren kleine UKW-Empfänger mit Kopfhören ( “Ohrstöpsel”)  die über eine aufladbare Knopfzelle gespeist aus einer kleinen  Solarzelle am Gerät mit Energie  versorgt wurden und ungefähr die Größe einer Streichholzschachtel hatten. Der UKW-Empfang mit diesen kleinen Geräten  war sogar überraschend gut.
      Ich habe bis heute noch kein ähnliches Empfangsgerät für digitale (Radio-)Empfangstechnik gesehen  – weil vermutlich der Stromverbrauch digitaler Empfangsgeräte einfach zu hoch ist.

      Im Notfall genügt ein verständlicher Empfang,  der keinerlei Anspruch auf Konzertklang erforderlich macht und keine Frequenzen oberhalb von 3,5 KHz ( der Grenzfrequenz in der analogen Telefonie ) übertragen muss.

      Streaming  bzw. Video on Demand  über Internet finde ich problematisch, weil hier ein primär unidirektionaler Content über ein bidirektionales Medium ausgesendet wird und zusätzlich über die gemeinsame Nutzung der Frequenzspektren im Freiraum (“Luft”) oder die gegenseitige elektrische Beinflussung ( “Übersprechen”, kapazitive Kopplung) von im selben Kabel geführten Adernpaaren die erzielbaren Bitraten anderer Internetuser aus physikalischen Gründen in der “letzten Meile” beschränkt werden .
      Für Konsumenten von Video-Inhalten wird daher  mit dem Internet das falsche Medium verwendet – und das auch noch mit öffentlicher Förderung  für den Breitbandausbau – also eigentlich Verschwendung  öffentlicher Gelder.
      Unidirektionale Medien stehen eigentlich  durch die zur Verfügung stehenden terrestrischen Frequenzspektren, die Frequnzbänder für Austrahlung über Satelliten und  die ursprünglichen Kabelnetze für leitungsgebundene Aussendung von Fernseh- und Radio-Programmen ausreichend zur Verfügung.
      Das lokale Speichern von derart ausgesendetem Content ist mittlerweile weder ein technisches noch ein finanzielles Problem, nachdem Plattenkapazitäten von 2 Terra-Byte mittlerweile um nur wenig mehr als 100 € erworben werden können. Mit 4 Terra-Byte lokalem eigenen Speicher ( daheim am eigenen Tisch) sollten sich an die 1000 Filme in HD-Auflösung speichern lassen. Mit der wiederholten Betrachtung dieser Filme aus dem eigenen privaten Datenspeicher daheim oder einer Speicherkarte für sein Mobilgerät ,  sollten doch dann auch echte “Video-Freaks” einige Zeit beschäftigt sein, ohne das Netz gleich immer mit extremen Bitraten (und Datenmengen)  belasten zu müssen.
      Die Einzigen , die an derartigen Netzbelastungen wirklich Interesse haben, sind doch nur die Content-Anbieter – üblicherweise internationale Konzerne, deren Geschäftsmodelle dann auch noch aus Steuergeldern (für den Breitbandausbau) gefördert werden.

  • Fritz Stockhammer
    Teilnehmer
    Post count: 155
    #36757 |

    Terrestrische Kommunikation per Funk und diese so einfach wie nur möglich gehalten ist der einzige Garant in einem Katastrophen Fall (der hoffentlich nie eintreten mag) die Bevölkerung zu erreichen!

    Wozu wohl decken sich Blaulicht-Organisationen mit normalen analog Funkgeräten für den Notfall ein?

    Vermesser Jener der glaubt, Strom und Internet seien immer verfügbar! Einen kleinen UKW Radio oder einen kleinen DVB-T2 Fernseher kannst immer mittels kleinen Generator oder anderen lokal verfügbaren Energiequellen betreiben, auch wenn die restliche Infrastruktur zerstört wäre.

