• Erich Pekar
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    #33538 |

    Um auch unter Windows 10  weiterhin Mikrocontroller-Projekte durchführen zu können, ohne befürchten zu müssen, dass das gerade neu installierte Windows 10 durch irgendwelche – vielleicht “unreife” oder nicht korrekt konfigurierte – Tools gleich wieder “abgeschossen” oder gar “kompromittiert” werden könnte, bietet sich die Virtualisierung der gesamten Entwicklungsumgebung mittels des kostenlosen Tools “Virtual Box” (  https://www.virtualbox.org/ ) von ORCALE an:

    1. Dazu Virtual Box  in Windows 10 von https://www.virtualbox.org/wiki/Downloads herunterladen.
    Auf der gleichen Seite  gibt es auch die Links zu den Checksums ( MD5 oder SAH256 ) und zum Manual.
    Im Download ist dann die Datei    VirtualBox-5.0.20-106931-Win.exe  zu finden. Nach Prüfung der Datei (Virenscan und allenfalls auch Checksum-Check) durch Doppel-Click auf die Datei in Windows 10 installieren.
    Nach erfolgreicher Installation ist am Desktop  und auch als App ( in der Liste aller Apps) ein entsprechendes Icon bzw. eine Kachel mit der Bezeichnung   “Oracle VM VirtualBox” zu finden.

    2. Die App  “Oracle VM VirtualBox” starten und eine neue Virtuelle Maschine (mit ausreichendem Arbeitsspeicher und virtueller Platte ausreichender Größe)  für Windows  7 32 Bit  einrichten. Dieser virtuellen Maschine ein virtuelles optisches Laufwerk zuordnen, das auf das physische DVD-Laufwerk des Hosts (mit Windows 10) gemappt wird.

    3. In das  physische DVD-Laufwerk des Hosts das Installationsmedium für Windows 7  einlegen und die soeben eingerichtete virtuelle Maschine booten.  Innerhalb des Guest-Bildschirmes erscheinen daraufhin alle Anzeigen und Meldungen, wie auch bei einer physischen Installation auf einer physischen (reellen) Maschine, auf die auch genauso mit Tastatur bzw. Mausaktionen im Guest-Fenster geantwortet werden muss.
    Nach Abschluss dieser Installation wird bei Full-Screen-Anzeige des  Guest-Fensters das innerhalb dieses Fensters gezeigte Bildschirm-Fenster von Windows 7 noch nicht das volle Fenster des physischen Bildschirms  einnehmen und die Auflösung der Grafikdarstellung in diesem Fenster noch nicht die Auflösung des Hosts-Fensters erreichen.

    4. Um die Auflösung der Darstellung im Guest-Fenster entsprechend anpassen zu können, muss dazu die virtuelle DVD  “VBoxGuestAdditions.iso”  in das virtuelle DVD-Laufwerk eingelegt werden. Der Inhalt dieser virtuellen DVD erscheint dann im Filemanager von  Windows 7 und kann so innerhalb der virtuellen Windows 7-Installation installiert werden.
    Nach erfolgter  Installation steht dann in Windows 7 unter  Systemsteuerung|Anzeige|”Auflösung anpassen”  auch die Auflösung der Host-Grafik zur Verfügung. Nach Auswahl dieser Auflösung und Full-Screen-Anzeige des Guest-Fensters nimmt dann das Bildschirmfenster der virtuellen Windows 7 Installation auch tatsächlich den gesamten physischen Bildschirm des Hosts ein.

    5. Installation der Arduino-IDE innerhalb der virtuellen  Windows 7 Installation :
    Innerhalb von Windows 7 download der Arduino-IDE von   https://www.arduino.cc/en/Main/Software
    Prüfen und installieren  der Arduino-IDE  innerhalb von Windows 7.

    6. Anschließen des Arduino-Boards  am physischen USB-Anschluss des  PC ( bzw. Laptop) und ermitteln der COM-Port Nummer des seriellen Anschlusses (COM) dieser USB-Verbindung – siehe Screenshot aus Windows 10  :

