Teamviewer, wieder mal

Ein Kollege supportet seinen Vater auf einem alten MacMini mit OS 10.6 drauf. Wenn mich nicht alles täuscht, ist das die „Lion-Version“. Die Zeiten mit Teamviewer dürften da auch gezählt sein.

Der aktuelle Teamviewer 14 lässt sich nicht mehr auf der älteren Maschine installieren und somit auch kein Privatsupport mehr bewerkstelligen.

(Ältere TV-Versionen kann man schon installieren, verweigern aber die Verbindungsaufnahme). Heißt in der Praxis, dass knapp 30 Euro/monatlich für die (ältere)TV-Lizenz je Geschäftskunden zu berappen wären oder eben einen neuen Mac kaufen.

Jede Firma hat ihre eigene Politik um ihr Ecosystem zu pflegen. Keine Ahnung jetzt, ob es eine „Slim-Bezahlversion“ für den TV mit einem jährlichen Pauschalbetrag gibt.

Ältere Teamviewer Versionen stehen somit nur noch lizensierten Bezahlkunden zur Verfügung.

Da sein 86jähriger Erzeuger auch so schrecklich unflexibel und für neue PC-Software nicht gerade empfänglich ist, wird das noch eine harte Nuss.

Letztes Jahr wollte sein störrischer Vater nicht mal das Geburtstagsgeschenk in Form eines Anfängerkurses im Apnoetauchen (der Vorschlag kam von mir) annehmen. Da war er schon ein bisschen bockig. Und sein seit 10 Jahren unverändertes Hintergrundbild spiegelt zudem nur seine sture Haltung gegenüber Veränderungen wieder. Das hätten wir aber auch im Vorfeld bedenken können.

Was solls, fährt der Sohnemann bei Supportanfragen derweil eben auf Kaffee und Kuchen bei seinem Herrn vorbei. Das renkt sich schon irgendwie ein.

Kein Support von Linux auf Android Phones möglich. Kein QuickSupport für Linux angedacht und möglich. Ich wette weiters, dass sie noch immer die IP-Adressen aus Indien für Supportanfragen nach Europa gesperrt haben. Firmenpolitik. Passt.

Abba

Ist mir nur so aufgefallen. In deren Musikvideos haben die doch tatsächlich Sommersprossen, zerstreutes Haar, schiefe Zähne und sind obendrein sogar noch angezogen. Einfach so. Wie echte Menschen. Unglaublich.

Ein zeitgenössischer Manager würde die schnellstens in seine Karre bugsieren und am Soproner Hauptplatz vor dem erstbesten Zahnarzt ausladen. Zeiten ändern sich.

Apple Welt

Das ist eine eigene Welt. Siehe Bild 1.

Bild 1

Das sind die vergangenen Sekunden seit dem 1. Jänner 1904. Apple richtet sein HFS+ Dateisystem nach diesem Datum aus. Angeblich auch den Ipod und andere Geräte.

Warum gerade 1904? Die kurze Antwort beruht darauf, dass ein Jahr eben nicht genau 365 Tage lang andauert. Die lange Antwort findet man bei Google.

Soll sein. Unix (date +%s) richtet sich vergleichsweise nach dem 1. Jänner 1970 als Geburtsstunde seines Systems aus. Jedem das seine. Windows hat sicher auch einen Zeitpunkt, von wo sie wegzählen. Bin nur zu faul jetzt, nachzuschauen.

Apple nimmt Dir jede Entscheidung bezüglich der Hardware (RAM, Festplatte, Prozessoren, Displays…) großteils ab. Darum gibt es den PC und eben Apple. PC steht für „Personal Computer“. Und das nicht ohne Grund.

Die Aufgabe von Apple ist es, den Kunden von seinen Wahlmöglichkeiten so weit wie möglich fernzuhalten. Apple trifft die Entscheidungen für den Kunden.

Anders gesagt, schützt Dich Apple vor den Entscheidungen, die Du für Dich als richtig erachten könntest.

Prinzipiell kann keiner Entscheidungen besser treffen als Du selber. Wenn Du glaubst dass ein Trum besser als das andere ist, und dies für jeden gilt, dann herzlich willkommen in der Apple Welt.

Der einzige Grund, warum verschiedene Teile in PCs existieren, ist die Abgleichung mit den Budgets der Käufer. Das ist das Konzept eines PCs. Nur der Käufer selbst weiß von seinem Budget und Erwartungen an das System am besten Bescheid.

Welches Budget, wie lange willst Du den behalten, soll er mobil sein, braucht er Wifi, wie viel Datenspeicher, wie viele Cores, Fotobearbeitung… usw. Und das ist das „schöne“ am PC.

Dort kann man alle Teile zusammenstöpseln, die man braucht. Du setzt Dich in der Regel tagelang mit den Innereien eines PCs auseinander (egal ob Laptop oder Desktop). Oder Du gehst zu Apple und kaufst einfach dort ein, was gerade aktuell ist.

Für Leute, die nicht Willens sind oder nicht das Know-How haben, ist Apple die richtige Adresse. Apple nimmt Dir alle Entscheidungen ab. Das ist der Grund, warum Apple existiert und so erfolgreich ist.

Dies soll kein Angriff auf Apple sein. Es zeigt nur, wie Apple funktioniert. Wartung und Reparatur sind, wenn überhaupt möglich, kostspielig und nicht gern gesehen. Hardwareerweiterungen ditto. Das weiß man aber im Vorfeld. Jeder hat sein eigenes ECO-System. Red Hat, Microsoft, Oracle, SAP und eben Apple auch.

Apple Produkte sind schon gut. Nur Hardwareupgrades nicht vorgesehen und erwünscht. Darum sind die innen auch so verbaut.

PCs kann man upgraden und reparieren. Obendrein noch Linux, Android oder Windows drauf installieren.

Ja, Apple hat nun auch einen “parts picker” auf ihrer Webseite, wo Du deine Hardware aussuchen kannst. Zu horrenden Preisen.

Ausgereizt kann man da schon auf 60.000 Euro für ein PC-System kommen. Die selbe Hardware bekommst Du bei Dell schon um einen Bruchteil dessen. Oder um den Betrag zumindest einen halben Energiering um ein Krankenhaus. Alles Ansichtssache.

Natürlich werden mehr PCs repariert. Einfach, weil sie schon zahlreicher vorhanden sind. Wie viele hochpreisige PCs gibt es? Und wie viele hochpreisige Apple-Geräte? Die Qualität in Apple Geräten ist in der Regel auch sehr gut. Dass Apple das meiste Geld da rausholen will, ist auch klar.

Billig PC (low end) sind für Leute da, die mitspielen wollen (nät zu teia, oba scho guat). Hochwertige PC (high end) sind für den Rest, die Individualität und Wahlmöglichkeiten schätzen.

Apple verkauft hochwertige Geräte für Leute, die keine Wahlmöglichkeiten brauchen oder wollen.

Das Mac Book Pro (2011) meines Bruders hat auch nur bis heute überlebt, weil wir es hardwaretechnisch aufgerüstet haben. RAM, Festplatte und Akku wurden getauscht, beziehungsweise erweitert. Ich bezweifle, dass wir das mit den heutigen Apple Produkten auch so machen könnten.

Lenovo hat auch schon bei Apple dazugelernt. In meinem T490s ist der Ram gleichermaßen am Motherboard fix verlötet. Klar, andererseits wäre das Notebook auch nicht so dünn hinzubekommen.

Keine Idee jetzt, was dann los ist, falls mir mal der RAM eingeht. Hab ich mir noch keinen Kopf gemacht. Aber man sieht zumindest, dass solch schlechte Gewohnheiten übertragbar sind.

Für Supporter sind Apple Produkte natürlich nicht so berauschend. Am PC mit Windows gibts entsprechend mehr Arbeit für einen EDV-Fachmann. Ich kann mich auch da immer nur wiederholen. Ich kenne genug Leute, die von einem PC auf Apple gewechselt sind. Die brauchen in der Regel auch nie einen PC-Support. Umgekehrt kenne ich jetzt niemanden, der von Apple zu Windows gewechselt ist.

Obwohl ich drei Mac Book Pro User kenne, die erst kürzlich zu Linux (Pop OS) gewechselt sind. Diese sind aber alle eher profimäßig in der Softwareentwicklung unterwegs und wollten aus ihrem Apple-Garten ausbrechen.

Falls es wer nicht weiß: Apples Firmenpolitik und die damit verbundenen Restriktionen sind deutlich schärfer einzuschätzen als jene bei Microsoft.

Und diese fehlende Offenheit bietet Linux zweifellos. Man nennt so etwas auch Freiheit, open source oder Wahlmöglichkeit.

Für den normalen Anwender ist das nebensächlich. Dieser freut sich einfach, dass das Apple Zeug so gut aufeinander abgestimmt ist und nach dem Anstöpseln auch tadellos funktioniert.

Was interessieren diesen fehlende USB-Ports oder die der Touch-bar geopferte Escape-Taste? Die Z-Shell statt der Bash? Hardwaremäßige Erweiterungsoptionen?

Ein Entwickler, welcher mit diesen Geräten seinen Lebensunterhalt verdient, wird das naturgemäß kritischer sehen als Otto Normalverbraucher, der seine Excel-Sheets herumschiebt und im YouTube-Land herumgurkt.

Besagter kauft sich Bluetooth Kopfhörer (Apple Airpods) um knapp 200 Euronen und gut ist es. Die vorher um 40 Euro im Elektroladen gekauften funktionieren auf den Apple-Kisten nicht so prickelnd. Warum auch immer. Habe so einen Fall persönlich verfolgt. Keine Chance.

Also für normale Anwender ist ein Apple schon okay, falls es sein Budget zulässt.