    • Fritz Stockhammer
      Teilnehmer
      Post count: 155
      #36855 |

      Ich habe mir bei Tschibo ein Power-bank-Radio gekauft.
      Das hat eingebaute Akkus, FM Radio, Taschenlampe, Stromerzeugung mittels Kurbel.
      Dei eingebauten Akku kann man über USB als auch mittels Kurbeln aufladen – zudem kann man mittels Kurbeln auch Smartphones mit Strom versorgen.

  • Werner Illsinger
    Keymaster
    Post count: 55
    #36766 |

    Das ist ja gut und schön, aber ich habe kein TV Empfangsgerät mehr.

    Ich habe auch keinen Radio mehr im Haus (im Sinne eines klassischen Empfängers). Den einzigen Radio den ich noch habe ist im Auto.

    Was hilft ein Rundfunksender, wenn ihn keiner mehr verwendet.

    LG Werner

    • Erich Pekar
      Teilnehmer
      Post count: 135
      #36910 |

      Wir haben uns hier zwar schon ein ganzes Stück vom ursprünglichen Thema des Threads entfernt, aber eine Antwort zum Thema “Vorsorge für den Notfall” halte ich doch noch für notwendig :

      @werner :  ” … ich habe  auch kein Radio ( im Sinne eines klassischen Empfängers ) mehr zu Hause …”

      Allein schon bei großflächigen technischen Störungen deines Übertragungsmediums “Internet” könnte – bei entsprechend großen technischen Problemen ( auch z.B. Cyberwar-Angriffen)  nicht ausgeschlossen werden, dass gleichzeitig auch Telefonieren ( über Festnetz und Mobilfunk )  nicht mehr möglich ist – und dazu braucht’s nicht notwendigerweise erst einen großen Stromausfall oder kriegsähnliche Handlungen zu geben. Dann hast Du keinerlei Möglichkeiten mehr,  Dir irgendwelche Informationen zu beschaffen, was denn nun wirklich passiert ist, denn dann sind höchstwahrscheinlich auch alle Kommunikationsleitungen deiner Nachbarn oder auch weiter entfernt lebender Freunde auch unbenützbar.
      Für solche und ähnliche Fälle dann in Form eines möglichst einfachen ( und zuverlässig funktionierendem/einfach bedienbaren) Radioempfängers Informationen erhalten zu können, ist doch wohl die einfachste Form der Eigenvorsorge für den Notfall – um auch in solchen Situtionen  sich umsichtig verhalten zu können und nicht zufolge irgendwelcher zu Fuß verbreiteter Gerüchte gar panikähnliches Verhalten anzunehmen.
      Für diese Art der (Kommunikations-) Vorsorge für den Notfall ist es ja ohnehin nicht erforderlich , sich vielleicht gar Brieftauben halten zu müssen , diese regelmäßig zu trainieren und rechtzeitig an alle möglichen Aussender von Notfall-Informationen zu verteilen.
      Aber um die Funktion derartiger Notfall-Kommunikations-Kanäle (wie  terrestrischer Radioempfang) im Bedarfsfall auch wirklich nutzen zu können, müssen diese – wie jedes andere technische Gerät/Verfahren des Alltages  auch – regelmäßg gepflegt und “geübt” werden , und sollten daher auch regelmäßig im Alltag verwendet werden.
      Und technisch so “schlecht” ist doch UKW-Radio  wirklich nicht, zumal auch viele Junge schon so schwerhörig sind, das sie die zugegeben  höhere Dymamik und größeren Frequenzumfang digitalen Contents ja ohnehin oft gar nicht wirklich wahrnehmen können.
      Bleibt nur zu hoffen, dass auch auf Seite der politisch/technisch  Veratwortlichen die Notwendigkeit von technischen “Rückfallmöglichkeiten” auf terrestrische (Broadcast-) Kommunikationskanäle als wichtig erachtet wird.
      Denn welches  Radiogerät sollte beim Ertönen eines Katastrophenalarms  eingeschaltet werden, wenn die Server der anzusteuernden Radio-Portale wegen Überlastung (vielleicht schon im WLAN-Netz)  nicht erreichbar sind , Internetanschlüsse zu diesem Zeitpunkt vielleicht gar nicht funktionieren oder nicht zur Verfügung stehen ?
       

