Roman hat bei seinem Vortrag erwähnt, dass man neben der Windows PowerShell ISE auch Visual Studio Code als PowerShell-Editor verwenden kann. Das wollte ich probieren und die folgenden Schritte zeigen, wie das funktioniert:

Installation Visual Studio

Man installiert zunächst Visual Studio Code, sofern das nicht schon geschehen ist, über die Downloadseite.

Über die Einstellungen -> Farbdesign kann man auf das moderne dunkle Design umstellen.

Es handelt sich hier um einen Editor für Entwickler aber man kann Visual Studio Code auch als Ersatz für Texteditoren wie Notepad++ verwenden. Und genau so wie Notepad++ kann Visual Studio Code den Code für praktisch jede Computersprache durch Syntax-Highlighting darstellen.

Man öffnet ein neue Dokument mit Datei -> Neue Datei und kopiert Code in dieser Datei. Ich habe zum Beispiel die Seite http://vfm.iam.at/oena geöffnet und danach über das Kontext-Menü (RM, Rechte Maustaste) mit “Seitequelltext anzeigen” den Code in das leere Editor-Fenster kopiert. Dabei sind die Zeichen noch undifferenziert und alle weiß. Speichert man aber diese Datei unter einem konkreten Namen, etwa seite.htm dann erkennt der Editor an der Dateiendung, um  welche Sprache es sich handelt und stellt den Text farbkodiert dar.

Die Zeilen werden nummeriert und auf der rechten Seite gibt es eine extrem verkleinerte Version des Dokuments, mit der man rasch zu bestimmten Codestellen springen kann.

Wie Programmierer mit diesem Editor umgehen, das werden wir von Andi beim Clubabend “Raspberry” erfahren. Andi wird zwar ein kleines Programm für den Raspberry zeigen, aber der Umgang mit dem Editor ist für alle Arten von Textbearbeitung von Nutzen und daher auch für Webdesigner oder auch für PowerShell-User.

Für rasches Arbeiten an einem Editor sind Tastenkürzel üblich und auch Visual Studio Code kann virtuos über solche Tastaturkombinationen bedient werden und außerdem kann man sich eigene Tastaturkürzel dazuprogrammieren: https://code.visualstudio.com/docs/getstarted/keybindings

Eine Liste aller Tastaturkürzel auf einer Seite findet man hier: https://code.visualstudio.com/shortcuts/keyboard-shortcuts-windows.pdf

Benutzung für PowerShell-Anwendungen

In der Download-Version ist Visual Studio Code noch nicht für PowerShell-Code optimiert und man muss für eine ähnlich optimale Unterstützung durch IntelliSense eine Powershell-Erweiterung installieren. Man klickt auf den Button “Erweiterungen” (1), gibt im Suchfeld “powershell” ein (2), klickt auf “Installieren” (3) und dann noch einmal im rechten Fenster auf “Installieren” (4).

Mit dieser Erweiterung entspricht Visual Studio Code etwa dem, was die Windows PowerShell ISE bietet. Aber der große Vorteil von Visual Studio Code ist, dass man die einmal erlernte Handhabung des Editors für alle Arten von Code anwenden kann.

Öffnet man ein neues Fenster und speichert es unter dem Dateinamen test.ps1, weiß der Editor, dass der Code wie PowerShell zu behandeln sein wird. Die Eingabe von

Get-WMIObject -Class Win32_ComputerSystem
Get-WMIObject -Class Win32_BIOS
liefert wie bei der ISE die Ausgabe
Domain : WORKGROUP
Manufacturer : System manufacturer
Model : System Product Name
Name : FRANZ-DIMOTION
PrimaryOwnerName : Windows User
TotalPhysicalMemory : 17115840512
Die Ausführung erfolgt durch Markieren des Textes Get-WMIObject -Class Win32_ComputerSystem und klicken auf F8 (führt nur die ausgewählte Zeile aus)
oder F5 (Debugging starten) führt alle Zeilen aus (und unterbricht die Ausführung bei Haltepunkten).
Im Bild wurden mit F5 beide Programmzeilen ausgeführt.

Franz Fiala

Präsident Clubcomputer / Herausgeber PCNEWS bei ClubComputer.at
Franz ist pensionierter HTL Lehrer (TGM), Präsident von ClubComputer, Herausgeber der Clubzeitung PCNEWS und betreut unser Clubtelefon und Internet Support. Er ist leidenschaftlicher Rapid Wien Fan.

Letzte Artikel von Franz Fiala (Alle anzeigen)