Profis, die damit arbeiten (Foto-, Video-, und Musikbearbeitung, technische Zeichnungen, Excel… ) holen sich die hohen Anschaffungskosten in Hard- und Software sowieso beim Kunden wieder rein. Andernfalls ihr Arbeitgeber.

Profis, die auf eine Shell angewiesen sind (Fernwartungen, programmieren, Netzwerkanalysen, Serveradministrationen, Troubleshooting, Datenbanken… ) sind gleichfalls mit einem Mac bestens bedient.

Kurz: Die Shell (Muschel, die sich über den Kernel drüberlegt. Kernel-Shell-Mensch… so ungefähr bildlich gesprochen) ist eine textbasierte Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine. Ja, die schwarzen Fenster mit der weißen Schrift drin, sowas halt. Siehe Bild 2. Noch mit der „alten“ bash Shell.

Bild 2

Damit steuert man sein Gerät und kann Sachen machen, die auf dem grafischen Weg gar nicht oder nur sehr umständlich zu bewerkstelligen sind.

Windows hat dafür die PowerShell. Linux die bash (bourne again shell) und der Mac mittlerweile die Z-Shell. Bis vor einem Jahr war noch die Bash-Shell standardmäßig drin. Warum der Wechsel angestossen wurde, keine Ahnung. Lizenzrechtliche Gründe? Hu nos? Egal, aber alle drei Plattformen sind über die jeweiligen Shells ansteuerbar.

Apple meckert immer dazwischen, falls man die alte bash verwenden will. Es geht zwar, aber man merkt, dass dies nicht so angedacht ist unter Apple.

Linux ist es egal, welche Shell Du verwenden willst. Dort sind eben die Wahlmöglichkeiten nicht eingeschränkt. Darum ist diese Plattform auch so vielseitig und anpassbar.

Apples Stärke liegt eindeutig in der grafisch ansprechenden Umsetzung, verbunden mit den mächtigen Werkzeugen (Unix-Tools) in der Shell.

Unter Windows kannst Du keine Unix-tools nativ installieren. Dort gibt es keine Unixshell, sondern nur die Powershell. Anderer Systemaufbau, andere Philosophie.

Ja, Cygwin, msys2, MinGW, „Windows subsystem for Linux“ und Konsorten versuchen das in Windows zu kompensieren, um an die Unixtools heranzukommen.

Im Prinzip geht es darum, eine bash shell in Windows bereitzustellen, um mit UNIX-tools arbeiten zu können.

Unix-tools sind der Schlüssel zu einer effektiven Gerätesteuerung. Auch schon 50 Jahre alt. Nur heute unter verschiedenen Lizenzen (Linux mit ihren GNU Tools, Apple mit standardmäßigen BSD tools) im Umlauf.

Dennoch haben alle ihren Ursprung aus einer Zeit, wo Semesterferien in Österreich noch unbekannt waren. Diese firmierten auch erst 1973 unter dem Namen „Energieferien“, um in den Schulen die Energiebilanz der Ölheizungen zu verbessern.

Da gab es die Unix Tools schon seit drei Jahren. dd, ls, cut, unique, make, diff, awk, head, less, wc, tail… ohne diese Tools sähe es heute in der EDV nicht so prickelnd aus. Alle diese Tools befassen sich mit Manipulationen von Textdateien. Darum auch der Merksatz: „alles in Unix ist eine Datei“.

Unixoide Betriebssysteme (Apple, Unix, Linux, BSD… ) werden über Textdateien gesteuert. Unix Tools wurden dafür entwickelt.

Apple hat diese Tools drin. Linux sowieso. Windows simuliert diese mit Hilfe von „wrappern“ (vergiss das wieder… macht nur Kopfweh), der Powershell und „Windows Subsystem for Linux“.

Geschuldet ist dies dem Umstand, da Windows ja mit der Registry simpel gesprochen nicht auf Textdateien aufbaut.

Ansonsten könntest Du dich ja in der Windows Registry einfach mit Notepad austoben. Die Registry benötigt Spezialsoftware, um jene zu manipulieren. Der Aufruf von „regedit“ unter Windows startet diese Software (Registrierungs-Editor) und Du kannst Dich in der Datenbank damit austoben. Andere Philosophie.

Mac und Linux steuern ihr Betriebssystem über Textdateien. Windows über eine Datenbank (Registry). Darum tun sich Mac User auch relativ leicht, Linux von den Konzepten her zu administrieren. Linux Administratoren und MacBooks schließen sich auch nicht aus. Im Gegenteil.

Es ist wie überall in der EDV. Die Apps oder eben Software, die da drauf läuft, ist entscheidend. Die Plattform drunter ist notwendig und sollte zumindest stabil sein. Stimmt.

Apple hat mit ihrem BSD Zeug (Apple stammt von der Berkeley Software Distribution ab. ich weiß, sag einfach Unix) eine hervorragende Plattform. MacOS (das Betriebssystem) ist weiters das kommerziell erfolgreichste Unix für Desktops und Laptops.

Wer schon mal ein BSD-basiertes Netzwerkgerät gesehen hat, wird daran nicht viel Schlechtes finden. Ich halte die Dinger schlicht für genial.

Übrigens ist Microsofts PS4 eine Abspaltung von FreeBSD. Auf Bild drei siehst Du deren… tja wie soll ichs nennen? Windows hat sein Fenster, Linux seinen Pinguin, Apple seinen Apfel und FreeBSD eben seine mutierte Sardine mit verschlucktem Medizinball. Siehe Bild 3.

Bild 3

Windows geht mit der Powershell einen ganz anderen Weg. Darum haben der Mac und Linux im Gegensatz zu Windows auch keine Laufwerksbuchstaben. Ergo, Unix-Tools (die Werkzeuge in der Mac- und Linuxshell) machen beispielsweise Laufwerksbuchstaben überflüssig.

Aber zumindest hat man in Windows die Bedeutung textorientierter Systemverwaltung erkannt und baut diese auch kontinuierlich aus.

13 Jahre gibt es schon die Powershell, wenn ich mich nicht täusche. Die Unixshell gibt es seit 50 Jahren. Ein unfairer Vergleich, ich weiß.

Aber die Konzepte der Unixshell mit den Pipes und der Philosophie ihrer Tools, die alle nur eine Aufgabe machen, aber diese extrem gut… haben sich schon über ein halbes Jahrhundert lang bewährt. Des Glump könnte theoretisch was von der Fußball WM 1970 in Mexico erzählen.

Der Käufer entscheidet letztendlich. Egal ob Lenovo, HP, Apple, RED HAT, Oracle, Microsoft, TeamViewer, SAP, Autodesk oder das Chromebook,

Apple ist nur ein anderes Eco-System, welches seine Kunden naheliegenderweise an sich binden will. Das reibungslose Zusammenspiel zwischen Hard- und Software, sowie die mächtige Unixshell im Mac sind nach wie vor die herausragenden Kaufargumente für einen Mac. Dem gegenüber steht meist der Anschaffungspreis und Apples restriktive Firmenpolitik.

Mittlerweile verstehe ich Leute, die auf Apple schwören und auch jene, die es aus eben diesen Gründen verteufeln. Alles eine Frage des Blickwinkels.

Gamer

Die Zeit wird kommen, wo Terroristen von uns deren Abgrenzung zu Gamern einfordern werden. Irgendwie ist es auch entwürdigend, heimatverbundene Terroristen mit degenerierten Gamern gleichzusetzen. Ich glaube, so könnte ein Schuh daraus werden. Duck und weg…

Digitalisierung

Viele denken, Digitalisierung passiert, wenn irgendwo Computer, Videokonferenzen, E-Mail und Internet darin vorkommen.

Der Witz an der Digitalisierung ist ja deren Automatisierung. Die Vermeidung von individuellen Arbeitsvorgängen durch Ersetzung von Automation.

Wenn das Programm dieser Automaten immer wieder verwendet werden kann (iPhone, Facebook, Android…), spricht man von gelungener Digitalisierung.

Mittlerweile habe ich auch ein bisschen Einblick in die Schulsituation bekommen. Wie erwartet, braut da jede Schule ihr eigenes Süppchen. Meist betreut vom Informatik-Lehrer, zusätzlich unterstützt von aufstrebenden Schülern. Die bundesländerabhängigen Unterschiede lass‘ ich jetzt mal außen vor.

Wir haben Cloud Computing, virtuelle Maschinen, Docker Images, Kubernetes und das ganze Glump. Noch dazu sollten ja die Schulen ähnliche Problemstellungen und Anforderungen haben.

Vielleicht irre ich mich. Aber gibt es keine Cloudsoftware, wo man nicht lange heruminstallieren muss, sondern diese einfach anschmeißt? Nicht mal Videokonferenzen für Elternabende sind standardisiert und Lehrer kommunizieren fernerhin über ihre privaten E-Mailadressen.

Asylanträge sollen nach dem Willen der EU-Kommission in der Corona-Krise per E-Mail oder Post gestellt werden können. Natürlich zeitgemäß mit Eingangsbestätigung. Wenn das kein Digitalisierungsschub ist.

Das wird noch spannend. Einerseits nageln wir die Grenzen wegen Corona zu und stellen dann gleichzeitig auf Durchzug.

Immerhin ein großer Fortschritt, dass dann eine E-Mail von irgendwem reichen soll.

Vor dem geistigen Auge kann man sich schon mal an die Schlepper mit automatisierten Massenmailsendungen gewöhnen.

Die Printausgabe des Playboys gibt es nicht mehr. Ein klassisches Opfer der Digitalisierung ist hier zu betrauern. Eingestellt. Nicht mal die Werbung konnte den Abgang abfedern. Durch den Wegfall der Werbeeinnahmen dank der Corona-Krise war sein Schicksal besiegelt. Meiner Meinung nach werden da noch mehr Printmedien Federn lassen müssen. Einzig die Onlineversion hat sich nun auch der Wirklichkeit angepasst. Siehe Bild 4.