       

  • Fritz Stockhammer
    Teilnehmer
    Post count: 155
    #36775 |

    Einspruch!
    Im Auto läuft bei mir meistens das Radio!
    Und gibt es ein Statistik die beweist, dass Niemand mehr UKW hört?
    Detto was die TV Ausstrahlung betrifft!

    Ich vermute Du befindest Dich damit auf dem Holzweg.

    Trotzdem warne ich vor vorschnellen Schüssen aus der Hüfte um terrestrische Kommunikation abzudrehen – an Frequenz-Kanalmangel liegt das sicherlich nicht, das spiegelt nur die Begehrlichkeiten international tätiger Konzerne wieder.

    Dass Du kein TV Empfangsgerät mehr hast, trifft nicht auf die Mehrheit der Österreicher zu!
    Geh mal in die Medientempel und was da über den Ladentisch geht!

    Das Kino wurde ja auch schon so oft Tot-gesagt, detto die Schallplatte.
    .

  • Werner Illsinger
    Keymaster
    Post count: 55
    #36793 |

    Einspruch angenommen.

    Ich sage ja auch dass ich im Auto (und nur noch dort) noch klassisches Radio höre.
    Zu Hause wird auch ORF Radio nur noch gestreamed.

    Ich habe hier auch einen 42″ Flatscreen stehen – aber der hat einen DVB-T Receiver und damit gar keinen mehr … (gibt es ja nicht mehr). Ich verwende ihn also nur noch als Bildschirm. Ich habe auch im Keller ein Heimkino mit einer Leinwand – aber dort gar keinen Tuner. Das dient nur zum Filme schauen.

    Ich habe noch einen DVB-C2 Receiver – da zeichne ich aber nur noch auf – und sehe Zeitversetzt wenn ich Zeit habe. (Das meiste gibt’s aber auch in der Mediathek – Filme sind ohnehin die x. Wiederholung, und Nachrichten könnte ich auf in der TvThek schauen).

    Wenn man sich die Jugendlichen ansieht, dann fragen die einen ganz komisch – was man denn mit Frensehen meint. Die kennen das Konzept nicht einmal mehr. Für die ist Fernsehen youtoube – oder bestenfalls Mediathek – oder Amazon Prime (Streaming) oder Netflix.

    Ich möchte Euch nur behutsam dorthin führen, dass Fernsehen (liniar, broadcast, zu bestimmten Zeiten ….) ein Konzept von gestern ist – das egal ob da Vorteile dahinter stecken … langfristig nicht überleben wird (bzw. eigentlich schon verstorben ist).

    LG Werner

  • Fritz Stockhammer
    Teilnehmer
    Post count: 155
    #36802 |

    Kurz gesagt – Deinen Aussagen kann ich nicht zustimmen!

    Vielleicht ist es in Wien anders, aber in der viel belächelten Provinz scheinen die Uhren anders zu ticken.

    Und so manche Zukunfts-Vorausschau ging voll ins Leere! Was wurde da nicht schon alles prophezeit!

  • Fritz Stockhammer
    Teilnehmer
    Post count: 155
    #36812 |

    Die Langspielplatte sollte längst nur im Museum zu sehen sein, die heutige Jugend diese gar nicht mehr kennen. Jetzt verkauft sogar Müller LPs.
    Detto die CD, besser gesagt die Musik CD.

    Streams werden kommen und vergehen, „Harte“ Musik und Video Speichermedien werden noch immer bestehen!

    Und das Kino wurde schon so oft „beerdigt“!

    Ich halte vom Glaskugel-Blick gar nichts.

  • Fritz Stockhammer
    Teilnehmer
    Post count: 155
    #36821 |

    Mein neuer Panasonic TV hat auf der Fernbedienung eine [Netflix] Taste – für mich uninteressant.

    Wenn dann suche ich höchstens in den Mediatheken oder auf Youtube nach Filme die ich im Fernsehen verpasste oder vergessen habe diese aufzuzeichnen. Eine Verbindung ins Internet ermögliche ich diesen TV nur wenn ich aktiv im Internet suche, sonst ist diese Verbindung gekappt.

