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  • Erich Pekar
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    Post count: 135
    #32298 |

    Ich habe heute – nach längerer Zeit wiedereinmal – meine Testinstallation von Windows 10 gestartet
    – und bin dabei “aus allen Wolken” gefallen !

    War es bisher eigentlich sogar gute Praxis, im Benutzernamen über den Namen des Userkontos möglichst keinerlei  Informationen zum User selbst “zu verraten” und war das bis vor kurzem – zumindest in meiner Testinstallation-  auch noch möglich, scheint dies nun (nach den letzten Updates) nicht mehr möglich zu sein :

    Ich war vollkommen überrascht, dass zwar  mein Administrator-Username  und das Passwort noch weiterhin nutzbar war, aber ein weiterer Administrator mit meiner Mailadresse aus dem  Account meiner Microsoft Live-ID  von  irgendwem  – und vor allem ohne meine Zustimmung – auf meinem PC offenbar remote eingerichtet worden war.

    Und zu allem Überdruss ist es auch fast nicht mehr möglich, den Namen eines weiteren User-Accounts frei zu wählen, es ist primär nur mehr die Eingabe einer E-Mail Adresse oder einer Telefonnummer  möglich –  und dies als Benutzername  eines weiteren Benutzers meines eigenen PCs  !!

    Dies angeblich, um mich  bequemer (nämlich automatisch)  in deren Cloud einwählen zu können und alle meine Geräte leichter synchronisieren zu können – ich brauche aber weder die Microsoft-Cloud noch irgendeine Geräte-Synchronisation.<b></b><i></i><u></u>

    Fehlt nur noch,  dass ich demnächst als Avatar mein Passbild bereitstellen muss und als Name die Nummer meines Reisepasses eingeben muss – sind wir alle schon als gefährliche Terroristen eingestuft ?<b></b><i></i><u></u>

    Erst ganz im “letzten Winkel” habe ich doch noch eine Möglichkeit gefunden ,  einen “neutralen”  User  – ohne Preisgabe irgendwelcher Kommunikationsdaten – einzurichten.

    Als Draufgabe wurden beim letzten Update auch noch alle meine Kacheleinstellungen und Anordnungen überschrieben.

     

     

     

     

  • Fritz Stockhammer
    Teilnehmer
    Post count: 155
    #32312 |

    Hast Du da irgendwo mal einen Haken übersehen weg zu nehmen?
    Ich überspringe bei Neuinstallationen den Punkt, mit der xxx-ID anmelden und richte lokale User ein.
    Einen mit Admin-Rechten und einen mit reinen User-Rechten (mit dem ich dann arbeite). Das sowohl am Mac als auch unter Windows.
    Und verbinde mich keinesfalls mit der jeweils angebotenen Cloud!
    Ich melde mich auch nicht mit meiner MS/Hotmail ID an irgendwelchen MS Diensten (außer Mail) an.

    Bei mir laufen zwei Windows 10 (32 und 64 Bit) in VMware Fusion ohne der von Dir dargestellten Probleme.

  • Fritz Stockhammer
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  • Erich Pekar
    Teilnehmer
    Post count: 135
    #33276 |

    Danke für die Infos – es war tasächlich so, das ich einen Punkt  übersehen hatte bzw. ist die Möglichkeit einen Windows 10 User-Account ohne Live-ID  einzurichten tatsächlich sehr versteckt und leicht zu übersehen.

    Mittlerweile aber gibt es Meldungen wonach Windows 10 selbst beim demnächst zu erwartenden “Annversary Update” zum Sicherheitsproblem werden  könnte :

    Wenn die Hardwareplattform  auf der dieses Update installiert wird, nicht mit den aktuellen Hardwarevorgaben von Microsoft übereinstimmen sollte, dann sollen werden für diese Hardwarekonfiguration – zumindest laut Zeitungsmeldungen – keinerlei Sicherheitsupdates von Microsoft mehr ausgeliefert werden.

    Siehe auch https://clubcomputer.at/gruppen/windows-pc/forum/topic/so-verabschiedet-sich-microsoft-vom-verbraucher/#post-33263 .

    Bleibt nur zu hoffen, dass dies eine Zeitungsente ist oder irgendwer nur was falsch verstanden hat.