Inhaltlich ist der Playboy längst durch Youporn, Pornhub und Influencerinnen ersetzt worden.

Die Frage drängt sich naheliegenderweise auf, wie es nun mit den geschwollenen, weiblichen Lungen weitergehen soll?

Ein Verlag ist heute nicht mehr nötig, um sich in die Auslage zu legen. Man wird sehen, wie es da weitergeht.

Home Office treibt natürlich die digitale Entwicklung notgedrungen voran. Gottesdienste, (Vor)Lesungen, Aktfotografie, Konzerte und Fortbildungen konnten nun ihre Dienstleistungen recht unbürokratisch über das Netz anbieten. Falls es die Leitung hergibt.

Der Vorteil solcher Webinare liegt eindeutig im Wegfall der „Happy Hour“. Kein Wein, keine Brötchen, kein Catering, kein lästiger Small-Talk, keine Putzkolonnen, keine Sanitäranlagen, kein Sicherheitsdienst, keine Brandschutzauflagen, keine Me-Too-Grabscher, kein Rauchverbot, dafür Chips und Kekse vor dem heimischen Computer.

Die Bücher rücken durch die Corona-Situation somit auch immer mehr in den Hintergrund. Was nicht im Internet steht, existiert nicht. So die Grundhaltung. Der funktionelle Analphabetismus manifestiert sich nun noch mehr im Verlernen der Schrift.

Das Youtube-Video springt da wohlwollend ein, begleitet von „Emojis“, welche eine Art moderner Hieroglyphen darstellen. Der Unicode-Zeichensatz wird demzufolge andauernd mit bunten Grafiken und Emotionen erweitert. Selbstverständlich durchdekliniert nach allen Hautfarben.

Nachteilig ist gleichfalls zu bewerten, dass man den Zustand des Auditoriums über die Webcam nicht mehr mitbekommt. Sprich, ob das Gegenüber noch mitarbeitet oder der Stoff gar zu schnell durchgeboxt wurde, ist nun für den Vortragenden nicht mehr so leicht auszumachen.

Das persönliche Feedback (auch über die Körpersprache) fehlt. Ist wie bei einem Beratungsgespräch in einer Bank. Das macht man auch nicht über die Webcam. Obwohl ich ja der Meinung bin, dass es in einer Bank von Natur aus keine Beratungsgespräche geben kann. Sondern nur Verkaufsgespräche. Anderes Thema.

Manche haben sich 2020 irgendwie anders vorgestellt. Schon in den 70ern drückten sie uns Geschichten rein, dass wir heutzutage mit fliegenden Autos herumgurken werden. Diese Idioten. Wenn die damals gewusst hätten, dass wir 2020 brennende Neuwagen mittels wassergefüllter Container löschen. Mit Masken im Gesicht… ich weiß nicht.

Fehlende Glasfaseranschlüsse sind nach wie vor ein permanentes Problem für Leute, die von zu Hause aus professionell arbeiten wollen oder müssen.

Österreich ist europaweit (39 Länder) Schlusslicht in der Glasfaserdurchdringung bei Haushalten mit ungefähr zwei Prozent. Nagel mich jetzt nicht fest, vielleicht haben wir mittlerweile schon zu Serbien aufgeschlossen.

Ungarn, Rumänien und Kasachstan schlagen uns da um ganze Zehnerpotenzen. Uruguay als südamerikanisches Vorzeigeland legt mit knapp 80 Prozent Glasfaserdurchdringung bei Privathaushalten schon einiges vor.

Für Nichteingeweihte: Die „Upload­ge­schwin­digkeit“ ist das ausschlaggebende Maß für professionelles Arbeiten über das Internet. Da kommt kein Kupferkabel an die Glasfaser heran. Nicht mal annähernd.

Die 5G-Funkmasten bedingen beispielsweise einer Glasfaserverbindung untereinander. Österreich forcierte bisher eher den Mobilfunk und den Kupferkabelausbau.

Auf lange Sicht wird man aber um den Glasfaserausbau nicht umhin kommen. Nenn es Digitaloffensive oder Web 18.0. Der Glasfaserausbau stellt nun mal einen Indikator für die Digitalisierungsbemühungen dar.

COBOL

In den 50ern geboren, bildet diese Programmiersprache vor allem in Amerika noch immer das Rückgrat vieler Unternehmen. Manchmal gewollt, oft jedoch historisch gewachsen.

Covid-19 rückte das Thema nun wieder unfreiwillig in den Fokus.

In zumindest 12 der dortigen Staaten fusste das Arbeitslosenverwaltungssystem auf COBOL. Grob rausgehauen musste man binnen eines Monats an die 22 Millionen Arbeitslosenanträge abarbeiten. Die Größenordnung übertraf die Finanzkrise von 2008 bei weitem, das steht mal fest.

Die Geschichte von COBOL begann vor über 60 Jahren. Damals entwickelte jeder PC-Hersteller seine eigene Programmiersprache, was naheliegenderweise einen Inkompatibilitätswust zurück ließ.

Um diesem Dilemma beizukommen, begann man 1959, eine „common business-orientated language“ zu entwickeln. Darum auch der Name, COBOL.

Unter der legendären Führung von Computerpionierin Grace Hopper implementierte man COBOL zuerst im Verteidigungsministerium. In den 70ern war es dann die dominante Programmiersprache bei den „Mainframe Computern“. Ja, diese tonnenschweren Monster, die man heut noch auf Schwarz-Weiß Bildern ehrfürchtig bewundern kann. Mittlerweile gibts ja schon Farbfotos, und das Zeug rennt noch immer da drauf. Uff.

Eine Zeile COBOL Code ist normalerweise 80 Zeichen lang. Berichte (reports) haben 132 Zeichen. Erstere wegen der Abmessungen der berüchtigten Lochkarten. Letztere wegen der Zeilendrucker (line printer). Siehe Bild 5.

In der ersten Zeile am Bild siehst Du schön die erwähnte Zeilenbreite mit den 80 Zeichen. Erst danach kamen Disketten und Magnetbänder in Mode.

Die meisten Terminals und E-Mails haben diese Breite (80 Zeichen) auch heute noch beibehalten.

COBOL wurde dafür geschaffen, große Datenmengen sehr effizient zu verarbeiten. Wenn ich mich nicht täusche, zeigte eine kürzliche Untersuchung auf, dass über 25.000 Unternehmen nach wie vor COBOL als Rückgrat ihrer Infrastruktur einsetzen. Hauptsächlich im Regierungs- und Finanzbereich.

95 Prozent der ATMs (Automatic Teller Machine, Geldautomat. Teller ist der Bankbeamte an der Budel im Englischen) in Amerika laufen noch mit COBOL; nicht überraschend.

Die größte Schwäche von COBOL scheint die schwindende Zahl an Programmierern zu sein, die damit arbeiten können.

Google, Amazon und Apple verarbeiten ihre Daten zeitgemäß in Datacentern mit Standardhardware. Komplexe IT-Umgebungen können andererseits auch in einen einzigen Server wandern. Dem Mainframe. COBOL kann diesen beispielsweise ansteuern.

Heute gibt es eben zeitgemäßere Programmiersprachen wie etwa JavaScript oder Python, die bevorzugt Standardhardware im Fokus haben.

Kurz noch zu den Mainframes: Diese werden heute noch (hauptsächlich von IBM) vertrieben. Die Kleinsten wiegen eine Tonne und haben die Ausmaße eines riesigen Kühlschrankes. Bei leistungsstarken Geräten bewegen wir uns locker im 7stelligen Bereich.

Cobol wurde für die Mainframes entwickelt. Ein 60 Jahre alter Sourcecode kann problemlos auf einem zeitgemäßen Mainframe verarbeitet werden. Unverändert, wohlgemerkt. Das ist ein großer Vorteil gegenüber anderen Programmiersprachen.

Mainframes laufen in der Regel Jahre, wenn nicht Jahrzehnte durch. Da gibt es auch keinen Neustart zwischendurch. Hochwertige Serverhardware hat nichts mit Mainframes zu tun. Zu groß sind da die Unterschiede. Bildlich gesprochen kannst Du aber 50 hochwertige Server in einen Mainframe hineinstopfen. Dann hat man mal einen Anhaltspunkt bezüglich Leistungsfähigkeit und Kosten eines Mainframes. Der größte Vorteil eines Mainframes ist der Datendurchsatz, welchen dieser bereitstellen kann.

Im Jahr 2000 beim Datumsbug oder 2008 bei der Finanzkrise wurden die COBOL-Programmierer immer aus dem Ruhestand heraus reaktiviert. Ich glaube mich zu erinnern, dass bei der Wende 1989 auch solch ein Problem auftrat, wo man mit den verwaisten Computersystemen vorerst nichts anzufangen wusste, da das Know-How vor Ort fehlte.

Das Grundproblem bei COBOL wurde speziell im Regierungsbereich im Angesicht einer Pandemie schnell sichtbar. Keine Investitionen in die Hardware und Modernisierung des Codes.

Im Prinzip spielt es auch keine Rolle, welche Programmiersprache Du verwendest. Solange Du entsprechendes Know-How im Haus hast und das Zeug gewartet wird, sollte es kein Problem geben.

Die enorme Anzahl der Arbeitslosenanträge spülte die Nichtinvestitionen lediglich an die Oberfläche.

Natürlich fragt man sich, warum Netflix normal weiterläuft, aber das COBOL Zeugs da abschmiert. Wobei ich abschmieren eher als „timing out“ revidieren würde. Also die Anfragen an die Webseiten werden nicht mehr beantwortet. Unterm Strich ists aber gleich. Gät net.