    Bei Musik setze ich ausschließlich auf CD / SACD.
    .

  • Fritz Stockhammer
    Teilnehmer
    Post count: 155
    #36873 |

    Das sollte zu denken geben:
    Ausfälle bei Deutscher Telekom: Hinweise auf Hackerangriff
    http://orf.at/stories/2368588/

    Nach den massiven Störungen bei Anschlüssen der Deutschen Telekom geht das Unternehmen nach eigenen Angaben ersten Spuren eines Angriffs von außen nach. Möglicherweise handele es sich bei den Router-Ausfällen um einen Eingriff von außen – und nicht um einen normalen, aber ebenfalls ärgerlichen Systemausfall, sagte ein Sprecher heute laut dpa.
    „Wir haben erste Hinweise darauf, dass wir möglicherweise Opfer eines Hackerangriffs geworden sind.“ Das würden Analysen der IT-Sicherheit und der Forensiker bei der Telekom nahelegen. Welche Router-Modelle betroffen sind, sei im Detail noch nicht geklärt, sagte der Telekom-Sprecher. Seit gestern Nachmittag klagten Kunden über den Ausfall ihrer Anschlüsse für Telefon, Internet und Fernsehen. Rund 900.000 Internetrouter seien deutschlandweit betroffen.

    Ein flächendeckender und erfolgreicher Hackerangriff und jegliche Kommunikation ist gestört.
    Da finde ich es wesentlich besser wenn eine vollkommen unabhängige Kommunikationsschiene existiert.

  • Werner Illsinger
    Keymaster
    Post count: 55
    #36895 |

    Natürlich gibt das zu denken, und Sicherheit ist einer der größten “Baustellen” im Internet. Und das Thema wird von vielen zu blauäugig betrachtet.

    Wenn Du aber z.B. Streaming von AoN TV (oder wie das Ding jetzt immer heißt) verwendest, dann werden Bandbreiten innerhalb des Netzwerkes reserviert und die Streams mittels QoS (Quality of Service) ausgeliefert (das ist eigentlich ein Netz im Netz). Daher kann konkurrenzierender Traffic (z.B. DDOS Attacken) diese Services nicht behindern (wenn das Netz richtig konfiguriert ist). Gleiches gilt für Telefoniedienste. Die Deutsche Telekom wird in Kürze nur noch VoIP Anschlüsse anbieten. POTS und ISDN werden dort gerade abgeschafft. Grund: Die niedrigeren Kosten in einem einheitlichen Netzwerk.

    LG Werner

    • Fritz Stockhammer
      Teilnehmer
      Post count: 155
      #36920 |

      Ich verwende kein AON_TV, besitze eine DVB-S2 und DVB-T2 Infrastruktur (vor allem noch eine UHF Antenne). Das ist für mich ausreichend.
      Und natürlich einen Internet-Festnetzanschluss, im Notfall, falls dieser gestört wäre, kann ich immer noch über das Handy ins Internet gehen, was ich auch schon praktiziert habe.

      Ein abschaffen der POTS Anschlüsse weist einen gravierenden Nachteil auf – bei einem Stromausfall existiert keine Kommunikation mehr, auch die Handymasten „verabschieden“ sich nach relativ kurzer Zeit. Die Wählämter hatten (zumindest früher) noch ausreichend Akkus für den Notfall!