     Nach dem Anstecken der USB-Verbindung erscheint der rot markierte Eintrag (und nach dem Entfernen verschwindet dieser Eintrag wieder). Je nach Hardwarekonfiguration bzw. Ausstattung mit seriellen Schnittstellen, kann hier auch eine andere COM-Port Nummer (als “3” in diesem Beispiel ) erscheinen.
    Für die weiteren Maßnahmen – und auch beim  neuerlichen Start der virtuellen  Maschine –  muss die physische USB-Verbindung zum  Arduino-Board unbedingt bereits hergestellt sein – sonst lässt sich die virtuelle Maschine dann gar nicht starten !
    Unter Windows 10  wird kein spezieller Treiber zur Bedienung dieses Anschlusses installiert – es gibt daher hier auch keinerlei Hinweis in der Bezeichnung, dass hier das Arduino-Board angesteuert wird.  Dass hier wirklich der richtige Anschluss zum Arduino-Board angezeigt wird, kann nur durch Anstecken/Abstecken  der USB-Verbindung zum Arduino-Board mit korrespondierendem Auftreten bzw. Verschwinden dieses Eintrages aus den Gerätemanager von Windows 10 ermittelt werden!

    7. Bereitstellen des korrespondierenden seriellen Anschlusses für die virtuelle Maschine der VirtualBox, auf der Windows 7 installiert wurde:

    Für die folgende Einstellung muss das virtuelle Windows 7 heruntergefahren werden und im Hauptmenu der VirtualBox über  Datei|Einstellungen für die virtuelle Maschine von Windows 7  eine serielle Schnittstelle zugeordnet werden – siehe Sceenshot :<b></b><i></i><u></u><b></b><i></i><u></u>

    Im Feld Pfad/Adresse wird die zuvor ermittelte Portbezeichnung ( “COM3” in meinem Beispiel)  des COM-Ports der USB-Verbindung aus  Windows 10 eingegeben. Unter “Portnummer” wird die Bezeichnung des virtuellen seriellen Ports  ( hier COM1) eingegeben, unter der der physische Port ( COM3) innerhalb der virtuellen Maschine angesprochen (bzw. erreicht) werden soll. Nicht vergessen, unter “Portmodus” den Eintrag “Host-Schnittstelle” zu wählen und die Checkbox “serielle Schnittstelle” für COM1 zu aktivieren. Die anderen COM-Schnittstellen dieses Interfaces müssen (bzw. sollten)  nicht aktiviert werden. Für IRQ und I/O Port die vorgeschlagenen Werte nicht verändern. Damit kann nun in der Arduino-IDE unter “COM1” der physische Port “COM3” mit der angeschlossenen Verbindung zum Arduino -Board angesprochen werden.

    8. Windows 7 ( mit nun zugeordneter serieller Schnittstelle ) in der VirtualBox wieder starten – die USB-Verbindung am Host zum Arduino-Board muss dazu unbedingt bereits hergestellt sein bzw. bestehen bleiben, da die virtuelle Maschine mit Windows 7 sonst nicht startete, da sie die den COM3 Anschluss am HOST sonst nicht finden kann !

    Die Arduino-IDE  in Windows 7 starten und das Arduino-Board und den (virtuellen) COM-Port zur physischen Verbindung mit dem Arduino-Board einrichten – siehe Screenshot

    Unter “Board” den Namen des mittels USB angeschlossenen Arduino-Ports auswählen,
    unter “Port” den zuvor eingerichteten und zugeordneten virtuellen seriellen Port (COM1) auswählen , unter dem der physische serielle Port COM3 unter Windows 10 erreicht wird an dem mittels USB das Arduino-Board tatsächlich angeschlossen ist.

    Mit diesen Maßnahmen ist die Arduino -IDE nun innerhalb der virtuellen Windows 7 Installation einsatzfähig und in Windows 10 ist dazu außer der Installation von VirtualBox keinerlei weitere Installation (auch kein spezieller USB-Treiber) erforderlich !
    Die einfache (und von mir modifizierte) Anwendung “BLINK” konnte ich damit erfolgreich auf das Arduino -Board  hochladen.

    Vielleicht gibt’s auch eine einfachere Vorgangsweise, bzw, auch eine. nach der der  virtuelle COM-Port auch in seiner  Bezeichnung auf die Verbindung  zum Arduino-Port hinweist – bei mir hat bisher nur die hier beschriebene funktioniert.

    Ob auch die anderen Funktionen der Arduino- IDE ( z.B. der serielle Monitor ) oder auch die Ansteuerung der NodeMCU (mit ESP 8266) damit funktionieren, muss ich allerdings erst noch testen.

     

     

  • Fritz Stockhammer
    Teilnehmer
    Post count: 155
    #33630 |

    Hinweis: Man kann nun mit VirtualBox auch VMs welche mit VMware (Windows oder Mac) erstellt wurden, mit wenigen Handgriffen in VirtualBox einbinden.

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