Netflix, Amazon und wie sie alle heißen, planen schon entsprechend voraus mit ihren Serverkapazitäten in der Cloud. Darum können diese in einer Krise den vermehrten Internetkonsum auch relativ entspannt bereitstellen.

Regierungsstellen hingegen arbeiten komplett anders. Man darf dabei nicht außer Acht lassen, dass ein Großteil der Finanztransaktionen weiterhin auf COBOL aufbauen. Täglich, und das seit Jahrzehnten.

Du kannst da weiters nicht einfach ein paar Instanzen in der Cloud dazu bestellen. Auch keinen Mainframe über Amazon kaufen. Das System ist über 40 Jahre alt. Da laufen noch Mainframes aus den 80ern, deren Technik aus den 60ern stammt.

Warum? Weil das Glump extrem stabil, sehr zuverlässig und wartungsarm ist. Läuft seit über 40 Jahren und macht keine Probleme. Und welcher Hacker kann heute noch COBOL?

Wenn Du heute 100 Server laufen hast, spielt es keine Rolle, wenn da einer ausfällt. Durch Cloudtechnologien und Internet wird das schnellstmöglich kompensiert. Ohne dass andere Server dies mitbekommen müssen. Mit Microsoft Azure oder Amazon Web Services brauchst Du auch keinen ganzen Server mehr zu kaufen. Du mietest Dir vielleicht mal 10 Prozent von dem Server für ein paar Stunden. Thats it.

Der Punkt ist, dass sämtliche Services im Internet der letzten Jahre mit Serverfarmen arbeiten, die gut mit einem erhöhten Aufkommen fertig werden können. Da werden ständig Server hin- und hergetauscht, ohne dass man es merkt. Kosten ja keine Lawine mehr. Zumindest gegenüber einem Mainframe.

Die Mainframes mit ihrem COBOL rennen nun schon über 40 Jahre. Täglich. Die vollzogen nie den Wechsel zu austauschbaren Servern. Das heißt, bei erhöhtem Aufkommen kann man nicht einfach die Mainframes switchen oder die Last verteilen. Das ist alles erst mit den Datencentern realisierbar geworden.

Sich von COBOL zu trennen, zieht einen enormen Arbeitsaufwand nach sich. Du kannst auch kein COBOL Programm in eine Cloudanwendung umziehen lassen. Nicht wirklich.

Fazit:

COBOL ist keine schlechte Sache, sonst hätte es nicht Jahrzehnte bis heute überlebt.

COBOL läuft hauptsächlich auf Mainframes und schaffte nie den Sprung zu „normaler“ Serverhardware.

Mainframes sind sehr teuer.

Die fehlenden Investitionen der amerikanischen Entscheidungsträger rächen sich jetzt.

COBOL wurde schon lange von Python und JavaScript verdrängt.

Wer rettet das COBOL Know-How hinüber?

Generell würde eine Hinaufsetzung des Pensionsantrittsalters für Programmierer auf 84 Jahre schon mal einen guten Ansatz darstellen.

Oder man trachtet danach, dass sich zukünftige Corona-Szenarien nicht mehr wiederholen.

Schwierig.

T43

Siehe Bild 6, 7 und 8.

Stimmt, der war auch einmal modern. Ist von August 2006. Die supporteten Trümmer unter meinen Fingern werden anscheinend immer älter. Oder ich mach das schon zu lange.

Mein Bruder (ne, der andere) mit seiner Surfstation auf einem alten IBM T43 Notebook bekam ein aktuelles Linux Debian Buster raufgebügelt. Eigentlich braucht er sowieso nur den Firefox und einen Ausschalter. Habe mir dann mal die Speicherauslastung angesehen.

Nicht schlecht. 2GB Ram sind verbaut und das Trum rennt mit 116MByte (ohne laufende Apps mal außer die Befehlsabgabe in der Konsole). Cache und Buffer sind nur vorgehaltene Plätze, um das Speichermanagement zu optimieren. Sprich, knapp 1900 MByte sind noch frei auf der Kiste.

Reicht für meinen Bruder dicke. Falls nicht, schwatze ich ihm einen Mac für 60.000 Euro auf. Ich bereite mich zumindest mal prophylaktisch auf ein etwas lauteres Beratungsgespräch vor.

Hier noch ein Screenshot von meinem Desktopsystem. Bild 8a.

Bild 8a

64GB Ram sind verbaut. Davon habe ich ungefähr 500 MB frei. Vergiss mal die ganz rechte Säule im Bild. Die Uptime beträgt derweil über zwei Monate (ich weiß) und wenn Du genau hinsiehst, sind da über 55 GB an Daten in der Festplatte vorgehalten.

Können also je nach Applikationsaufruf sofort hinausgeschmissen und mit neuen Sachen vollgestopft werden.

Klar, man schreckt sich anfangs, ist aber nur der Linux Philosophie geschuldet. Alles, was geht, in den RAM schaufeln, weil dieser der schnellste Speicher in jedem Gerät ist. Das Linux Speichermanagement entscheidet dann, wie, welche und wieviele Daten in den Festplatten durch den RAM vorgehalten werden. Und das funktioniert ziemlich gut.

Darum kann man auch ein aktuelles Linux mit entsprechender Desktopumgebung auf einem T43 laufen lassen.

Grünäs Strichal

Lässig sitzt man zurückgelehnt, mit entsprechendem Abstand zu den anderen, auf einer abgewetzten Bank und schlürft an seinem Obi gespritzt herum.

Es hat sich nichts geändert. Gar nichts. Wie von mir vermutet und befürchtet, ist der Verdrängungsfaktor zu schwerwiegend und vor allem bequem. Das ist nicht anklagend gemeint, sondern nur feststellend.

Versaut man jetzt die Party als Klugscheißer oder bestellt sich einfach noch ein Obi gespritzt? Manchmal fasse ich es trotzdem nicht, wie sich Menschen über andere echauffieren können. Obwohl sie diese überhaupt nicht kennen. Das Internet mit seinen unzähligen Kommunikationsmöglichkeiten bietet für jede aufgeheizte Seele Abregungspotential.

Wie lange ist das jetzt her, dass Österreich den bis dahin größten Internetskandal zu verarbeiten hatte? 8 Jahre? 13? Irgendwo dazwischen wird es schon hinkommen.

Ich brauche wohl nicht extra erwähnen, dass inzwischen eine Menge Wasser und Technologie die Donau runtergelaufen sind. Vergessen, verdrängt, Einzelfälle, kann man sich heute nicht mehr erlauben, kann ja nicht sein. Egal, irgendwas funktioniert immer.

Damals kamen gerade Onlineagenturen in den Fokus der Öffentlichkeit, welche mit frei erfundenen Userprofilen im Sinne der Kunden Meinungen, Kauf-, und Wahlverhalten sowie den Medienkonsum lenkten.

ÖVP Wien, Bank Austria, ÖBB Holding, Schloss Schönbrunn, Bayer Austria, Red Bull, Lotterien, Postbus, TUI Österreich, Parship, Wirtschaftsförderungsfond, Puls4, Mobilkom Austria… you name it.

Das ist jetzt keine Verschwörungstheorie, sondern nur mal ein Auszug der inländischen Kundenliste von PR-Onlineagenturen, welche nachweislich das Anlegen und Pflegen von virtuellen Usern perfektioniert haben. Heute würde man Fake News dazu sagen, oder was auch immer gerade in Mode ist.

Und diese Liste ist bei Weitem nicht vollständig. Verurteile ich diese Unternehmen und Institutionen für ihr damaliges Vorgehen? Nein, überhaupt nicht. Es handelte sich ja lediglich um Tendenzbetriebe. Jene Kunden erkannten nur den Nutzen der Internetplattformen und setzten die entsprechenden Schritte. Unproblematisch bei Privatunternehmen, jedoch sollte dies nicht der modus operandi in der steueralimentierten Berufswelt sein.

Ob das ethisch verwerflich sei, ist natürlich Ansichtssache. Hier konnte man von den Pressesprechern noch lernen, wie man euphemistisch aufmunitioniert das Bild wieder gerade rückte. Den Rest erledigt sowieso, je nach Ausprägung und Verdrängungswillen, das Langzeitgedächtnis.

Die teils renommierten Arbeitsfelder firmierten unter derstandard.at, krone.at, kurier.at, welt.de, focus.de, brigitte.de, kleinezeitung.at, .wienerzeitung.com, oe24.at, gutefrage.net, parents.at, spiegel.de, diepresse.com und was-weiß-ich-noch. Wobei die Medienhäuser überhaupt nichts mit den Onlineagenturen zu tun haben müssen. Sie stellen lediglich das Medium (meist in Form eines Forums) für ihre Leser zur Verfügung.

Anmerken möchte ich noch, dass sich alle erwähnten Unternehmen mittlerweile von diesem Geschäftsgebaren distanziert haben.

Okay, einen virtuellen User anlegen, damit ist es nicht getan. Der Kunde gibt vor, was erwünscht ist. Altersstruktur, Familienstand, soziale Schicht, Hobbys, Fotos und dergleichen wurden von hunderten Mitarbeitern (Onlineredakteure im Fachjargon genannt) angelegt. Solche Arbeiten gehen von zu Hause aus am besten, da hier keine zusätzlichen technischen Maßnahmen bezüglich des IP-Adressraumes notwendig sind.

Es wäre ja für einen Moderator eines Forums höchst verdächtig, wenn ein Großteil der angelegten Nutzer von ein und demselben Adressraum kommen würden.

Corona mit den Homeoffice-Usern würde solch ein Geschäftsmodell natürlich befördern. Jede Onlineagentur hat hunderte Mitarbeiter neben ihrem Stammpersonal, die von zu Hause aus arbeiten. Unabhängig von Corona. Wo und wer sind diese Onlineagenturen? Mach einfach die Augen auf.