  • Erich Pekar
    Teilnehmer
    Post count: 135
    #37445 |

    Zu AON-TV im “eigenen Netz” :
    Das eigene Netz AON-TV ist rein virtuell – es ist zwar logisch getrennt, bedient sich aber der gleichen physischen Komponenten (Leitungen zu den Kunden, Router beim Kunden , ….) wie auch das “ganz normale Internet”. Insbesondere sind daher auch die logischen AON-TV Kanäle in den immer noch überwiegend verwendeten Kupferkabeln der letzten Meile den gleichen physikalischen Störungen unterworfen, wie auch jeder andere Internetanschluss im Festnetz.
    Und jedes Video-Streaming (nicht nur AON-TV) erzeugt – wie jeder andere Content mit hoher Bitrate – auch Störungen auf benachbarten physischen Leitungen im gleichen Kabel (auch anderer Kunden anderer Provider !) und sind der Haupt-Grund für schwankende und zumeist nicht ausreichend hohe nutzbare Bitraten, da in Abhängigkeit vom Auftreten solcher gegenseitigen Störungen und auch durch die dann aufwendigere Fehlerkorrektur (falls überhaupt noch möglich) die – fehlerfrei- nutzbare Bitrate reduziert wird.
    So wie jede Doppelader (Leitung) in einem Kabel sich große Bereiche des für Datenübertragung nutzbaren Frequenzspektrums mit den in diesem Kabel benachbarten Aderpaaren teilen muss, so haben “Funkleitungen” an eimem Senderstandort nur ein einziges gemeinsam nutzbares Frequenzspektrum und sind demzufolge die gegenseitigen Störungen (bzw. variablen Beschränkungen der Bitrate) noch viel deutlicher ausgeprägt.
    Zufolge dieser immer vorhandenenen gegenseitigen Störung/Behinderung von Internetanschlüssen ist daher “brauchbares” Video-Streaming immer nur mit aktiver Beschränkung der maximalen Bitrate (durch die Provider bzw. Content-Anbieter) und/oder Verletzung der Netzneutralität möglich.
    Es wird daher stets höhere Video-Qualität (z.B. Auflösung) verkauft, als regelmäßig bzw. üblicherweise empfangen werden kann bzw. vielleicht überhaupt übertragbar ist. Viele (die meisten ?) Kunden werden das zumeist gar nicht einmal merken – denen ist vielleicht nur wichtig, überhaupt den Kontent in halbwegs akzeptabler (aber nicht genau definierter und auch eingehaltener) Qualität konsumieren zu können – um sich vielleicht auch nur nicht als “Fortschrittsverweigerer” von ihren Freunden bezeichnen lassen zu müssen.
    Tatsächlich aber wird von den Content-Anbietern bewusst etwas verkauft, was gar nicht (oder vielleicht nur manchnmal) auch geliefert werden kann – denn die Content-Anbieter kennen die technischen Möglichkeiten der zu “bespielenden” Netze sicherlich genau.
    Das Problem in Zusamenhang mit Video-Streaming ist aber viel mehr, dass damit auch alle anderen Internet-User (durch schwankende bzw. trotz Netz-Ausbau bald wieder zu geringen) Bitraten behindert werden, und davon auch berufliche Benutzer bzw. Unternehmen, Gesundheitsversorger .. usw. betroffen sind. Denn oft gibt es keine zuverlässig höheren Bitraten, weil halt alternative Technologien (z.B. Glasfaser bis zum Schreibtisch) weiterhin oft nicht angeboten werden.

    So habe ich vor Kurzem gelesen, dass als unterversorgte Gebiete jene Regionen gelten, in denen Bitraten mit 30 MBit/s nicht genutzt werden können. Wo leben die Autoren dieser Aussage denn eigentlich ?
    Dem zufolge würde ja vermutlich fast ganz Wien als “unterversorgtes” Gebiet gelten. So ist z.B. an meinem Standort – gerade einmal in 1,5 km Entfernung vom Stephansplatz – 8 MBit gerade halbwegs stabil möglich, es gibt aber Tageszeiten (“Hauptverkehrszeiten”), zu denen dieser Wert immer wieder deutlich unterschritten wird. Wenn ich aber nicht einmal 8 MBit/s unabhängig von der Tageszeit auch nutzen kann, warum sollte ich dann auf ein Angebot mit höherer Bitrate umsteigen, zumal an meiner Adresse von meinem Provider nicht einmal 16 MBit für das Festnetz angeboten werden !
    Mein Festnetz un 12:30 Uhr : 7 MBit/s download, 670 kBit/s (!!) upload.