    Denn sonst müsste man wirklich vom Upate auf – bzw. der weiteren Verwendung von – Windows 10 abraten.

    Ungeklärt bleibt aber in Zusammenhang  mit automatischen (und nicht ablehnbaren)   Windows 10 Updates in jedem Fall, wie ein Normalverbraucher (kein Microsoft-Freak oder Systembetreuer) rechtzeitig Kenntnis davon erhalten soll, dass seine Hardware ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr von Microsoft unterstützt werden wird (und vielleicht dann auch gar nicht mehr funktionieren wird) oder ab diesem Zeitpunkt sein Gerät zumindest keine Sicherheitsupdates mehr erhalten wird – und dies obwohl dieser Endverbaucher bisher Microsoft und dessem “besten und sichersten Betriebsystem aller Zeiten” vertraut hat.
    Und wenn dann  aus diesem Grund vielleicht auch Homebanking nicht mehr über dieses Gerät erfolgen könnte, dann wird’s wirklich “unlustig”.

     

     

     

  • Fritz Stockhammer
    Teilnehmer
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    #33280 |

    Lustig wird erst die Frage, was ist mit Windows VMs in VirtualBox, VMware, Parallels, Hypervisor?

    Werden Die dann auch „ausgesperrt?“

  • Erich Pekar
    Teilnehmer
    Post count: 135
    #33308 |

    Eine virtualisierte Windows Installation unter irgendeiner Virtualiserungstechnologie unterliegt genauso den Lizenzbestimmungen  (benötigt eigene Lizenz), wie jede Installation auf einem physischen (“realen”)  Gerät. Wenn nun die Lizenzbestimmungen vorsehen, dass sich jede Installation regelmäßig ( z.B: einmal im Monat) am heimatlichen Lizenzserver ( z.B. von Mircrosoft) melden muss, und bei Ausbleiben der entsprechenden “heimatlichen” Lizenzbestätigung  sich die so lizensierte Software langsam selber außer Betrieb nimmt, dann kan davor weder die Virtualisierung und auch nicht die vollkomenene (physische)  Abkoppelung der virtualisierten Installation vom Internet schützen.
    In diesem Fall (der regelmäßigen Kontrolle der gültigen Lizenz über Internet). wirst Du dann vermutlich auch die ursprünglich ordnungsgemäß lizensierten Windows-Installationen mit zunehmendem Alter der virtualiesierten Hardwareplattform im Laufe der Zeit verlieren.
    Allerdings böte Virtualisierung die Möglichkeit, die virtuelle Hardwareplattform bei Aktualiserung der physischen Hardewareplattform  noch länger stabil (bzw. “alt”) zu halten und damit Kauf-Software (über virtualisierte Hardware) auch auf  physischen Hardwareplattformen zu betreiben,  auf denen sie sonst möglichwerweise nicht mehr laufen könnte.

    Interessant wird’s dann aber mit den  Informationen über die Systemvoraussetzungen ( z.B. auch über die Erfordernis der regelmäßigen Kontaktaufnahme mit einem “heimatlichen” Lizenzserver ) vor dem Abschlus eines Kauf- ( bzw. besser dann vielleicht Miet-) Vertrages der Software. Da kristalliert sich vermutlich ein weiteres Betätigungsfeld  für den Konsumentenschutz heraus.

    Derartige Lizenzmodelle (Kauf, Miete) werden auch bei den verschiedenen  MS-Office-Editionen schon länger angewendet, ich habe aber den Eindruck, dass dort die Notwendigkeit der regelmäßigen Kontaktaufnahme mit einem Lizenzserver  – zumindest für  mein Gefühl – nicht wirklich deutlich beschrieben wird.
    Zufolge meiner laienhaften Interpretation, wären die Hersteller nur bei sauber lizensierter Kauf-Software verpflichtet, auf einen derartigen Selbstdeaktivierungs-Mechanismus zu verzichten.

  • Fritz Stockhammer
    Teilnehmer
    Post count: 155
    #33357 |

    Die Grundsatzfrage – warum verkomplizier Microsoft dies so drastisch, wo Windows nun sowieso fast verschenkt wird?

    Apple ist mit seinem Mac OS X nicht so pingelig und duldet stillschweigend auch Hackintosh.
    http://www.hackintosh.com/
    http://www.tonymacx86.com/

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