Alleine wenn ich am Praterstern stehe und stadteinwärts schaue, komme ich im Umkreis von 500 Metern an mindestens zwei solcher Unternehmen vorbei.

Was waren nun die üblichen Szenarien in solchen Forumspostings? Das ist jetzt ein recht oberflächlich gehaltener Terminus. In Wirklichkeit subsummiere ich mit diesem Ausdruck lediglich Blogs, Twitter, Wikipedia, Facebook und Bewertungsportale unter diesem Begriff.

Rechtschreib-, und Grammatikfehler wurden je nach sozialer Ausrichtung den Postings angepasst. Ständiges Posten, um die virtuellen Diskussionen am Laufen zu halten und tägliches Nachfüttern von Informationen in den relevanten und passenden Kanälen gehörte zum Standardrepertoire.

Manchmal konsumierten die PR-Journalisten auch persönliche Produkt-Einschulungen und Vorträge der Kunden. Dürfte auch nicht neu oder gar überraschend gewesen sein.

Bekannt und beliebt waren auch reaktive Kampagnen, indem bei negativen Postings ein „neutraler User“ antworten musste. Die Reaktionszeit auf solch ein negatives Posting bestimmte wie immer der Kunde oder eben das verkaufte Maßnahmenpaket.

Das konnte schon runtergehen bis zu einem Reaktionszeitraum von einer Stunde, derweil ein negatives Posting gekontert werden musste. So etwas nennt man reaktive Kampagne.

Köstlich auch immer wieder zu beobachten, wie Leute in Postings bloßgestellt werden. Die Technik ist jedoch recht simpel. Es wurden absichtlich Falschmeldungen verbreitet, welche dann Kollegen aufgriffen und richtig stellten. Aufblattlt auf gut wienerisch. Kommt aber in Foren immer wieder gut an und gibt einem doch das Gefühl, hier gut aufgehoben zu sein.

Die Unterbringung von versteckten, zuverlässigen Fake-Merkmalen passt da auch gut hinein. Bei Bedarf oder heftiger Kritik zieht man die Reißleine und labelt es als Satire um. Auch hier ist das Prinzip recht einfach gestrickt: Zuerst einen zuverlässig als Fake erkennbaren Fake vorausschicken. Der Leser ist dann verunsichert, wie er das einordnen soll. Satire oder echt? Das sind sogenannte Testballons, die notfalls bei zu großem Druck als Satire und Fake im Nachhinein gekennzeichnet werden können. Der Vorteil liegt darin begründet, dass man schon mal vorfühlen kann, wie die Leute damit umgehen und dementsprechend die Beiträge zukünftig gestalten kann. Auch nichts neues mehr.

Negativpostings, um Produkte schlecht zu machen, erweitern nur die Bandbreite der Dienstleistungen.

Suchmaschinenoptimierungen, die Löschung unwahrer Behauptungen bis zur Wikipediapflege fällt alles unter das typische Aufgabengebiet einer Onlineagentur. Weiters die Publikumsselektion bei Podiumsdiskussionen, Präsentationen oder Talkshows, inklusive Briefing und Abrechnung. Erzeugung und Verwaltung von „followern“ und „likes“ mitsamt der entsprechenden Abstimmung in digitalen Plattformen.

Der angenehme Nebeneffekt bei einer laufenden Forumsdiskussion sind die ständig nachschauenden Forumsposter, welche natürlich die Reaktionen auf ihre Beiträge checken. Erhöht durch die Klickerei die Werbeeinnahmen ungemein, wenn man immer nachschaut, ob das grüne Stricherl schon größer geworden ist.

Heute mehr denn je werden Postings mit zwischengeschalteter Werbung unterfüttert. Schau mal auf die Timeline der Facebook Postings, was da alles zwischen den Posts an Werbung aufpoppt.

Mir fällt jetzt keine seriöse Firma ein, die in Facebook ihre Werbung platziert. Ehrlich. Sieh mal im Impressum der geschalteten Werbungen nach. Ups, die meisten haben ja gar keines.

Facebook bietet auch keinen Käuferschutz wie beispielsweise eBay an. Warum auch? Sie stellen lediglich die Plattform für die zwischengeschalteten Werbungen gegen Münzeinwurf zur Verfügung. Um die positiven Bewertungen kümmern sich schon andere, jede Wette.

Natürlich kaufte man solche Dienstleistungen nicht nur, um seine positiven Aspekte hervorzuheben. Bekannt wurde ja auch der Fall einer renommierten Rechtsanwaltskanzlei, die gefälschte Postings einkaufte, um die gegnerische Partei mit den entsprechenden Beiträgen zu denunzieren. Wenn‘s hilft und wenn man nicht persönlich davon betroffen ist, warum nicht. Diese Causa ist allerdings noch gar nicht so lange her.

De facto haben sich alle oben angeführten Unternehmen zwischenzeitlich von solchen Methoden auf das Schärfste distanziert. Was bleibt ihnen fernerhin über. Auf der Titanic ist es auch erst ganz zum Schluss hektisch geworden.

Ich meine, alles oben Geschriebene ist bis auf die Anwaltsgeschichte gut 11 Jahre her. Und auch die Technologien und Vorgehensweisen dazu.

Edward Snowden ließ erst vier Jahre später die Welt an seinem Flüchtlingsschicksal teilhaben. Wir reden hier von Windows XP.-und Anfang Windows 7 Zeiten.

Damals waren gerade die Hörsaalbesetzungen betreffend der Studiengebühren ein Thema. Der damalige ÖVP-Wirtschaftsminister hatte keine Ahnung von den Methoden der Onlineagenturen und bestritt jegliche Kenntnis der digitalen Einflussnahme mittels nicht real existierender User. Das glaube ich ihm sogar. außerdem hat er es ja auch so gesagt. Wird schon passen. Schnee von gestern. Und selbst wenn nachher die Fake News aufgerollt werden, wen interessiert das heute noch? Der Fisch ist gegessen und die Studiengebühren schon lange durch. Passt.

Dann kam Software in Mode, wo nur der Forenposter und/oder ein gewisser IP-Adressbereich seinen Post sehen konnte. Oder auch nicht. Je nach Kundenwunsch und Strategie.

heißt, der ahnungslose User sieht nur alleine seine verfassten Posts am Schirm. Im Fachjargon unter shadowposting oder shadowban bekannt.

Das macht schon Sinn, wenn man bedenkt, an welchen Orten man solche Methoden einsetzen kann. Geht alles. Der Kunde bestimmt und auch schon wieder ein alter Hut.

Astroturfer (hab ich sicherlich schon mal in einem Artikel erwähnt) sind aber nach wie vor State of the Art. Google ist Dein Freund. Ohne die geht gar nichts.

Nachrichten im Allgemeinen sind Business. Geschäft. Genauso wie die angehängten Foren und deren mittlerweile abfällige Behandlung.

Für manche sind Nachrichten lebenswichtig, für andere einfach nur störend. Was auch immer. Eines sind sie jedenfalls immer. News oder Nachrichten sind ein Geschäft.

Ob da Fake News oder Hetze verbreitet werden, ist unerheblich. Die gibt es überall. „Russia Today“ wird von Russland, „China daily“ von den Chinesen, die „deutsche Welle“ von Deutschland und die Öffentlich-Rechtlichen laut meinem Nachbarn von der KPÖ gestützt. Und ganz Europa hetzt medial gegen Trump. Wer zahlt, gibt die Richtung vor. Nichts verwerfliches dabei.

Das beste Mittel gegen Fake News ist sowieso ein gutes Gedächtnis.

Manche fühlen sich wohler, wenn sie monatliche Beiträge für ihren Medienkonsum zahlen. Andere nehmen ein Abo in Anspruch, drücken Kohle für digitale Bezahlschranken ab, wenden sich Alternativmedien zu, stimmen ihre Meinungen und Betrachtungen mit dem jeweiligen Aktienkurs, respektive CO2-Ausstoß ihrer Infoquelle ab oder konsumieren überhaupt keine Nachrichten mehr. Jedem hilft was anderes.

Hast Du dich noch nie gefragt, warum in einer täglichen Nachrichtensendung mit einem auf die Sekunde genau zugewiesenen Zeitguthaben, alle wichtigen Nachrichten reinpassen? Es passiert täglich genau so viel, wie in diesen Timeslot reinpasst. Irgendwie unglaublich.

Da gibts keinen einzigen Tag, wo mal nichts passiert und die Sendung einfach ausfällt. Weil am Planeten gerade nichts Relevantes los ist. Das selbe in dunkelgrün. Die Zeit wird eben mit Nachrichten ausgefüllt. Notfalls mit dem im Kamin stecken gebliebenen Einbrecher aus Nebraska. Ob das sinnvoll ist, sei dahingestellt.

Angenehmer Nebeneffekt für die angeprangerte Marketingagentur war natürlich eine Erweiterung ihres Kundenstammes. Der „broken window“ Effekt schlug voll durch. Wenn schon die sowas machen, warum nicht wir. Broken Window benennt man das Phänomen, wenn in einem Gebäude eine Fensterscheibe eingeschlagen ist, dauert es nicht lange, und alle anderen erleiden das selbe Schicksal.

Also viele Unternehmen und Institutionen wurden erst durch das Aufdecken sich der Tatsache bewusst, dass man solche Dienstleistungen auch kaufen kann. Zudem sprangen andere Agenturen auch auf diesen Zug auf und erweiterten ihre Angebote entsprechend.

Warum wurde das nicht groß in den heimischen Medien aufgerollt? Onlinemedien leben von der Werbung. Werbung funktioniert aber nur über die entsprechenden Seitenaufrufe. Wie schon öfters erwähnt, klicken Onlineposter am häufigsten drauf. Dies ist nebenbei der Hauptgrund, warum es Foren gibt. Es ist ein Geschäftsmodell, nicht mehr, nicht weniger.