    Und bei LTE Mobilfunk schaut’s nicht viel besser aus : Erst kürzlich habe ich – erstmals überhaupt – 25 MBit/s bei einem Geschwindigkeitstest auf meinem Handy gesehen. Wiederholte Tests liefern aber immer wesentlich weniger.
    Aktuell ( 4G – Verbindung, zu Mittag, städtisch dünn besiedelt, viele Nachbarn auf Weihnachtsurlaub) soeben ( 12:30 Uhr) 10 MBit/s download und 2 MBit/s upload.

    Also mitten in Wien netztechnisches “Entwicklungsland” – zumindest nach Vorstellung des Urhebers der 30 MBit/s als Grenze zur Einstufung als “unterentwickelte/entwickelte” Region.

    Eine Bemerkung zu immer wieder zu vernehmenden Stimmen, die meinen, dass ohnehin alles ok. ist und sie mit ihren 50 MBbit/ s oder höher sehr zufrieden sind :
    Aus meiner Sicht der Dinge sind solche Bitraten regelmäßig nur mit Glasfaser erzielbar, die aber für Privat-User (bzw- .Verträge) entweder gar nicht angeboten oder dann “unbezahlbar” sind.
    Im Fall von LTE wären solche Beobachtungen durchaus fallweise möglich wenn
    1. der Tarif ( oder die “Bitraten -Gebarung” des Providers) solche Bitraten überhaupt erlaubt – sie nicht aktiv beschränkt
    2. der nächstgelegen Sendemast gerade für höhere Bitraten aufgerüstet wurde – somit noch nicht ausgelastet ist
    3. der testende Nutzer nahezu (noch) allein das gesamte verfügbare Frequenzspekrum des Senderstandortes nutzen kann

    Aus eigener Beobachtung im Alpenvorland von NÖ habe ich den Eindruck gewonnen, dass möglicherweis schon 10 weitere gleichzeitige Nutzer an einem Senderstanbort genügen können, die individuell nutzbaren Bitraten auf weniger als 50 Prozent einbrechen zu lassen.

    Das Problem der nutzbaren Bitraten scheint mir tatsächlich vergleichbar zu sein mit der allgemeinen Verkehrsproblematik des öffentlichen Straßenverkehrs :
    Je mehr Straßen gebaut werden, desto mehr Verkehr wird damit “erzeugt” – die Straßen sind ja dazu da, auch benützt zu werden.
    Aber wie nicht jedes Fahrzeug ( z.B. Schwerfahrzeuge, Tieflader, Fernlaster , … ) auch auf jeder Straße fahren darf, sollte dies in ähnliche Weise auch für “belastenden” Content ( z.B. Videostreaming mit hohen Bitraten ) im Internet gelten :
    So könnte ich mir vorstellen, dass Videostreaming hoher Qualität nur dann zulässig sein – und auch nur dann angeboten werden können sollte, wenn von den Content-Servern bis zum jeweiligen Kunden auch ein lückenloses Glasfasernetz zur Verfügung steht und dieser Content nicht über Funk genutzt wird ( bzw. genutzt werden kann ).
    Wenn wir nicht solche bzw. ähnliche Regulierungsmaßnahmen befürworten, besteht ernstlich Gefahr, dass alle Ausbaumaßnahmen für höhere Bitraten im Internet nahezu wirkungslos verpuffen, da zusätzliche Bitraten nahezu sofort zu noch weiter verbreiteter bzw. intensiverer Nutzung von Videostreaming-Angeboten und damit verbunden auch zu noch mehr gestörten (bzw. instabilen, zu niedrigen ) Bitraten bei anderen Nutzern ( z.B. auch für Unternehmen) führen werden.

    Hinsichtlich der Bitraten halte ich symetrische Bitraten ( upload = download ) für mindestens genau so wichtig, wie höhere Bitraten im Download. Denn mit meiner (vertraglich beschränkten) Upload-Bitrate von 800 kBit kann ich selbst ein simples Foto (in nicht reduzierter Auflösung) auf unseren Vereinsserver nicht vernünftig hochladen. Die Nutzung irgendwelcher Cloud-Services wird zudem ohne vernünftig hohe Upload-Bitraten auch für Private wohl eher wenig Sinn machen.

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