Beim Clubabend “Cloudspeicher” am 16.1.2020 habt ihr zwei völlig verschiedene Ansätze zur Nutzung eines Cloudspeichers erlebt.

Franz nutzt Cloudspeicher für praktisch alles; für Bilder, Tondokumente, Videos und auch – und vor allem – für alle wichtigen persönlichen Dokumente, auf die auch von allen Endgeräten zugegriffen werden kann. Franz teilt alles mit der Familie, damit diese “im Ernstfall” ohne wesentliche Änderungen über alle Daten verfügt. Dass Franz am Handy alle Bilder und Dokumente herzeigen kann, die in seiner Familie je entstanden sind (ca. 100.000 privat und ca. 200.000 über Fußball), empfindet Franz atemberaubend.

Günter benutzt natürlich auch der Vorteil, Dateien überall verfügbar zu haben, beschränkt sich dabei aber auf den Arbeitsalltag. Günter speichert in der Cloud nur solche Dateien, die leicht wiederherstellbar sind. Die wichtigen will er in einem Ordner im Kasten haben.

Chacun à son goût – wie der Fledermaustextauskenner weiß.

Man sieht, dass die Art der Nutzung sehr verschieden sein kann. 

Nehmen wir an, ein Fremder würde – unabhängig davon, ob Du eine Cloudlösung verwendest oder nicht – zu Deinem PC/Laptop/Tablet Zugriff bekommen und Du hättest dort in einem Ordner “Allerwichtigste Dokumente” Wichtiges abgelegt. Der ungebetene Gast könnte alle Deine persönlichen Daten lesen. 

An dieser Stelle kommt der persönliche Tresor des OneDrive ins Spiel. Es ist ein Ordner im OneDrive, der verschlossen ist und mit einem Tresor-Symbol versehen ist. Man kann diesen Ordner nur öffnen, wenn man sich über eine zweistufige Authentizierung (mit einer Rückfrage über das Handy) anmeldet. 

Wenn man also seinen Reisepass, den man als Kopie im Persönlichen Tresor verwahrt, öffnen möchte, muss man sich am eigenen Rechner explizit noch einmal mit zweistufiger Authentizierung anmelden, um das Dokument zu sehen.

Erlebnisse mit dem Persönlichen Tresor

Beim Kampf gegen die Plastikkartenflut hab ich meine Netzkarte eingescannt und im Persönlichen Tresor verwahrt. Bevor man sich aber endgültig auf die elektronischen Dokumente verlässt, nimmt man zur Sicherheit die Plastikkarte auch noch mit.

Straßenbahnlinie 60 am Weg vom Maurer Friedhof zur Station “Speising” der S80.

Kontrollen in den Öffis sind sehr selten und wenn sie dann einmal vorkommen, beginnt das große Suchen. Die Karte, die ich in der Geldbörse gefunden habe, war die aus dem Vorjahr. Bevor mir die Handschellen angelegt worden wären, wurden noch die anderen Fahrgäste kontrolliert. In der Zwischenzeit versuchte ich erfolglos den Tresor zu öffnen, daher habe ich die App der Wiener Linien angeworfen, die ja den Ausweis auch enthält, doch dort dürfte ein Update installiert worden sein und ich sollte mich neu anmelden. Das Passort habe ich natürlich auch gespeichert – im Persönlichen Tresor!

Alles egal, die Handschellen wurden wieder geöffnet, der Kontrollor hat meine Netzkartennummer und ihre Gültigkeit schon im System gefunden.

Ich finde, er hat sich sehr bewährt, der Tresor, denn er soll ja genau das machen, nämlich den Zugang erschweren.

Franz Fiala

Präsident Clubcomputer / Herausgeber PCNEWS bei ClubComputer.at
Franz ist pensionierter HTL Lehrer (TGM), Präsident von ClubComputer, Herausgeber der Clubzeitung PCNEWS und betreut unser Clubtelefon und Internet Support. Er ist leidenschaftlicher Rapid Wien Fan.

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