Analog dazu war früher mit dem Zeitungskauf der Hase gegessen. Heute muss man den Konsumenten digital an sein Produkt binden.

In meinem persönlichen Umfeld kenne ich genug, die sich in den Foren der Tageszeitungen austoben. Entweder lesend oder schreibend. Ich sag immer, bevor sie einbrechen gehen…

Aber trotzdem halte ich es für bedenklich, weil Forenleser gehen ja auch mal in eine Wahlkabine. Es ist eben doch ein Unterschied, ob dem Leser von einem virtuellen Strolch ein Superkleber in einem Bastelforum aufgeschwatzt wird. Oder in einem parteinahen Fake News. Siehe Bild 9.

Bild 9

Wenn sich jetzt herumspricht, dass viele Poster gar nicht real existieren, ist dies für die Werbung eher suboptimal. Darum ist es weiters egal, welche weltanschauliche Onlinezeitung das im Übrigen ist. Der gemeinsame Nenner läuft darauf hinaus, dass wir das nicht an die ganz große Glocke hängen.

Das gehört bei Tendenzbetrieben einfach dazu, wobei ich persönlich damit gut leben kann.

Alles bisher geschilderte ist zumindest von der Technologie her ein Jahrzehnt alt. Mindestens. Aktuell erweitert man die digitale Werkzeugkiste vermehrt mit Follower-Bots, Klickfarmen, Twitter-Services und Kommentar-Bots. Nur eine weitere Büchse der Pandorra.

Und so starrt man in sein Obi gespritzt hinein, vernimmt hie und da ein paar Wortfetzen a la „ host glesn, wos de Trottln wida im Kronä Forum gschribm hom…“ und bestellt sich resigniert ein zweites Schmalzbrot.

Wos renntn do ollas

Wenn Du mal die Möglichkeit hast, an ein Nexus oder Pixel Smarphone zu kommen, schau es Dir genau an. Dort läuft „nur“ ein nacktes Android drauf. Da gibt es keine Zwischenschichten wie bei Huawei oder Samsung mit ihren „verbesserten“ bedienungsfreundlichen Oberflächen.

So ähnlich spielt es sich in der Linuxwelt auch ab. Kann man ja mal machen, sich die laufenden Prozesse anzusehen. Angeführt sind die Dienste, welche aufgedreht sind. Das heißt nicht unbedingt, dass diese auch ständig laufen. „enabled“ heißt einfach aufgedreht.

Unter Windows heißen Prozesse „Dienste“. Unter unixoiden Betriebssystemen entweder „daemon“ oder „process“. Diese halten das ganze Glump am Laufen.

90 laufende Dienste bei Ubuntu. 24 bei Arch und 53 bei mir mit Debian. 44 auf Centos. Sehr unterschiedlich und doch von der Anzahl her überschaubar. Selbstredend gibt es da auch kein Telemetriezeug.

Generell gilt: Je weniger läuft, umso weniger kann kaputt werden und muss auch nicht gewartet werden.

Arch Linux ist eine Distribution, welche sehr minimalistisch daherkommt. Die Anzahl der Prozesse spiegelt dies mit 24 wieder. Hier der Linux-Befehl dazu: systemctl list-unit-files-state=enabled-no-pager

Ubuntu mit seinen 90 Prozessen hat mal einiges am Laufen. Dies ist auch der Hauptgrund, warum dort das meiste auf Anhieb funktioniert. Einfach, weil es schon aufgedreht und installiert ist.

Meine 53 Prozesse auf Debian sind mal gutes Mittelmaß. Da ist aber auch schon der ganze Krempel am Laufen. Virtuelle Maschinen, Fernwartungen, der Surfkrempel und Artikelschreiberei, alles drin.

Die 44 Dienste gehören zu unserem OwnCloud-Server, welcher auf Centos läuft. Dieser bildet die Linux Plattform für unsere Cloud in clubcomputer.at ab. Webserver, OwnCloud, PHP und eben Centos werden von diesen 44 Diensten versorgt. Reicht.

heißt jetzt für den User, dass Ubuntu sicherlich von Haus aus eine benutzerfreundliche Linux Distri ist. Unter Debian drehst Du alles auf, was Du brauchst. Oder installierst es zumindest, damit es mal auf der Kiste drauf ist. Keine Hexerei, wenn Du weißt, was Du machst.

Für die Profis, „sudo“ gehört auch erst installiert. Andere Philosophie.

In Arch wirfst Du den Stromgenerator an und baust Dir deine Distri zusammen. Vom Dateisystem angefangen. Kommt ungefähr hin.

Unter der Haube ist aber alles Linux. Und jeder Benutzer kann sich seinen Zugang dazu aussuchen. Der eine bastelt lieber mehr, der andere will volle Kontrolle über das System und der Dritte in fünf Minuten ein fertiges System mit allem Drum und dran installiert haben. Letzter ist dann bei Ubuntu genau richtig.

Unter Windows gibt es nun einmal nur den einen Anzug für alle. Die Großmutter, welche durch die Frauenzeitschriften damit surft hat den selben Zugang zum System wie jemand, der mit Patienten-, oder Industriedaten am PC hantiert. Die Basis und Sicherheitskonzepte sind dort überall gleich.

Darum spricht man in diesem Zusammenhang auch von einer hohen Skalierbarkeit bei Linux. Was es eben so interessant für Unternehmen macht. Nicht umsonst ist die MS-Azure Cloud untrennbar mit dem Namen Linux verbunden.

Die Prozessanzahl ist jetzt nur mal beispielhaft von mir herausgenommen worden. Es soll die verschiedenen Zugänge zum Linuxsystem verdeutlichen.

Wie beim Smartphone auch. Die einen haben ein nacktes Android drauf und die anderen knallbunte Bedienflächen drübergebügelt bekommen. Aber am Ende bleibt es doch ein Android-Smartphone.

Corona Gedanken…

Läsn lörnd. Diese Haltung geht mir ein bisschen an der ganzen Geschichte ab. Damit sich Fehler, Versagen und Krise nicht mehr in diesem Ausmaß wiederholen und neue Leistungsmerkmale herausgearbeitet werden können.

außer man entscheidet sich künftig dazu, Wiederholungen der Krise bewußt in Kauf zu nehmen, weil die Gegenmaßnahmen teurer als die Krise selbst sind. Hu nos.

Die Überlegungen, was man im Vorfeld falsch machte und der daraus resultierende Erkenntnisgewinn wären von unschätzbarem Vorteil.

Jetzt wäre eine gute Zeit, sich mit den Normen auseinanderzusetzen. Wieviel Bandbreite braucht jeder Home-Office Arbeiter mindestens, um überhaupt VPN, Videokonferenz und den ganzen Krempel einwandfrei benutzen zu können.

Wie sieht es mit Notfall-Notebooks für Mitarbeiter aus, die zu Hause arbeiten müssen. Ich selbst habe drei teils ramponierte aus meinem Fundus für Freunde auftreiben müssen, damit diese im Home Office arbeitsfähig blieben.

Und vor allem wie behandelt man zukünftig den nicht vorhandenen Arbeitsplatz im Wohnbereich? Home Office setzt eine Vergrößerung, oder zumindest eine Adaptierung der Wohnfläche voraus. Die meisten Wohneinheiten sind auch nicht für Home Office angedacht gewesen. Weder vom Mobiliar noch vom Platz her. Die fehlende Glasfaserdichte habe ich ja schon erwähnt.

Gibt es einheitliche Parameter betreffend der Bildungseinrichtungen und ihrer Kommunikationskanäle? Oder hängt das weiterhin vom ansässigen Informatiklehrer und dem Eigenengagement der Abteilungen ab. Inklusive dem obligatorischem Kompetenzgerangel.

Jeder macht, was er will oder kann. Zumeist wird es sowieso eine Schnittmenge aus beidem.

Da war ich anfangs auch zu blauäugig, muß ich gestehen. Ich meine damit, dass meine Erwartungshaltung viel zu hoch angesetzt war. Home-Office-Mitarbeiter in regierungsnahen Stellen wurden mit der saloppen Aufforderung, sich „Slack“ runterzuladen, nach Hause entlassen.

Slack ist eine Videokonferenzsoftware. Man kann sich durchaus vorstellen, wie ein nicht internetaffiner Mitarbeiter das bewerkstelligen soll. Alleine die richtige Software auf der Seite zu finden, sollte nicht seine Aufgabe sein. Vom Einrichten oder gar einer Einschulung ganz zu schweigen.

Das gehört überlegt und standardisiert, wie man in solch einem Fall verfährt. Im Vorfeld.

Die üblichen Feindbilder in Form von Klimaleugnern, Me-Too-Grabschern, Quotengegnern, Dieselfahrern, SUVs, Feinstaubverursachern, Pendlern, bipolaren Geschlechterbildern, ausgrenzender Sprache und Fleischessern wurden ja einstweilen von Corona knallhart ausgebremst.

An nicht wenigen Stellen kann nun unter den Krisenbedingungen beobachtet werden, wie man zu verkrusteten, starren Verhältnissen zurückkehrt.

Sollte die richtungsweisende, geschlechteradaptierte Aufnahmsprüfung an der medizinischen Uni Wien nicht mehr als Blaupause für diskriminierungsfreie Arbeitsverhältnisse herhalten?

Da gibt es doch wirklich noch Patienten, welche sich ihren Blinddarm lieber von einer Ärztin als von einer quotenbegünstigten Ärztin operieren lassen wollen.

Sorry, wenns eng wird. Aber hier geht es um Österreich und nicht um persönliche Befindlichkeiten.

