[Eine Nachlese zum Vortrag von Paul Belcl am 3. April 2018]

Ein Zusammenschnitt aus den Abbildungen der Vortragsfolien zeigt, wie umfangreich die Vorarbeiten zum Vortrag gewesen sein müssen. Wir haben von Anschaffung, Einsparungen, Miete, Tankstelle, Steckersystemen und Fahrplanung gehört und acht aktuell getestete Elektroautos erklärt bekommen.

Getestete Fahrzeuge

Bitte die sehr gut illustrierten Vortragsfolien zu diesem Text verwenden.

Meine Erkenntnisse

Eigentlich wäre ich jetzt schon für den Elektrobetrieb bestens vorbereitet. Die meisten meiner Fahrten sind im Raum Wien und Niederösterreich und benötigen kein Aufladen unterwegs. Die anwesenden Benutzer von Elektroautos bestätigen, dass der Betrieb eines Elektroautos sowohl in der Wartung als auch im laufenden Betrieb deutlich günstiger ist als der eines Benzin/Diesel-PKW. Was allein mich abhält, schon jetzt ein elektrisch betriebenes Auto zu kaufen, ist der noch immer tadellos betriebsbereite Diesel-PKW.

Während man mit den klassischen Fahrzeugen so lange fährt, bis der Tank leer ist, ändert sich diese Vorgangsweise mit einem batteriebetriebenen Fahrzeug. Man versucht, immer ein voll aufgeladenes Fahrzeug zu haben und lädt daher vorsorglich immer auf.

Wichtig für den stressfreien Betrieb ist eine Ladestation in der eigenen Garage. Mit 3-5 kW ist man dabei, d.h. ein einphasiger Anschluss mit einer 16 Ampere-Sicherung genügt schon für eine Ladezeit von 12 Stunden. Mit Drehstrom und mit speziellen Wallboxen verkürzt sich die Ladezeit beträchtlich. Diese Wallboxen berücksichtigen auch einen eventuellen gleichzeitigen Strombedarf im Haushalt und reduzieren die Ladung für das Elektroauto automatisch. In der Diskussion wurde erwähnt, dass ein Wenigfahrer (<10.000 km/Jahr) auch ohne eine eigene Ladestation auskommen kann.

In Gemeinschaftswohnanlagen ist es notwendig, die Genehmigung aller anderen Mitbewohner oder Miteigentümer einzuholen, was eine unter Umständen beachtliche Hürde darstellen kann, weil die Verbreitung der E-Autos noch nicht selbstverständlich geworden ist.

Das Auto sollte einen Typ-2-Ladestecker, besser aber einen Combostecker haben. Der Typ-2-Stecker passt auch in Combo-Buchsen. Die Combo-Ladung bietet aber auch Schnellladung mit Gleichstrom. Die tatsächliche Reichweite des Autos sollte 300 km betragen.

Aufladung unterwegs

Weitere Fahrten mit einem E-Auto wollen geplant werden. Man muss bereits vor der Fahrt einen Überblick darüber haben, ob man laden muss und wo man laden kann. Es gibt dazu einige Apps:

Man erfährt über diese Apps nicht nur, wo sich die E-Tankstellen befinden, sondern auch, ob die “Zapfsäulen” frei sind.

Wenn man nach der Ladung das Fahrzeug an der Ladestation angesteckt lässt, werden Strafgebühren fällig. Allerdings haben wir erfahren, dass die Fahrzeuge auch in der Lage sind, die Verbindung nach der Ladung selbsttätig zu trennen.

Bezahlung

Überraschend ist, dass es fallweise sogar kostenlose E-Tankstellen gibt, etwa am Hauptplatz von Hartberg. Darüber hinaus, erkennen große Ketten wie IKEA, McDonalds und Supermärkte das Angebot einer Stromtankstelle als wichtiges Service und bieten es daher jetzt schon an (Smatrics-System). Anders als die Benzintankstellen, sind die E-Tankstellen unbemannt und benötigen ein Zahlungssystem. Jedes Ladesystem (in Wien TANKE von Wien-Energie, in Österreich Smatrics) braucht eine Ladekarte für die Verrechnung.

Leasing

Wenn man auf ein zukünftiges Auto spart, um es später ohne Kredit kaufen zu können, muss man monatlich Geld zur Seite legen. Mit einem geleasten Fahrzeug ist das ganz ähnlich, aber man hat das Auto gleich und man muss sich um noch weniger kümmern. Schaut Euch das Angebot von InstaDrive an. Paulis Testfahrzeuge stammten von Instadrive.

Danke!

Unsere Vorträge bei ClubComputer sind wie Fußballspiele. Um wirklich gute Spiele zu sehen, muss man auch viele andere in Kauf nehmen, die weniger spannend sind. Und da man das vorher nicht weiß, muss man alle besuchten!

Dieser Abend war ein ausgesprochenes Highlight, für das wir uns bei Pauli herzlich bedanken. Was uns in diesen eineinhalb Stunden an Information geboten wurde, beruht auf jahrelangen Tests und kann auf Paulis Blog nachgelesen werden.

Links

Nächster Vortrag

Mitglieder von ClubComputer können den Vortrag von Stefan Saumweber (ÖAMTC) über das eCall-System kostenlos besuchen:

  • eCall
  • Stefan Saumweber (ÖAMTC)
  • Mittwoch 11.4.2018 18:00, Vortrag ab 18:30
  • Digital Society, Graben 17/10, 1010 Wien
  • Anmeldeseite

 

 

Franz Fiala

Präsident Clubcomputer / Herausgeber PCNEWS bei ClubComputer.at
Franz ist pensionierter HTL Lehrer (TGM), Präsident von ClubComputer, Herausgeber der Clubzeitung PCNEWS und betreut unser Clubtelefon und Internet Support. Er ist leidenschaftlicher Rapid Wien Fan.

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