Erst wenn die Frauenquote final bei Hütchenspielern, Samenspendern, Drogendealern, Bergungstauchern und Asphaltierern durchgesetzt ist, werden die tremolierenden Slogans der Vergangenheit angehören.

Die bemitleidenswerten Frauen, welche ohne Quotenregelungen in der Krise bestehen und sich in der firmeneigenen Teeküche austoben, negiert man am besten. Das renkt sich schon irgendwie ein.

Wir brauchen die klügsten Köpfe, welche für die jeweilige Aufgabe am besten geeignet sind. Unabhängig von Geschlecht und Abstammung, heute mehr denn je.

Natürlich gibt es auch dumme Männer. Nur wer die Frauenförderung-, und Quote wählt, blockiert jegliche Befähigungsanforderung und verdrängt fähige Personen.

Und da ja seitlich gesprochen das Geschlecht mittlerweile unter einem sozialen Konstrukt firmiert, greift hier auch keine Frauenquote im herkömmlichen Sinn mehr.

In England versuchen sie gerade, die Gesetze abzuändern. Verurteilte Vergewaltiger klagen sich dort erfolgreich in Frauengefängnisse ein, da das Geschlecht wie erwähnt, neu definiert wurde. Auch hier, ein typischer Fall von nicht zu Ende gedacht.

Frauenquoten sind nett gedacht, aber leider zu spät und obendrein diskriminierend. Durch die Neudefinition der Geschlechter funktioniert das sowieso nicht mehr. Stichwort Frauensport.

Auf einmal wissen wir, dass Krankenschwestern, Verkäuferinnen, Friseurinnen, LKW-Fahrer, Notärzte, Klopapierhersteller, Biologen, Putzfrauen, Gemüsebauern und die Feuerwehr doch wichtig sind. Angeblich halten die Thematisierten sogar den Laden am Laufen.

Wenn das alles vorbei oder zumindest annehmbar zurück gedrängt worden ist, könnte man ja den Politikwissenschaftlern, Gender-Experten, „Ich bin Dein Rettungsanker“ Teams, Wahlkampfleitern, U-Bahn-Securitys, Gleichstellungs-, Weltraum-, Diskriminierungsbeauftragten, Konflikt-, Sprach.-Gesundheits-, Integrationslotsen, Fußgänger-, Radfahrer-, Schulschwänzerbeauftragten, Wertekurs-Trainern und Ethikberatern in Glücksspielkonzernen auch mal einen wärmenden Applaus zukommen lassen. Ohne die Erwähnten wäre unsere Gesellschaft sicher noch nicht so weit wie heute.

Auch die Grundrechte sind jetzt wieder groß in Mode gekommen. Solange es um Gender, EZB-Politik, Migration, EU Verträge mit No-Bail-Out-Klausel, Hate-Speech oder Klima ging, hat sich keine Sau um diese gekümmert oder daran gestossen.

In Corona-Zeiten betrifft die Grundrechtseinschränkung nun aber alle. Bei Corona funktioniert die soziale, geografische, ideologische, politische oder wirtschaftliche Abgrenzung einfach nicht mehr. Corona betrifft alle Schichten.

Auf einmal nehmen sie es genau damit, was Grundrechte sind und wer darüber zu befinden hat.

Es wäre doch ein schöner Zug, wenn man diesen Habitus, der eigentlich selbstverständlich sein sollte, themenunabhängig pflegen würde.

Macron hat die Ausgangsbeschränkungen in Frankreich, ausnehmend der vorstädtischen Migrantenviertel, sehr eindrucksvoll unter das Volk gebracht. Man will keine Provokationen hervorrufen und hat somit das demokratische Gleichheitsprinzip ad absurdum geführt. Oder anders gesagt, wurden Corona Maßnahmen vorsorglich in bestimmten Vierteln nicht kontrolliert.

In diesem Licht wird der schwedische Corona-Alleingang etwaig neu zu bewerten sein.

Man kann ja mal das Ischgler Szenario auf Wien ummünzen. 1683 hatten wir sowas zuletzt. Heute unvorstellbar, dass eine Großstadt bei uns so abgeriegelt wird.

Die dreifaltige Causa Postverteilzentrum-Asylanten-Quarantäne, gegen die Ischgl ein Corona-Lercherl war, kontert man antizipierend mittels Generalverdacht für eine komplette Alterskaste. Mit rhetorisch flankierten Verniedlichungen a la „jugendlicher Übermut“ wird der kritische Leser sogleich erfolgreich eingelullt. Es würde doch überraschen, falls sich hier noch wer politisch aus dem Fenster lehnt.

Zumindest lernt der gesetzestreue Bürger gerade, dass sich massiver Widerstand gegen staatliche Maßnahmen doch auszahlt-egal, ob diese sinnvoll sind oder nicht. Wohlan.

Die Deutschen sprengten themenübergreifend sicherheitshalber mal das Atomkraftwerk Phillipsburg weg. Ein drei Milliarden Euro teures, funktionsfähiges, CO2-freies, hochmodernes Großkraftwerk knallhart pulverisiert. Einmotten oder stilllegen, falls die andere Geschichte doch nicht funktionieren sollte oder ein „schwarzer Schwan“ vorbeisegelt, ist anscheinend sowas von 90er.

Dafür bauen sie als Ausgleich neue Ölkraftwerke, welche nun die wegbrechende Grundlastversorgung stemmen sollen. Keine Ahnung, ob Greta bei deren Spatenstich dabei war. Ist die nicht ins Corona-Lager gewechselt? Egal, Hauptsache die Klimanotstände der Gemeinden werden bald aufgehoben.

Siehe Bild 14. Da stehen die Kühltürme noch.

Bild 14

Erinnert mich irgendwie an Cortes, welcher bei der Anlandung im Aztekenreich seine Schiffe am Strand verbrennen ließ, um ein eventuell aufkeimendes Zurück gleich mal zu verunmöglichen.

Der Kurs ist klar. Das hochindustrialisierte Deutschland setzt künftig in der Energieversorgung auf die Witterung.

Was die ganze Sache nun so perfide macht, ist nicht unbedingt der Technologievergleich. Es ist die Anmaßung, sich Dank medialer Rückendeckung über andere moralisch erheben zu können und damit auch noch durchzukommen.

Fakt ist, dass mit der Forcierung durch Windräder, Akkus und Sonnenpaneele noch einiges auf Mutter Natur zukommt. Alleine die Herstellungsbilanz spricht Bände und sollte man ehrlicher kommunizieren.

Ich kenne auch keinen Offshore-Windpark, der die Unterwasserfauna begünstigt. Vielleicht wird der nächste Technologiewechsel sowieso wieder mit einem Tsunami eingeleitet? Wäre ja nicht das erste Mal. Hu nos? Okay, das Sprengen der Windspargel ginge dann doch um einiges flotter.

Es bedarf eines Kompromisses zwischen Konsum, Klimaschutz und Wachstum. Und das im Angesicht einer Rezession und seiner Auswirkungen. Der bedingungslose Klimaschutz ist zum Scheitern verurteilt. Klappt ja nicht mal bei Corona, wenigstens zwei Monate lang alles dem Überleben bestimmter Gruppen unterzuordnen.

Bei Videokonferenzen trachtet nun keiner mehr danach, zu spät zu kommen. Der wird ansonsten virtuell gelyncht.

Laptops werden zukünftig für jeden Mitarbeiter verpflichtend sein. Inklusive bidirektionaler, gesicherter Zugänge zum Firmennetz.

Wir fahren nun weniger auf Kundenbesuche, fliegen weniger und treffen in kürzerer Zeit mehr Leute über die Webcam. Ein Bankkonzern in meiner Wohnortnähre hat inzwischen ein Bürogebäude komplett geräumt. Das andere wird gerade für die Außendienstmitarbeiter mittels „desk-sharing“ adaptiert. Corona lieferte lediglich den Anstoß dafür.

So etwas funktioniert aber nur bei weisungs-, und aktionärsgebundenen Arbeitsplätzen. Anzudenken wäre dieses Gebaren beispielsweise auch im Parlament, Rathaus, den Ministerien oder in der Hofburg. Alleine die Kostenersparnis betreffend der dann wegfallenden Gebäudetechnik und verwaisten Antiterrorpoller sind schon gewichtige Argumente.

Die Digitalisierung, die Ausrichtung auf das Internet, künstliche Intelligenz, die einhergehende Automation und das ganze Technologiegedöhns wurde als multiple Firewall gegen jedwedes Ungemach angesehen.

Nur hat der seit Jahrzehnten prophezeite Supergau überhaupt nichts mit dem Wegfall von Netzen, Rechnern oder der Energieversorgung zu tun. Sondern dem der Menschen.

Wenige hatten am Radar, dass Büros oder komplette Unternehmen nicht mehr von Menschen frequentiert werden können.

Diese Szenarien, das weiß ich aus eigener Erfahrung, fanden in den meisten Unternehmen keinen Anklang. Es überstieg einfach jede Vorstellungskraft.

Darum fanden sich viele Mitarbeiter daheim vor ihrem leeren Schreibtisch wieder. Viele werden auch dort bleiben, da zwischenzeitlich ihre Büroarbeitsplätze aufgelassen wurden. Home-Office über die ganze Woche hindurch ist keine Utopie mehr.

Etliche Mitarbeiter mit „Tischsystemen“ in der Bude sind definitiv nicht mit entsprechend adaptierten Laptops ausgestattet.

Du kannst auch nicht einfach Deinen Privatrechner aufdrehen und… gät scho. Da gibt es keinen gesicherten Außenzugang zu Office-, und Datenbankzeugs.

Zentrale Datenverarbeitung ade. Interne Nummern der Telefonanlage werden auch nicht alleine nach außen zu den Mitarbeitern umgeleitet.

Zugänge zu Servern außerhalb des betrieblichen Wirkungsbereiches bedürfen weiters eigener Sicherheitskonzepte. Eventuell noch abgestimmt mit extern ausgelagerten Dienstleistern.

Ein mir bekannter Mobilfunkbetreiber hat große Teile seiner EDV-Dienstleistungen schon länger nach Griechenland ausgelagert. Ist schon im normalen Geschäftsbetrieb nicht immer so prickelnd. Und dann noch die Corona-Geschichte obendrauf.

Die externe Betriebsfähigkeit ist einer der entscheidenden Parameter, welcher über das wirtschaftliche Überleben entscheidet.

Pro Mitarbeiter ein Laptop und eingerichtete, jederzeit verfügbare Außenzugänge kann man ja mal andenken. Das macht die Mitarbeiter flexibler und beschert zudem den Chiropraktikern neue Kundschaften.

Nachfolgend fallen auch die vielen Videobotschaften von Prominenten oder bekannten Gesichtern auf. Hat irgendwie den Charakter von Durchhalteparolen der Wochenschau mit baldiger Aussicht auf die Wunderwaffe. Grundsätzlich sitzen wir nicht alle in einem Boot und müssen das auch nicht gemeinsam durchstehen. Diese Plattitüden passen doch eher in einen B-Movie a la „Die Klapperschlange“.

Zumindest bringt es, oder soll es die erhofften Klicks (klickbait im Fachjargon genannt) bringen. Ohne diese wird es schnell zappenduster in den virtuellen Redaktionen.

Es ist ein gravierender Unterschied, ob man einen Gastronomie- oder Handwerksbetrieb hat, dem seit Monaten der Umsatz und die Arbeitsplätze wegbrechen, oder ob man bei vollen Diäten die Welt im Homeoffice retten muss.

Nimm einfach die längste Zeit, die ein Berufsstand in Österreich nicht wirken darf. Wären die Personen, die nun diese Einschränkungen an den Grundrechten vornehmen, bereit, nach der Krise exakt die gleiche Zeit all ihre politischen Ämter und Aufsichtsratsposten ruhen zu lassen? Inklusive Diätenverzicht? Eben.

Klar könnte den Corona-Maßnahmen das Milgram-Experiment als Pate zur Seite gestanden haben. Der Fachkräftemangel, welcher von den höchsten Regierungskreisen nach unten durchdekliniert werden kann, macht es nicht angenehmer.

Inzwischen wird von oben herab bei Meinungen-, und wissenschaftlichen Erkenntnissen nach richtig oder falsch unterschieden. Weiters gelten die Grundrechte nicht mehr als bedingungslos. Gut zu wissen.

Manche Menschen sind eben doch systemrelevant, arbeiten eventuell in solchen Betrieben oder Institutionen, betrachten den Trubel entspannt von der Seitenlinie aus, gehen seit Jahren bei vollen Bezügen spazieren oder haben ein regelmäßiges Einkommen. Unabhängig von der wirtschaftlichen Situation.

Für die einen hat Corona vielleicht den Charakter eines Abenteuerurlaubes, für andere ist es wiederum existenzgefährdend. Entweder physisch, andernfalls wirtschaftlich. Oder beidem.

Darum ist es umso wichtiger, nicht den halben Staat hinter den Kulissen in Billigstlohnländer auszulagern. Damit erreicht man schon mal einen größeren Handlungsspielraum und mehr Entscheidungsmöglichkeiten.

Die besten partei-, und quotenunabhängigen Köpfe müssen zudem Krisenstäbe und ähnlich gelagerte Institutionen besetzen. Das hilft immer.

Bill Gates wird ja unterstellt, die Weltherrschaft mittels Erfassung aller Menschen durch Impfausweise anzustreben. Waren diese Ankläger die letzten 20 Jahre in einer Felsspalte eingeklemmt?

In Elektroläden und Supermärkten bekommt man keinen Rechner mehr ohne Windows vorinstalliert. Die überteuerten Macs lassen wir mal außen vor.

Microsoft zählt zu den größten Datenkraken überhaupt. Die greifen Identitäten ab, überwachen den User an unzähligen Punkten und zwingen ihn in einen Online-Account. Ohne den kann man gewisse Services von Windows nicht in Anspruch nehmen.

Skype for Business und Skype für den Privatanwender gehört Microsoft. Office 365 hat eine Direktverbindung der Daten in die Cloud.

OneNote 2019 bedingt eines Online-Accounts, damit die Daten in der cloud gespeichert werden können. Ich glaube, 2016 hatte man noch die Auswahl, die Daten lokal am Rechner zu speichern.

Das ist ungefähr so, wie wenn Opa vom Krieg oder von der Enigma erzählt. Das ist alles lange vorbei.

Microsoft verdient sein Geld längst mit der Azure Cloud. Einfach deshalb, weil die meisten ihr Zeug auf Onedrive schieben.

Für die Laien: OneDrive ist vergleichsweise so eine Cloud. Wenn man etwas in einer Cloud speichert, werden diese Daten auf Rechnern irgendwo auf dem Planeten gespeichert.

Ob die Rechner in Irland, Texas, auf einer Bohrinsel oder hinter einem rumänischen Schrottplatz stehen, keine Ahnung.

Lies bei den entsprechenden Anbietern nach, wo das Zeug liegt.

Darum haben wir ja auch beim ClubComputer unsere eigene Cloud, deren Daten in Wien in einem Rechenzentrum liegen. Die Gerichtsbarkeit unterliegt somit auch der Österreichischen. Das ist für manche wichtig, für andere vielleicht nicht. Egal, aber es ist auf jeden Fall transparent.

Und dann wackeln da welche an und meinen allen Ernstes, Bill Gates müsste Impfausweise ausstellen, um uns zu überwachen? Ein Windows Rechner genügt da vollauf.

Das selbe Dilemma mit den Impfausweisen wie bei den Verletzungen der Grundgesetze. Erst wenn man unausweichlich selbst davon betroffen sein könnte, regt sich der Widerstandsgeist im sonnendurchfluteten Altbau.

Ich glaube nicht, dass Microsofts Firmenpolitik auf die Daten von Impfausweisen angewiesen ist. Die haben doch sowieso genügend Rechner im Umlauf.

Katastrophen gehören zum Leben dazu. Exemplarisch seien hier die Banken-, Griechenland-, und Eurorettungen angeführt.

Mit erhobenem Zeigefinger und tremolierender Stimme kann man dies noch mit einem jovialen „scheitert der Euro, scheitert Europa“ untermalen.

Später diente eine japanische Naturkatastrophe als Anlaß für die von Deutschland aus angestossene, europäische Energiewende. Somit finden Tsunamis und Seebeben in den gesprengten deutschen Atomkraftwerken keine Angriffsfläche mehr vor.

Vielleicht täusche ich mich, aber immer wenn die Deutschen international wo vorpreschten, rappelt es ein bisschen in der Weltgeschichte.

Dann strömten Millionen an Fachkräften in das gelobte Europa. Der einzigen Landmasse weltweit, wo Sozialleistungen, freies WLAN und fehlende Papiere den Grundstein für das neue Wirtschaftswunder legten. Das stieß paradoxerweise nicht immer auf vollstes Verständnis und kann man getrost unter tradierter Suderei verbuchen. „Uns gehts doch gut“ hilft da als klassischer Konter weiter.

Gleichzeitig kämpfte sich Windows10 an die Oberfläche, das bisweilen den Begriff „Telemetriedaten“ neu definierte.

Hernach das Klimagedöhns, welches schon weitaus besser ankam. Speziell bei den hippen, urban fühlenden Jugendlichen.

Bis auf die Großabnehmer USA und China waren die Ewigmorgigen und Carbonyachtvermieter durchwegs begeistert und begrüßten weiters die neu heranwachsenden Propellerlandschaften. Okay, die Toskana sperrt sich noch ein bisschen dagegen. Das verbucht man einfach unter Anlaufschwierigkeiten.

Der Silberstreifen am Horizont manifestiert sich nun in einer Rassismus-Gruppentherapie, nachdem ein Virus Gretas Untergangssekte aus den Schlagzeilen kickte.

Inklusive anmahnendem Ordnungsruf ins Kollektiv a la > „wer schweigt, unterstützt Rassisten“. Somit bekommt auch mein Tagesablauf die dringend benötigte Struktur.

Scheiß auf Corona, wenn man mit Maximalabstand solidarisch gegen Trump änd fränds seine Missbilligung ausdrücken kann. Themenunabhängig.

Hat der Lump doch tatsächlich eine Mauer zu Mexiko hin errichtet. Und die Mexikaner ihrerseits einen Zaun im Süden, der sie vor der Armutseinwanderung Guatemalas schützt. Diese Trump-Obrador-Kolumbus Achse des Bösen hat mit der Bild(um)hauerei von Christoph Kolumbus nun seine wohlverdiente Quittung erfahren. Wurde auch Zeit.

Zurück in heimischen Gefilden sind selbstredend Großdemos mit den richtig besetzten Themen weiterhin coronaresistent. Tja, das kommt zuweilen davon, wenn Regierungsparteien am Ruder sind, die 84 Prozent der Leute nicht gewählt haben.

Bisnäs äs juschuäl. Verbucht man alles rundweg unter Petittessen.

Was soll da noch kommen?

  • Das sich herandräuende 2004er Update von Windows10?
  • Die Aufhebung des Perchtoldsdorfer Klimanotstandes?
  • Snowdens anhaltende Asyltournee?
  • Webseitenpessimierungen fürs Google-Ranking?
  • Energieringe zur Coronaabwehr?
  • Glasfaseranschlüsse für Privatkunden?
  • Home-Office für Obdachlose?
  • Corona-App?

Fortsetzung folgt…

Schönen Sommer noch. Im Nachhinein.

Man liest sich, Gruß Günter